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    20.04.2017

    Haspo-Talente in Jugend-Bundesliga trotzdem zufrieden

    Der Wechsel in die Jugend-Bundesliga hat sich für drei Talente aus dem Nachwuchs von Haspo Bayreuth offenbar gelohnt. Nach einem Jahr bei Vereinen mit Profis in der Männer-Bundesliga äußern sich Johannes Ruoff (SC DHfK Leipzig), David Meurer (THW Kiel) und Jakob Pritschet (HSG Lemgo) jedenfalls sehr zufrieden.

    Für Johannes Ruoff ist die Saison mit den Leipzigern sogar noch gar nicht vorbei. Dank einer tollen Bilanz von 20 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage steht der Titelgewinner der letzten drei Jahre als Zweiter der Staffel Ost erneut im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Am 30. April treffen die Sachsen auf den Erstplatzierten der Staffel West, GWD Minden. Allerdings steht noch nicht ganz fest, ob Ruoff überhaupt mitwirken kann. Der 18-jährige Mistelbacher laboriert seit geraumer Zeit an einer Handverletzung, zeigt sich aber zuversichtlich. „Ich bin optimistisch, dass ich dabei sein kann. Die medizinische Abteilung macht gute Arbeit.“ Ansonsten sei er sehr zufrieden mit seinem ersten Bundesligajahr, auch weil er seit Beginn zur Stammbesetzung zählte: „Vor meiner Verletzung hatte ich sehr viele Spielanteile. Meine Erwartungen wurden übertroffen.“

    Torwart David Meurer hat dagegen mit dem THW Kiel die direkte Qualifikation für die nächste Bundesligasaison knapp verpasst. Zwei Punkte fehlten für den nötigen sechsten Platz. „Unsere Leistungen waren einfach zu inkonstant. Deswegen haben wir den sechsten Platz auch nicht verdient“, erklärt Meurer kritisch. Mit seiner persönlichen Entwicklung ist aber auch er zufrieden, obwohl er in der kompletten Rückrunde aufgrund einer Knieverletzung ausfiel. „Während meines sozialen Jahres habe ich herausgefunden, dass ich Lehrer werden möchte, denn die Zusammenarbeit mit Kindern macht mir sehr viel Spaß.“ In der kommenden Saison wird der aus der Oberpfalz stammende 19-Jährige daher neben dem Lehramts-Studium bei der HSG Schülp/Westerrönfeld in der Oberliga spielen und dort auch als Jugendtrainer tätig sein.

    Jakob Pritschet fiel in Lemgo aufgrund einer Handoperation ebenfalls fast für die komplette Rückrunde aus. Zuvor war es sportlich aber glänzend gelaufen für den Linkshänder, der nach Ablauf der Hinrunde zweitbester Torschütze seines Teams gewesen war. „Die Verletzung ärgert mich natürlich. Davor lief es für mich optimal“, sagt Pritschet. Seine Mannschaft festigte hinter dem Spitzenduo aus Minden und Dormagen einen starken dritten Platz. Für Pritschet war es, wie auch für Meurer, das letzte Jugendjahr. Er wird in künftig bei den Lemgo-Youngsters in der 3. Liga spielen. ds


    Nordbayerischer Kurier vom Donnerstag, 20. April 2017, Seite 28