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30.03.2026 | Spielbericht: Männer I

HaSpo-Rumpftruppe festigt den zweiten Platz

HaSpo-Rumpftruppe festigt den zweiten Platz

Die Befürchtung war offenbar unbegründet, dass der gewachsene Abstand zu Spitzenreiter SG Regensburg die Moral von HaSpo Bayreuth in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer erschüttern könnte. Eine Woche nach der dafür verantwortlichen 24:26-Heimniederlage gegen den VfL Günzburg festigte der Vizemeister der Vorsaison seinen zweiten Tabellenplatz mit einem 27:24 (14:14)-Sieg bei der DJK Waldbüttelbrunn, die immerhin um eine ihrer letzten Chancen auf den Klassenerhalt kämpfte.

Dabei waren die Umstände schwieriger denn je, weil das ohnehin durch langfristige Ausfälle dezimierte HaSpo-Team auch noch ohne den erkrankten Stefan Wopperer auskommen musste. Umso wertvoller war die Mitwirkung von Tim Herrmannsdörfer. Der noch regelmäßig in der zweiten Mannschaft aktive frühere Bayreuther Drittliga-Spielmacher hatte sich aufgrund der Personalsorgen selbst angeboten und erwies sich als wichtige Ergänzung zu den nur noch vier verbliebenen Stammspielern im Rückraum. Insbesondere der weiter formverbesserte Timo Böker bekam dadurch etwas Entlastung von der Verantwortung in der Rückraummitte.

Da auch die DJK Waldbüttelbrunn mit zwölf Spielern nicht komplett besetzt war und vor allem den beim Hinspiel in Bayreuth mit elf Toren herausragenden Rechtsaußen Lukas Lutz vermisste, entwickelte sich ein Spiel zwischen zwei Mannschaften, die ihre Kräfte mit relativ langen Angriffen zu schonen versuchten. HaSpo tat sich dabei streckenweise schwer, klare Chancen zum Abschluss zu erspielen, aber mit elf Fehlwürfen und fünf technischen Fehlern blieb die Quote der Ballverluste doch recht solide. Großen Anteil am Erfolg der Offensive hatte die überragende Leistung von Moritz Schmidt. Der Rechtsaußen benötigte nur zwölf Würfe, um elf Tore zu erzielen, darunter zwei Kempa-Tricks. Beeindruckend war besonders seine erste Halbzeit, in der er mit acht Treffern mehr als die Hälfte zur HaSpo-Ausbeute beitrug.

Verdient war der Sieg der Bayreuther allemal, denn nach anfangs häufig wechselnder Führung lagen sie vom 11:11 (25.) an nie mehr im Rückstand. Eine Vorentscheidung gelang allerdings erst Mitte der zweiten Halbzeit, als sie sich von 18:18 (39.) auf 26:20 (52.) absetzten.Den Ausschlag dafür gab die starke Leistung der Abwehr, die bis dreieinhalb Minuten vor Schluss lediglich sieben Gegentore zuließ (27:21). Eine wichtige Rolle spielte dabei Maximilian Berthold als Gegenspieler von Linus Dürr (11/7 Tore), der vor der Pause im DJK-Rückraum am meisten Wirkung erzielt hatte.

„In unserer Lage muss man jetzt auch mal mit drei Toren Vorsprung beim Tabellenvorletzten zufrieden sein“, ordnete HaSpo-Co-Trainer Steffen Berghammer die Leistung ein. „Wir haben das Maximale rausgeholt bei einem Gegner, der gegen den Abstieg kämpft und das auch gezeigt hat. Ich bin erst mal heilfroh, dass sich niemand mehr verletzt hat. Die Osterpause tut uns jetzt einfach gut, damit wir danach vielleicht wieder etwas stärker dastehen.“ Nächste Aufgabe ist dann am 11. April das Heimspiel gegen den Tabellensechsten TSV Allach.

HaSpo Bayreuth: Hennig, Braun – Fröhlich (4), Böker (1), Brückner (4/4), Berthold (1), Müller, Rodenkirchen, Meyer-Siebert (2), Herrmannsdörfer, Fischer (1), Goeritz (3), Schmidt (11).