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    Alles spricht für den Spitzenreiter

    09.01.2018

    Vorentscheidung um den Bayernliga-Titel scheint gefallen: Auch Erlangens Verfolger Günzburg verliert

    Bereits am letzten Spieltag der Vorrunde scheint die Entscheidung um die Meisterschaft in der Männer-Bayernliga schon gefallen zu sein. Nach Hauptverfolger Haspo Bayreuth (2.), der beim Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck – wie berichtet – 23:27 den Kürzeren zog, musste auch der Tabellendritte VfL Günzburg (3.) mit dem 23:26 (11:16) gegen den TSV Friedberg eine schmerzhafte Heimniederlage hinnehmen. Der TSV Unterhaching (7.) fiel hingegen nach der 27:28 (10:13)-Heimniederlage gegen Tabellenvierten TSV Haunstetten ins breite Mittelfeld der bayerischen Königsklasse zurück.

    Bereits zu Beginn des schwäbischen Derbys präsentierte sich der TSV Friedberg (Augner 9/3 Tore, Schnitzlein 5) auch ohne seinen längerfristig verletzten Leistungsträger Peter Haggenmüller hervorragend eingestellt. Über 3:0 (4.) und 9:4 (13.) deutete sich beim 12:5 (22.) gar eine frühe Vorentscheidung an. Die heimstarken Günzburger (Jensen 7) gaben sich jedoch nicht auf, lagen aber auch bei Halbzeit noch deutlich mit 11:16 zurück. Nach dem Seitenwechsel legten die Augsburger Vorstädter dann nach einem recht ausgeglichenen Beginn bis zum 14:19 (40.) noch einmal deutlich nach. Allen voran Rechtsaußen Felix Augner war weder vom Siebenmeterstrich, als auch aus dem Feld zu stoppen und so enteilte der Gast beim 25:18 (56.) endgültig vorentscheidend. Angetrieben von ihrem starken Spielmacher Nicolai Jensen schaffte der VfL dann einen 5:0-Lauf zum 23:25, doch war das 30 Sekunden vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik.

    Der TSV Unterhaching (Heinle 8/1, Borschel 7/2) verpasste derweil durch eine 27:28-Heimniederlage gegen den nach wie vor formstarken TSV Haun-stetten (Smotzek 9/5, M. Horner 8) den Anschluss an das Spitzenfeld. Dabei konnte sich der Gast vor allem auf seine bärenstarke rechte Angriffsseite verlassen. Rechtsaußen Sebastian Smotzek und Rückraumrechts Max Horner erzielten zusammen 17 der 28 Haun-stetter Treffer und so verkrafteten die Augsburger Vorstädter auch das verletzungsbedingte Fehlen ihres Leistungsträgers Alexander Horner. Anfangs beherrschte aber der Gastgeber das Spielgeschehen und führte über 5:1 (8.) bis zum 10:9 (23.) beständig. Ein folgender Haunstetter 6:0-Lauf zum 15:10 (32.) verschob dann jedoch die Kräfteverhältnisse deutlich. Davon sollten sich die Hausherren dann auch nicht mehr erholen, gerieten beim 18:24 (50.) entscheidend in Rückstand und waren beim 24:28 (58.) geschlagen.

    Führungsduo muss sich gehörig strecken

    Ordentlich strecken musste sich das Führungsduo der Damen-Bayernliga. Sowohl der HSV Bergtheim (1.) als auch die HSG Würm-Mitte (2.) gewannen ihre Auswärtsspiele als haushohe Favoriten nämlich nur sehr knapp. Dabei lagen beide Spitzenteams sogar bis kurz vor Spielende jeweils zurück. Der HSV Bergtheim (Koss 8, Gerdes 6/2) tat sich beim 23:20 (12:13)-Auswärtserfolg gegen die HSG Fichtelgebirge (8.) vor allem mit dem Harzverbot sehr schwer. Zahlreiche Ballverluste oder harmlose Abschlüsse verhalfen den Gastgeberinnen (Kraus 5) ab dem 12:12 (29.) zu einer beständig knappen Führung. Nach dem 18:18 (50.) setzte sich dann aber doch die größere spielerische Klasse der Unterfränkinnen durch.

    Sogar noch mehr zittern musste die HSG Würm-Mitte (Beba 5/3, Oertel 5) bei ihrem 22:21-Zittersieg beim abstiegsbedrohten Schlusslicht DJK Rimpar (14.). Die Gastgeberinnen (Lang 6) lieferten dem Tabellenzweiten einen erbitterten Kampf und führten in der zweiten Halbzeit über 16:11 (32.) bis zum 17:13 (40.) sogar komfortabel. Als die Überraschung dann greifbar war, sorgte die Rimparer Nervosität jedoch dafür, dass die Gäste beim 20:19 (53.) durch die Ex-Bayreutherin Jenny Oertel wieder in Führung gehen konnten. Dennoch blieb es bis zum Abpfiff spannend, doch nach dem 21:22 90 Sekunden vor dem Ende wollten keine Treffer mehr fallen. berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 9. Januar 2018, Seite 28