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  • Lange Zeit im Rückstand

    30.10.2018

    Favorit Bad Neustadt tut sich bei Neuling schwer

    Der siebte Spieltag in der Herren-Bayernliga belegte einmal mehr, dass es wohl für keine Mannschaft ein wirklich leichtes Spiel geben wird. Selbst der bislang so souveräne Tabellenführer HSC Bad Neustadt tat sich beim Aufsteiger Eichenauer SV (10.) lange Zeit sehr schwer und lag eine Viertelstunde vor Schluss sogar beständig zurück. Und der hoch eingeschätzte TSV Friedberg (6.) muss sich nach der 25:27 (14:15)-Heimniederlage im Verfolgerduell gegen die DJK Waldbüttelbrunn (2.) vorerst mit einem Platz im breiten Mittelfeld begnügen.

    Das wäre die mit Abstand größte Überraschung der laufenden Saison gewesen. Aufsteiger Eichenauer SV (Lieb 7 Tore, C. Riemschneider 7/3, M. Riemschneider 5) war tatsächlich drauf und dran, dem haushohen Aufstiegsfavoriten HSC Bad Neustadt (Hines 8/2, Drude 7, Singwald 5) die erste Saisonniederlage beizubringen. Nach ausgeglichenem Start bis zum 9:9 (17.) führte der ESV zur Halbzeit nicht nur 16:13, sondern zog direkt nach Wiederbeginn gar auf 19:14 (34.) davon. Bis zum 22:19 (43.) lag die Sensation im Bereich des Möglichen, ehe Bad Neustadt mit einer 8:0-Serie zum 27:22 (56.) antwortete und so der klaren Favoritenrolle mit dem 30:24-Auswärtssieg doch noch gerecht wurde.

    Nach dem 24:27 in Bayreuth musste sich derweil der hoch eingeschätzte TSV Friedberg (Kaulitz 6, Tischinger, Thiel je 5) nun auch der DJK Waldbüttelbrunn (Tendera 8, Stumpf 7) im nächsten direkten Verfolgerduell mit 25:27 (14:15) knapp geschlagen geben. In Abwesenheit des Trainers Fadil Kqiku, der sich mit der kosovarischen Nationalmannschaft auf das EM-Qualifiaktionsspiel gegen Deutschland vorbereitete, lag der Gastgeber nach einem 7:7 (11.) beim 10:15 (26.) deutlich zurück. Bis zur Pause kämpfte sich Friedberg jedoch wieder heran, ehe die DJK ab dem 18:18 (38.) immer ein Tor vorlegte und Friedberg dann wieder ausglich. Bis zum 24:24 (53.) blieb das Spiel auf des Messers Schneide und auch nach dem 24:26 82 Sekunden vor Schluss gab sich der TSV noch nicht auf. Der starke Waldbüttelbrunner Rückraumrechts Julian Stumpf entschied dann 28 Sekunden vor Schluss aber doch noch endgültig die Partie.

    Immer besser in die Spur kommt derweil der VfL Günzburg (Jäger 6, Scholz, Buck, M. Jahn je 5) und hatte beim 32:20 (17:9)-Kantersieg im Heimspiel gegen das noch punktlose Schlusslicht HSG Würm-Mitte (Rädler 6, Waterloo 5) nie große Mühe. Bereits nach dem 5:1-Start (9.) waren die Kräfteverhältnisse abgesteckt und zur Pause war die Partie quasi vorentschieden. So war Günzburg von allen Positionen torgefährlich und führte beim 21:11 (37.) bereits erstmals zweistellig.

    Spannender Kampf um die Verfolgerplätze

    In der Damen-Bayernliga stürmt der immer noch verlustpunktfreie Tabellenführer ASV Dachau nach dem 30:21-Sieg im Spitzenspiel gegen HaSpo Bayreuth (3.) mittlerweile einsam vorneweg. Dahinter ist aber inzwischen ein spannender Kampf um die Verfolgerplätze entbrannt. So trennen den Zweiten HSG Freising-Neufahrn (10:4 Punkte) und den Achten TSV Ismaning (6:6 Punkte) nur zwei Minuspunkte.

    Vor allem der Aufsteiger aus Freising-Neufahrn sorgt aktuell für Furore und siegte nun auch beim heimstarken HSV Bergtheim (9.) deutlich mit 31:24 (17:17). Nachdem die oberbayerischen Gäste (Haska 8, Meyerhofer 6) bereits früh deutlich mit 6:1 (8.) und 13:8 (21.) führten, fing sich der HSV (Halbig 7, Winheim 5/2) zwar bis zum Seitenwechsel noch einmal, musste aber nach dem 18:18 (31.) endgültig abreissen lassen. Beim 27:21 (50.) war der hochverdiente Sieg der Gäste bereits in trockenen Tüchern. red


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 30. Oktober 2018, Seite 29