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  • Faires Spiel mit fairen Bällen

    27.06.2018

    Haspo testet Spielgeräte mit Fairtrade-Zertifikat für Produktion und Handel

    Es ist nicht gerade das Lieblingsthema der Sportartikel-Hersteller: die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern. Die Aufmerksamkeit dafür will nun der Weltladen in Bayreuth wecken in Zusammenarbeit mit Haspo Bayreuth. Der Verein bekam Bälle, die nach den Fairtrade-Richtlinien hergestellt und gehandelt werden, um sie auf ihre Tauglichkeit im Wettkampf zu testen.

    Als „Welthauptstadt der Ballfertigung“ gilt Sialkot in Pakistan, heißt es in einer Mitteilung des Weltladens. Dort gebe es neben herkömmlichen Fabriken auch durch Fairtrade zertifizierte und regelmäßig entsprechend überprüfte Hersteller: „Sie bieten ihren Arbeitnehmern ausgezeichnete Arbeits- und Arbeitsplatzbedingungen.“ Dazu gehöre neben sauberen Räumlichkeiten mit Klima- und Abluftanlagen auch ein guter Lohn für Näherinnen und Näher sowie eine „Fairtrade-Prämie“: „Diese ermöglicht es den Angestellten, in gemeinsame Projekte zu investieren.“ Als Beispiel wird ein Sozialmaßnahmen-Paket genannt zur Gleichberechtigung und zum Schutz von Frauen sowie zur Familien-Unterstützung.

    Entsprechend produzierte Fuß-, Hand- und Volleybälle vertreibt die Nürnberger Firma „Bad Boyz Ballfabrik“. Als einer der ersten deutschen Fußballvereine hat sich der FC Amberg entschlossen, den gesamten Trainings- und Spielbetrieb mit „fairen Bällen“ abzuwickeln. „Vielleicht gelingt es uns ja auch in Bayreuth, Sportvereine von der Idee des Fairplay mit fairen Bällen zu überzeugen“, sagt Doris Joswig aus dem Vorstand des Bayreuther Weltladens.

    Haspo-Vorsitzender Andreas Berghammer zeigt sich der Idee aufgeschlossen: „Wenn die Bälle gut sind, werden wir die Initiative unterstützen.“ Allerdings müsse der Verein auf den bestehenden Ausrüstervertrag Rücksicht nehmen: „Wir haben mit unserem Partner Erima besprochen, dass wir die Bälle im Jugendbereich testen werden, und zwar mit Haftmittel und ohne. Dann können wir ein fachkundiges Feedback geben.“ So weit sei man allerdings noch nicht: „Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt jetzt gerade erst.“ es


    Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 27. Juni 2018, Seite 33