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    Dem Spitzenreiter scheint die Luft auszugehen

    13.03.2018

    Herren-Bayernliga: TV Erlangen-Bruck muss sich kommenden Haspo-Gastgeber deutlich 25:37 beugen

    Handball

    Noch sechs Spieltage sind in der Herren-Bayernliga zu spielen und Tabellenführer TV Erlangen-Bruck geht offensichtlich etwas die Puste im Endspurt aus. Nach der deutlichen 24:35-Auswärtsschlappe in Waldbüttelbrunn (4.) holte sich der Spitzenreiter nun auch zu Hause gegen den kommenden Haspo-Gastgeber und Tabellenzweiten VfL Günzburg (Samstag, 19.30 Uhr) ein 25:37-Debakel ab.

    Dennoch dürften die immer noch sieben Punkte Vorsprung wohl für die Meisterschaft ausreichen. Anders sieht es da schon im Abstiegskampf aus. Nachdem je nach Anzahl der bayerischen Absteiger aus der 3. Liga bis zu vier Mannschaften den bitteren Gang in die Landesliga antreten müssen, beginnt die gefährdete Zone nämlich bereits ab Platz sieben.

    Die 25:37-Heimpleite gegen Günzburg war der vorläufige Höhepunkt der Negativserie des bislang souveränen Spitzenreiters TV Erlangen-Bruck. Ob es nur am Ausfall des Spielmachers Philipp Hirning liegt, mag bezweifelt werden. Günzburg agierte hochmotiviert und leistete sich während der 60 Minuten nur unfassbare 15 Fehlwürfe bzw. technische Fehler. Dementsprechend dominierte der Tabellenzweite auch das Spitzenspiel und gewann daher auch in der Höhe sehr verdient.

    Richtig zur Sache geht es derweil auch im Abstiegskampf: Da stand der SV Anzing (12.) gegen den TSV Ottobeuren (13.) vor einem Schlüsselspiel. Mit dem klaren 33:25 (19:10)-Heimsieg sendeten die Anzinger (Hoxha 12/4 Tore) dabei ein echtes Lebenszeichen, während Ottobeuren (Tomic 7, Trifunovic 6/2) schon nach dem schwachen 2:7-Start fast chancenlos dem Spielgeschehen hinterher lief. Die Entscheidung fiel dann direkt nach dem Seitenwechsel als die Oberbayern beim 21:11 (34.) bereits erstmals führten.

    Plötzlich mittendrin im Abstiegskampf ist auch der TSV Unterhaching (10.) nach der 23:27-Auswärtsniederlage bei der TG Landshut (7.). Angeführt von Rückraumrechts Enis Kabashi (9/2) zog man den Gästen (Kottmeir 7) nach dem 11:12-Pausenrückstand langsam den Zahn.

    Noch dramatischer war es hingegen in Lohr (8.) beim 22:22 (13:12)-Unentschieden gegen Schlusslicht TSV Ismaning (Neumann 7/1). 63 Sekunden vor Schluss sah der TSV Lohr (Zeleny 7/1) wie der sichere Sieger aus, als Ismanings Florian Nortz beim Stand von 22:21 einen Strafwurf ungenutzt ließ. Zwei Rote Karten gegen Horky und Schmitt brachten Ismaning 23 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich, ehe Olaf Neumann nach Ablauf der Spielzeit einen Siebenmeter zum möglichen Ismaninger Siegtreffer verwarf. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 13. März 2018, Seite 30