Frauen Regionalliga
HT München – HaSpo Bayreuth 28:30 (13:12)
Endlich konnten sich die Bayreutherinnen für ihren Kampfgeist und ihre Moral auch einmal den verdienten Lohn abholen. Dabei erwies sich das Aufeinandertreffen der zwei Abstiegskandidaten von Beginn an als spannendes Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.
Während der erste Durchgang auf beiden Seiten vor allem von vielen technischen Fehlern geprägt war, war der Verlauf der zweiten Halbzeit bemerkenswert. So erwischten die Hachingerinnen den besseren Start nach dem Seitenwechsel und gingen mit 15:12 in Führung. HaSpo konnte in der 34. Minute allerdings auf 15:14 verkürzen und hatte im Anschluss sogar die Möglichkeit, in einer zweiminütigen doppelten Überzahl das Spiel für sich zu kippen. Doch genau das Gegenteil war der Fall: Die 6:4-Überzahl verlor man mit 0:2, sodass in der 37. Minute ein 4-Tore Rückstand auf der Anzeigetafel stand.
Wer jetzt aber glaubte, dass sich die HaSpo-Frauen ihrem Schicksal ergeben würden, der hatte sich getäuscht. Selbst beim 21:17 für die Oberbayerinnen in der 42. Minute war die Moral der Gäste noch nicht gebrochen. Mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung und guten Lösungen im Angriff kämpfte man sich wieder heran und erreichte in der 49. Minute den 23:23-Ausgleich.
Bis zur 56. Minute legte wechselweise immer eine Mannschaft einen Treffer vor, welcher dann postwendend vom anderen Team ausgeglichen wurde. Das änderte sich erst drei Minuten vor dem Ende, als HaSpo den Treffer zur 29:27-Führung markierte. Auch der nachfolgende Anschlusstreffer von HT München brachte die Bayreutherinnen nicht aus der Fassung, die 90 Sekunden vor Spielende mit ihrem 30. Treffer eine Antwort parat hatten.
Diese positive Wende in den letzten 15 Minuten kann auch statistisch nachgewiesen werden: In dieser Spielphase leistete sich HaSpo lediglich zwei Fehlwürfe und einen technischen Fehler! In den vorangegangenen 45 Minuten hatte man dagegen insgesamt 31 Ballverluste durch Fehlwürfe und technische Fehler zu beklagen.
»Es ist schon sehr beeindruckend, wie das Team durchgehend an die Möglichkeit des Erfolges geglaubt hat. Das ist in unserer Situation keine Selbstverständlichkeit und zeigt den besonderen Spirit dieser Truppe«, zeigt sich Trainer Andreas Berghammer stolz auf seine Mädels.
HaSpo spielte im Tor mit Hanna Bauer und Alina Vizethum; im Feld mit Annika Friedrichs (1), Lena Eckert (4), Anouk Erdrich (5), Bianca Dahinten (1), Anna Mahl (10/4), Sophie Braun (1), Lisa Knapp (5), Karla Steiner (2), Janice Radtke (1).
Andreas Berghammer