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    Herren I | Bayernliga, 2019/2020
    Spielnummer: 20010053

    Herren I gegen HT München

    am 09.11.2019 um 19:30 Uhr

    Ort: Schulzentrum Ost, Äußere Badstr. 26, 95448 Bayreuth
    Spielart: Saison

     

    Freundschaftliche Rivalität

    HT München gastiert bei Haspo mit Ex-Bayreuthern auf dem Feld und auf der Bank

    Das erste Heimspiel von Haspo Bayreuth als Tabellenführer der Männer-Bayernliga wäre an sich schon reizvoll genug. Aber der Gegner trägt noch zusätzlich einen großen Teil dazu bei: Mit HT München kommt am Samstag um 19.30 Uhr nämlich jene Mannschaft ins Schulzentrum Ost, mit der die Bayreuther eine ganz eigene Art von familiärer Rivalität verbindet.

    Schon beim HT-Stammverein TSV Unterhaching war über viele Jahre fast ständig der eine oder andere Ex-Bayreuther aktiv, doch so eng wie diesmal war die Verflechtung nur selten zuvor: Bei den Gästen steht mit Kreisläufer Sebastian Schmidt ein Haspo-Eigengewächs auf dem Feld, und als Trainer auf der Bank sitzen mit Thomas Schibschid und Friedrich Stoller zwei ehemalige Bayreuther Teamkollegen des Haspo-Trainerduos Michael Werner und Marc Brückner.

    Die Oberbayern, die als „Hachinger Tal München“ eine Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Taufkirchen bilden, liegen mit 5:9 Punkten nur auf dem elften Rang. Allerdings hatten sie schon viel Pech bei den knappen Niederlagen gegen VfL Günzburg (18:19), TV Erlangen-Bruck (26:27) und beim Erzrivalen SV Anzing (21:22).

    Sebastian Schmidt, der seine komplette Jugendausbildung bei Haspo absolvierte und auch mehrere Jahre für das Männerteam in der Bayernliga spielte, bekommt allerdings nicht die gewünscht großen Spielanteile. Gesetzt ist nämlich der zweitligaerfahrene langjährige Rimparer Nicolas Gräsl, der mit 27 Treffern zweitbester Werfer hinter Philipp Heinle (36) ist.

    Deutlich länger liegt die Bayreuther Vergangenheit der HT-Trainer zurück. Thomas Schibschid und Friedrich Stoller spielten zu Regionalliga-Zeiten bei Haspo nicht nur zusammen mit Marc Brückner und Michael Werner, sondern auch mit den späteren langjährigen Bundesligaspielern Michael und Philipp Müller. Auch der flinke und quirlige Linksaußen Schibschid schaffte später noch den Sprung in die höchste Spielklasse, und zwar beim TuS Nettelstedt-Lübbecke. Das Amt des Cheftrainers in München übernahm er vor zwei Wochen nach dem verlorenen Derby in Anzing zusammen mit Friedrich Stoller als Assistenten. Zum Einstand gelang diesem Gespann gleich ein beachtliches 28:28 gegen die DJK Waldbüttelbrunn. Auf Bayreuther Seite freut sich das Duo Brückner/Werner ganz besonders auf diese nicht alltägliche Begegnung: „Da unsere ehemaligen Mitspieler dort auf der Bank sitzen, wäre ein Sieg natürlich umso schöner.“

    Für die aktuelle Spielergeneration ist das allerdings ein Nebenaspekt. Für sie geht es nur darum, an die starke Leistung beim letzten 30:21-Sieg im Verfolgerduell gegen die TG Landshut anzuknüpfen und weiterhin die einzige unbesiegte Mannschaft in der Liga zu bleiben. „In dieser Saison schaffen wir es im Kollektiv, den Gegner immer wieder unter Druck zu setzen und vor neue Aufgaben zu stellen“, erklärt Sven Goeritz die Grundlage für die bisherige Erfolgsbilanz. Der Linksaußen spielt in der vorgezogenen Position eine Schlüsselrolle in der 3:2:1-Abwehr, die entscheidende Bedeutung für das gesamte Spielsystem hat: „Alle arbeiten mit und glauben an das System. Das ist unsere große Stärke. Wenn wir das gegen München wieder schaffen, bin ich optimistisch.“ ds


    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 8. November 2019, Seite 29