Frauen Regionalliga
HaSpo Bayreuth – HC Sulzbach-Rosenberg 20:20 (11:5)
Punktgewinn oder Verlust? – Diese Frage stellte sich für die HaSpo-Frauen nach dem Unentschieden gegen den HC Sulzbach-Rosenberg. Nach dem 18:19-Rückstand in der 56. Minute und der 20:19–Führung der Gegnerinnen in der 59. Minute kann man aus Bayreuther Sicht wohl von einem Punktgewinn sprechen. In den Schlussminuten gelang HaSpo nicht nur der Ausgleich, sondern auch noch der letzte Ballgewinn, den die Bayreutherinnen auch in den letzten 45 Sekunden der Begegnung nicht mehr aus der Hand gaben. Zwar gelang es ihnen dabei nicht, einen guten Abschluss zu kreieren, gleichwohl gab man den Gästen auch keine Chance auf einen Siegtreffer.
Doch relativiert sich dieser Erfolg, wenn man die erste Halbzeit betrachtet. Beide Teams lieferten sich einen mitunter haarsträubenden Wettkampf darum, wer mehr technische Fehler produzieren würde. Da HaSpo in der ersten Halbzeit jedoch eine hervorragende Abwehr stellte, fiel es auch nicht ins Gewicht, dass man vom 4:1 in der 11. Minute bis zum 5:1 in der 18. Minute ganze sechs Angriffe für dieses eine Tor benötigte. Die beste Leistung brachten die Bayreutherinnen dann in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs aufs Feld, als man sich vom 6:4 auf 10:4 absetzen konnte.
Leider konnte die HaSpo-Abwehr diese Qualität im zweiten Durchgang nicht aufrechterhalten. So gelang den Oberpfälzerinnen bereits in der 44. Minute der 14:14-Ausgleich. Das restliche Spiel entwickelte sich schließlich zum beschriebenen Krimi.
»Leider haben heute viele meiner Spielerinnen im Angriff nicht ihr mögliches Leistungsvermögen abrufen können«, zieht HaSpo-Trainer Andreas Berghammer Bilanz. »Gleichwohl kann das Team für sich in Anspruch nehmen, die Schlussphase clever gestaltet zu haben.« Ohnehin war den HaSpo-Frauen in der zerfahrenen Partie stets ein hoher kämpferischer Einsatz zu attestieren.
HaSpo spielte im Tor mit Hanna Bauer; im Feld: Annika Friedrichs (2), Lena Eckert (1), Anna Mahl (7/6), Karla Steiner, Lisa Knapp (4), Sophie Braun (2), Janice Radtke (2), Bianca Dahinten, Anouk Erdrich (2).
Andreas Berghammer