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    Rückblick auf den 2. Spieltag der Herren-Bayernliga: Absteiger stürzt den Topfavoriten

    22.09.2015

    Gleich am zweiten Spieltag der neuen Saison in der Herren-Bayernliga kam es zu einem Spitzenspiel. Drittligaabsteiger TSV Friedberg stellte sich beim Titelfavoriten DJK Waldbüttelbrunn vor – und behielt die Oberhand.

    Nach 60 intensiven Minuten holten die Augsburger Vorstädter einen in der Höhe etwas überraschenden 26:22 (17:15)-Sieg, wobei die vielen technischen Fehler auf beiden Seiten durch die sehr torarme zweite Halbzeit belegt wurden. Dennoch war der Auswärtssieg des TSV hochverdient, lag man doch beim Topfavoriten kein einziges Mal in Rückstand und konnte sich in den spielentscheidenden Phasen immer wieder auf seinen hervorragenden Torwart Benjamin von Petersdorff verlassen. Dabei zeigte sich die gastgebende DJK gerade von der offensiv ausgerichteten Friedberger Abwehr überrascht und vertändelte viele Bälle. Bis zur Pause kamen die Unterfranken aber über 13:15 wieder auf 15:17 heran, nachdem sie den Erfolg über ihren bulligen Kreisläufer Mathias Grünert suchten.

    Trotzdem blieb der TSV in Front. Besonders Fabian Abstreiter (7/3 Tore) und Thomas Wagenpfeil bekam der Gastgeber nie in den Griff. Als dann auch noch von Petersdorff sein Tor immer mehr vernagelte, war beim 24:19 bereits die Vorentscheidung zugunsten der Schwaben gefallen.

    So kommt es am kommenden Wochenende in Friedberg zu einem Gipfeltreffen. Dabei überrascht weniger die Tatsache, dass die Fuggerstädter mit von der Partie sind, sondern auch der letztjährige Fast-Absteiger SV Anzing. Die Mannschaft um den ehemaligen Haspo-Spielmacher Julian Ruckdäschel (5 Tore) landete nach dem Auftaktsieg gegen Unterhaching nun nämlich auch gegen den Neuling TSV Allach einen 28:24 (15:15)-Heimsieg. Dabei bot sich den gut 400 Zuschauern von Beginn an eine heiß umkämpfte Begegnung, in der die Hausherren immer wieder einen, zwei Treffer vorlegten, Allach aber nie aufsteckte und stets zurückkam. Bis zum 19:19 (42.) blieb es richtig spannend, ehe sich Anzing dank einer starken Abwehrleistung erstmals etwas auf 24:20 (49.) absetzte. Neben dem auffälligen Ruckdäschel war nun Marinus Limbrunner (7/2) kaum mehr zu bremsen, während bei den Gästen aus München nur noch Thomas Obernöder (5) dagegen hielt, die Niederlage aber nicht mehr abwenden konnte.

    Eine ordentliche Aufwertung erhielt unterdessen das anstehende Derby zwischen dem HC Sulzbach und Haspo Bayreuth durch den etwas überraschenden 31:29 (13:12)-Auswärtssieg der Oberpfälzer beim schwach gestarteten TSV Unterhaching. Ohne ihren bundesligaerfahrenen Spielmacher und ehemaligen Haspo-Spieler Thomas Schibschid wirkten die Münchner oftmals etwas planlos, auch wenn gerade Martin Dauhrer (4 Tore) die Hachinger noch bis zum 7:4 (14.) in der Spur hielt. Eine taktische Umstellung der Sulzbacher mit dem nun in der Abwehr vorgezogenen Florian Funke brachte aber die erhoffte Wende. Der Ex-Bayreuther spielte sich zudem auch im Angriff in einen Rausch und war mit neun Treffern einer der Sieggaranten. Bis zum 19:19 blieb das Spiel ausgeglichen, ehe die Gastgeber angetrieben von Wilhelm Becker (5) beim 24:21 doch scheinbar auf der Siegerstraße waren. Vor allem Sulzbachs Rückraumlinks Jiri Smolik (10/4) war nun von der viel zu passiven Unterhachinger 6:0-Abwehr kaum mehr zu stoppen. Der Tscheche war es auch, der mit dem 30:28 (59.) die Vorentscheidung herbeiführte. Damit kann der HCS nach zwei Auswärtssiegen zum Saisonstart entspannt dem Nachbarderby gegen Haspo Bayreuth (Sa., 18.30 Uhr, Krötenseehalle) entgegensehen.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 22. September 2015