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    Rückblick auf den 3. Spieltag der Herren-Bayernliga: Titelfavorit ohne Chance

    29.09.2015

    DJK Waldbüttelbrunn geht in Coburg mit 22:31 unter

    Die Prognosen scheinen sich zu bestätigen, dass es in dieser Saison der Männer-Bayernliga sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Abstiegskampf spannend wird. Der dritte Spieltag war hierfür ein Paradebeispiel.

    Dabei ragte der in der Höhe kaum für möglich gehaltene 31:22 (15:12)-Heimsieg des HSC Coburg II gegen den Topfavoriten DJK Waldbüttelbrunn heraus. Gegen die sehr erfahrene Zweitliga-Reserve konnten die leicht ersatzgeschwächten Unterfranken nur bis zum 6:6 (16.) mithalten und auch das nur dank einiger toller Paraden ihres Torwarts Matyas Varga. Nach der Pause war aber vor allem der ehemalige Zweitligaspieler Ronny Göhl (9/1) kaum mehr halten. Die Gäste produzierten nun Fehler um Fehler, die prompt durch Coburger Gegenstöße bestraft wurden, und waren letztlich chancenlos. Lediglich der reaktivierte Spielmacher Joszef Szentgyörgyi (8/4) versuchte nun das Ergebnis im Rahmen zu halten. Als dann aber auch noch Coburgs Spielmacher Hajek Karapetjan (7/1) fast aus allen Lagen traf, war es um den Favoriten geschehen.

    Nutznießer der Waldbüttelbrunner Pleite war nicht zuletzt der TSV Haunstetten, der nach seinem 38:28 (21:10)-Kantersieg gegen den Aufsteiger TV Erlangen-Bruck nun etwas überraschend die Tabelle anführt. Allerdings war der Heimsieg teuer erkauft, denn sieben Minuten vor Schluss zog sich Leistungsträger Stefan Tischinger bei einer Abwehraktion einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch zu und wird wohl bis Saisonende ausfallen. Zuvor lieferten die Augsburger jedoch eine hervorragende und vor allem mannschaftlich geschlossene Leistung ab. Bereits nach 15 Minuten führten sie beruhigend mit 11:6. Als die Schwaben dann selbst nach der deutlichen Halbzeitführung nicht nachließen, war die Vorentscheidung früh gefallen.

    Den dritten Sieg errang auch Drittligaabsteiger TSV Friedberg, der sein Heimspiel gegen den bis dahin ebenfalls verlustpunktfreien SV Anzing recht souverän mit 24:19 (10:10) bezwang. Die kampfstarken Anzinger um den Ex-Bayreuther Julian Ruckdäschel (3) leisteten zwar lange Zeit energisch Widerstand und hätten ohne die starke Leistung des Friedberger Torhüters Benjamin von Petersdorff durchaus führen können, doch beim 17:14 hatten sich die Gastgeber (Haggenmüller, Augner je 4) erstmals etwas abgesetzt und brachten den Sieg dann über 22:17 recht sicher ins Ziel.

    Den ersten Saisonsieg errang der nächste Gegner von Haspo Bayreuth (10. Oktober, 18:15 Uhr): Der TSV Unterhaching gewann erwartungsgemäß beim Aufsteiger TSV Allach mit 31:23 (14:10) und verkraftete dabei sogar den Ausfall von Rückraum-Torjäger Mathias Salger (Erkältung). Vor allem die Ex-Bayreuther Wilhelm Becker (9/4) und Thomas Schibschid (5) sprangen dafür ein.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 29. September 2015