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    Sieg beim Spitzenreiter

    20.10.2015

    TSV Unterhaching überrascht den TSV Friedberg

    Die Herren-Bayernliga bleibt die Liga der Überraschungen: Die einzige Konstante sind die Favoritenstürze, die es auch am fünften Spieltag wieder in großer Zahl gab.

    Für den bisherigen Favoritenschreck SV Anzing (7.) wurde das 28:37 beim TSV Hauenstetten (1.) zur harten Landung auf dem Boden der Tatsachen. Selbst ohne ihren verletzten Leistungsträger Stefan Tischinger (Schien- und Wadenbeinbruch) lieferten die Haunstetter ein hochklassiges Spiel ab und ließen die Anzinger (M. Limbrunner 6/3 Tore) nur in den ersten 30 Minuten an einer weiteren Überraschung schnuppern. Bis zum 7:5 (15.) führten die Gäste, um den Ex-Bayreuther Julian Ruckdäschel (4 Tore), ehe die Oberbayern an ihrer miserablen Chancenverwertung scheiterten und den bayerischen Schwaben eine 16:13-Pausenführung ermöglichten. Mit Wiederanpfiff verbesserte der TSV sein Konterspiel und zog vorentscheidendend auf 29:21 (48.) davon. Anzing wurde für seine zahlreichen technischen Fehler knallhart bestraft und so sagte SV-Trainer Müller: „Wir haben die Quittung für einige Verhaltensweisen bekommen. Wenn jemand dachte, wir sind schon wer in der Liga, wurde er heute eines Besseren belehrt.“

    Einen Lauf hat der TSV Unterhaching (8.): Nach recht verkorkstem Saisonstart entthronten die Münchner nun Spitzenreiter TSV Friedberg (3.). Mit 28:26 (11:13) fügten die Hachinger (Salger 8, Borschel 6/2) ihrem Kontrahenten die erste Saisonniederlage zu – und das in fremder Halle. Dabei schien Friedberg (Abstreiter 8/3, Schnitzlein 5) die Partie wie erwartet zu beginnen. Die Augsburger führten schnell mit 4:0 (5.), doch danach hatte der Favorit sein Pulver schon verschossen. Angetrieben vom bravourös haltenden Torwart Schwarz drehte Unterhaching beim 8:5 (19.) das Spiel, und vergab die Möglichkeit den Vorsprung auszubauen, so dass die Partie beim 10:8 (24.) erneut gedreht wurde. Im zweiten Durchgang war der Hachinger Rückraumhüne Mathias Salger kaum zu stoppen und hielt sein Team bis zum 23:23 (55.) im Rennen. Eine Zeitstrafe wegen Meckerns für Friedbergs Trainer und ein Doppelschlag des Ex-Bayreuthers Wilhelm Becker machten die Sensation beim 27:25 (59.) perfekt.

    Eine deftige Pleite musste der nächste Haspo-Gastgeber SG/DJK Rimpar II (Samstag, 19.30 Uhr) beim HC Sulzbach (5.) hinnehmen. Beim 21:30 (9:13) kam die Rimparer Zweitligareserve (Grammel 5, Keidel 4) gegen aggressive Sulzbacher (Smolik 8/2, Luber 5/2) nie für den Sieg in Frage. Bis zum 7:2 gelang den Hausherren fast alles, und selbst der Pausenstand war noch komfortabel. Lediglich beim 19:17 drohte die Partie zu kippen, doch avancierte nun HC-Torwart Max Lotter endgültig zum Matchwinner. Während den Sulzbachern so die gewünschte Wiedergutmachung gelang, dürfte das kommende Gastspiel der Bayreuther bei den überraschend schwach gestarteten Unterfranken (10.) zum Krisengipfel werden. berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 20. Oktober 2015, Seite 30