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    Favoriten zeichnen sich ab

    27.10.2015

    HSC Coburg II besteht Reifeprüfung beim TSV Friedberg / Nächster Haspo-Gast trumpft auf

    Nach dem sechsten Spieltag zeichnet sich in der Männer-Bayernliga allmählich ein Favoritenkreis ab. TSV Haunstetten und HSC Coburg II wirken auf den ersten beiden Plätzen schon recht stabil.

    Ganz besonders gilt das für die Coburger Zweitliga-Reserve, die beim Drittligaabsteiger TSV Friedberg mit einem 32:28 (13:15)-Sieg ihre Reifeprüfung bestanden hat. Die erste Halbzeit des Topspiels verlief noch ausgeglichen, wobei sich die Friedberger vor allem auf ihren wiedergenesenen Linkshänder Lukas Aigner (4 Tore) im rechten Rückraum verlassen konnten. Angetrieben vom starken Nikola Franke (9) glichen die Coburger zwar beim 8:8 (17.) erstmals aus, doch die Gastgeber fanden gegen die aggressive HSC-Deckung immer einen Weg zum Abschluss, oft über ihre treffsicheren Außenspieler. Die Führung der Schwaben zur Pause war somit verdient.

    Das Team um Spielmacher Michael Schnitzlein (4) behielt auch nach der Pause noch bis zum 18:16 (38.) die Nase vorn. Danach verlor der Drittligaabsteiger aber vor allem in der Defensive seine Grundordnung und handelte sich eine 1:8-Serie zum 19:24 ein (47.). Zwar kämpften sich der TSV noch einmal auf 28:30 (59.) heran, doch die routinierten Coburger ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

    Das zweite Team der Stunde ist der aktuelle Spitzenreiter TSV Haunstetten, der sich bisher auch nicht vom verletzungsbedingten Ausfall seines Leistungsträgers Stefan Tischinger (Schien- und Wadenbeinbruch) vom Erfolgskurs abbringen ließ. Allerdings taten sich die Augsburger beim Tabellenletzten TSV Allach enorm schwer, um nach 6:0-Start und klarer 18:11-Führung bei Halbzeit einen 29:28-Sieg ins Ziel zu retten. „Das wäre fast schief gegangen“, musste Trainer Michael Rothfischer zugeben. In der zweiten Halbzeit hatte seine Mannschaft (Horner 7/2, Link 6) vor allem in der zuvor sehr stabilen Abwehr die Arbeit weitgehend eingestellt. Der Außenseiter aus München nutzte das, um vor allem durch den stark auftrumpfenden Philip Heinle (8) und Sandor Virag (8/4) stetig zu verkürzen. Den Tiefpunkt erreichte der TSV Haunstetten, als Spielmacher Alexander Horner die Rote Karte sah und der 24:24-Ausgleich die Halle in ein Tollhaus verwandelte. In dieser Bedrängnis spielte der Gast aber wieder seine Erfahrung aus und stellte mit einem 5:0-Lauf zum 29:24 (57.) die Weichen zum Sieg.

    Immer besser kommt auch der nächste Gast von Haspo Bayreuth zurecht: Nachdem Aufsteiger TV Erlangen-Bruck in den ersten Saisonspielen noch meist chancenlos geblieben war, ließ er nun mit einem überdeutlichen 39:23 (16:12)-Sieg gegen enttäuschende Sulzbacher (T. Kreyßig 11, F. Funke 5) einen enormen Formanstieg erkennen. Entscheidend war der Start der Mittelfranken in die zweite Hälfte mit einem 8:2-Lauf zum 24:14. berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 27. Oktober 2015, Seite 29