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    Vor einer ungewissen Zukunft

    06.09.2017

    Sperrung des Schulzentrums Ost bereitet den Verantwortlichen von Haspo Bayreuth Kopfzerbrechen

    Von Herbert Steininger

    Haspo Bayreuth hat ein Problem: Die Spielstätte des Bayernligisten steht derzeit nicht zur Verfügung. Der Boden im Schulzentrum Ost ist in Auflösung begriffen, die Halle ist auf unbestimmte Zeit gesperrt. Vorsitzender Andreas Berghammer ist fieberhaft auf der Suche nach Spielstätten, in denen die vielen Mannschaften des Vereins trainieren und spielen können.

    Seit etlichen Jahren schon wissen die Verantwortlichen, dass es mit dem Belag im Schulzentrum Ost einmal Probleme geben wird. „Dort liegt ein Boden, der offenporig ist und eigentlich für eine Sportart wie Handball, die mit Haftmitteln arbeitet, nicht geeignet ist“, sagt Berghammer, der seine Bedenken dokumentieren hatte lassen. Der Boden erfordert aufgrund der täglichen Beanspruchung alleine durch Handball von 16 bis 22 Uhr und auch an den Wochenenden intensive Pflege, die Haspo zum Teil selbst durchführte. Dafür hat die Stadt dem Verein Gerätschaften und Putzmittel zur Verfügung gestellt. „Aber die Reinigung mit diesen Mitteln musste irgendwann Folgen haben, und am 27. Juli hat der Boden im Bereich der beiden Kreise dann begonnen, sich aufzulösen“, sagt der Vorsitzende.

    Die Stadt wurde informiert, vier Wochen später, am 25. August, gab es eine Hallenbegehung. „Drei Tage darauf wurde uns nach einem Ortstermin durch die Stadt bescheinigt, dass der Boden kaputt sei, und die Halle wurde durch das Hochbauamt gesperrt“, erinnert sich Berghammer. Wie die Pressestelle im Bayreuther Rathaus nun mitteilt, sei die Stadt um eine zügige Sanierung bemüht. Ein Auftrag hierzu werde noch im Laufe dieser Woche erteilt. Pressesprecher Joachim Oppold ließ wissen: „Die Sanierungsarbeiten können aber aufgrund der Lieferfristen für den Linoleumboden erst Anfang Oktober beginnen. Für den großflächigen Austausch des Bodens sind fünf Arbeitstage angesetzt. Weitere zwei Arbeitstage werden für die neue Linierung benötigt.“

    Ausweichen in die Uni-Halle möglich

    Eine Ausweichhalle hat Berghammer durch die Unterstützung der Stadt, Stadtdirektor Ulrich Pfeifer und des Sportamts nach intensiven Gesprächen mittlerweile gefunden: Der Spielbetrieb für die ersten drei Wochenenden der neuen Saison am 16./17. September, 23./24. September und am 30. September ist gesichert, er wird komplett in der Halle der Universität abgewickelt.

    „Da haben wir auch das Glück, dass noch Semesterferien sind und die Halle nicht belegt ist. Auch haben wir die Erlaubnis, dass dort die Bayernliga-Mannschaft weiterhin harzen darf“, erzählt der Haspo-Vorsitzende, der sich begeistert von der Zusammenarbeit mit der Universität zeigt: „Das waren richtig gute Gespräche.“

    Allerdings kommen nicht unerhebliche Kosten auf den Verein zu: „Wir müssen einen Sicherheitsdienst und einen Putzdienst beauftragen“, sagt Berghammer. „Aber das ist uns erst einmal egal. Wir müssen unsere Spiele durchziehen, koste es, was es wolle.“

    Doch wie es dann Anfang Oktober weiter gehen soll, weiß der Vorsitzende nicht: „Ich schlafe seit mehreren Nächten nicht mehr wirklich gut, wenn ich nur daran denke.“ Das Sportzentrum hat für Punktspiele nicht die erforderlichen Ausmaße, in der Oberfrankenhalle gibt es keine Handball-Linien und die neue Dreifachhalle neben dem Hans-Walter-Wild-Stadion ist für die Handballer bekanntermaßen tabu. Zumindest der Trainingsbetrieb ist gesichert – aber auch nur bis Ende September. Alle Mannschaften sind dank der Unterstützung aus dem Sportamt nun im Sportzentrum zugange.


    Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 6. September 2017, Seite 27