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    Herren I | Bayernliga, 2019/2020
    Spielnummer: 20010137

    TG Landshut gegen Herren I

    am 07.03.2020 um 20:00 Uhr

    Ort: Sportzentrum West [260008/LASZW] , Sandnerstraße 7, 84034 Landshut
    Spielart: Saison

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    Halbzeitergebnis: 16:10

    Ergebnis: 28:27

     

    Diesmal reicht Kampfgeist nicht

    Haspo gleicht 10:17-Rückstand in Landshut aus, führt aber nie und verliert 27:28

    30 ganz schwache Minuten haben Haspo Bayreuth im Rennen um die Meisterschaft in der Männer-Bayernliga zurückgeworfen. Beim Tabellendritten TG Landshut beweis der Spitzenreiter zwar einmal mehr seinen Kampfgeist, indem er einen 10:17-Rückstand überraschend schnell ausgleichen konnte, doch diese Qualität reichte diesmal nicht, um alle vorherigen Mängel wettzumachen. Eine Führung wollte trotz vieler Möglichkeiten nicht gelingen, nicht zuletzt weil es in den entscheidenden Situationen an Abgeklärtheit fehlte, und am Ende stand mit 27:28 (10:16) die zweite Saisonniederlage.

    Große Enttäuschung herrschte nicht nur bei den Haspo-Spielern, die nach der Schlusssirene noch minutenlang konsterniert in der Halle saßen oder lagen, sondern auch bei ihren mehrere Dutzend Schlachtenbummlern. Deren Lautstärke in der stimmungsvollen Halle hatte großen Anteil daran, dass die Bayreuther nach einer schwachen ersten Halbzeit und dem 10:17-Rückstand (32.) überhaupt noch einmal zurück ins Spiel fanden. Durch vier Treffer in Folge zum 14:17 (34.) binnen zwei Minuten machte Haspo klar, dass die Messe noch lange nicht gelesen war.

    Nun agierten die Bayreuther in ihrer 3:2:1-Abwehr wacher und schneller. Zudem gelangen Torwart Nick Tornow einige starke Paraden. Auf dieser Basis entwickelte auch der zuvor oft harmlos wirkende Angriff mehr Durchschlagskraft, sodass mit einem 9:2-Lauf zum 19:19 (43.) der erste Ausgleich seit dem 2:2 (8.) gelang.

    Damit schien das Momentum aufseiten der Bayreuther zu sein, doch im folgenden ausgeglichenen Schlagabtausch fehlte ihnen die Kaltschnäuzigkeit, um auch nur einmal in Führung zu gehen. Sowohl beim Stand von 19:19 als auch beim 20:20 ließen sie mehrere freie Wurfchancen liegen oder trafen falsche Entscheidungen. So legte Landshut wieder eine Schippe drauf zum 22:20 und nach dem 22:22 gar zum 25:22 bei einer Restspielzeit von nur noch fünf Minuten. Nach je einem Tor auf beiden Seiten zog Haspo den letzten Trumpf mit der Umstellung auf eine mannbezogene Deckung und erzwang damit tatsächlich noch einmal den Ausgleich zum 26:26 (58.). In den verbleibenden zwei Minuten bewiesen die Landshuter aber die besseren Nerven und sorgten 30 Sekunden vor dem Ende mit dem 28:26 doch endgültig alles klar.

    Entscheidender war letztlich jedoch die ganz schwache erste Halbzeit der Bayreuther. Gegen die harte 6:0-Abwehr der Landshuter unterliefen ihnen viele grobe Fehler im Zusammenspiel, und der Abschluss wirkte oft halbherzig. Auf der anderen Seite brachte die Haspo-Deckung vor allem die flinken Lukas Eichinger (6/2) und Nico Moritz (5) nicht unter Kontrolle. Zudem agierte sie gegen die Rückraumschützen Tobias Gretsch (6) und Matthias Müller (4) zu passiv. So wurden nur wenige Landshuter Angriffe gestoppt – und diese fast nur durch Torwart Tornow.

    Schützenhilfe: Auch Hauptrivale verliert

    Wieder etwas über den Nullpunkt gehoben wurde die Stimmung im Haspo-Lager gestern immerhin durch nicht unbedingt erwartete Schützenhilfe: Hauptverfolger VfL Günzburg, der mit einem Minuspunkt weniger sogar „heimlicher“ Tabellenführer ist, ging beim Abstiegskandidaten SG Rimpar II ebenfalls leer aus und verlor sogar deutlich mit 23:30. Damit haben die Bayreuther die Entscheidung im Titelkampf weiterhin in der eigenen Hand, denn am letzten Spieltag haben sie im direkten Duell mit den Günzburgern den Heimvorteil. Neu ist jetzt nur, dass auch die TG Landshut wieder gute Chancen auf Platz eins hat – aber die muss nun nach Rimpar...

    Haspo Bayreuth: Tornow, Hennig – Nicola (2), Baldauf, Schreibelmayer (11/4), S. Berghammer, Berthold, Luber, Saborowski (2), Elschner (6), Meyer-Siebert (1), Wop-perer (2), Goeritz (3), Klima. ds/es


    Nordbayerischer Kurier vom Montag, 9. März 2020, Seite 25