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    Ohne Sechs auf Platz vier: HaSpo-Herren gelingt beim Turnier in Plauen nur ein Sieg

    31.08.2015

    Für Herren-Bayernligist Haspo Bayreuth endete das letzte Vorbereitungsturnier ernüchternd, aber auch mit vielen wichtigen Erkenntnissen. Ersatzgeschwächt gelang beim Turnier in Plauen nur ein Sieg, so dass sich die Bayreuther mit dem vierten Platz zufriedengeben mussten.

    Ohne Matthäus Woitaschik, Dominik Hauenstein, Steffen Tscheuschner, Yannick Berghammer, Moritz Beck und Sebastian Schmidt traf Haspo auf meist körperlich überlegene Gegner. Dennoch ließen die Bayreuther bei einer Spielzeit von einmal 30 Minuten immer wieder ihr Können aufblitzen, konnten ihre Leistungen jedoch nicht konstant abrufen. Einen Titel nahm Haspo aber dennoch mit: Lukas Schalk wurde mit 18 Treffern Torschützenkönig des Turniers.

    Das wohl beste Turnierspiel zeigten die Bayreuther im Auftaktmatch gegen den letztjährigen Vizemeister der Oberliga Mitteldeutschland, HC Einheit Plauen. Dank einiger Glanzparaden von Torwart Hannes Lehnard und konsequentem Umschalten von Abwehr auf Angriff baute man die Führung gegen die groß gewachsenen aber pomadig wirkenden Plauener bis zum 12:4 (18.) aus, ehe ein kleiner Bruch in das Spiel kam. Der klare 16:10-Sieg war jedoch nie gefährdet. Allerdings war der Auftaktsieg teuer erkauft: Michael Neumaier knickte bei einer Wurfaktion unglücklich um und kam mit Verdacht auf einen Bänderriss im Knöchel nicht mehr zum Einsatz.

    Nur noch neun Feldspieler standen fortan zur Verfügung. Gegen den ZHC Grubenlampe hielt die Haspo bis zum 4:4 (9.) ordentlich mit, ehe eine 0:7-Serie zum 4:11 (19.) für die Vorentscheidung sorgte. Angetrieben von Schalk kam Haspo bis zum 12:14 (28.) heran, die Wende gelang aber nicht mehr.

    Im dritten Spiel ging es gegen Lokalmatador SV 04 Plauen-Oberlosa. Gegen den Aufsteiger in die Oberliga Mitteldeutschland hatte Haspo beim Stand von 7:5 (13.) die Chance, davonzuziehen. Doch zwei Strafwürfe und drei sehr gute Torchancen verpufften. Diese Abschlussschwäche bestrafte der SV 04, drehte das Spiel zum 13:8 (22.) und gewann mit 16:11. Gerade in der entscheidenden Phase unterliefen den Bayreuther zu viele technische Fehler oder man fing sich durch unvorbereitete Würfe Konter ein. Im gesamten Turnierverlauf ließ Haspo gegen die robusten Deckungsreihen die Durchschlagskraft aus dem Positionsspiel vermissen. Einzige Ausnahme: Marius Hümpfer, dem es immer wieder gelang, sich in 1:1-Situation durchzusetzen.

    Das abschließende Spiel hielt Haspo gegen den ehemaligen Drittligakonkurrenten LHC Cottbus bis zum Schluss offen. Selbst den zwischenzeitlichen 10:13-Rückstand (22.) machte Haspo beim 13:13 (25.) wett. Beim Stand von 15:16 und einer Restspielzeit von 13 Sekunden verhinderte nur Pech den Ausgleich. „Wir haben heute wieder gesehen, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn wir mit voller Konzentration spielen“, sagte Haspo-Interimstrainer Bernhard Müller,„aber wegen unserer kleinen Personaldecke waren die Spieler auch platt. Die Moral der Truppe hat aber gestimmt.“

    Das Turnier gewann ZHC Grubenlampe vor LHC Cottbus, SV 04 Plauen-Oberlosa, Haspo Bayreuth und HC Einheit Plauen.

    Haspo Bayreuth:
    Wittmann, Lehnard; Schalk (2/2 Tore gegen HC Einheit Plauen; 8/4 gegen ZHC Grubenlampe; 2/1 gegen SV 04 Plauen-Oberlosa, 6/5 gegen LHC Cottbus), Saborowski (0; 0; 0; 0), Neumaier (3; -; -; -), Meyer-Siebert (0; 0; 0; 0), Herrmannsdörfer (2; 1; 0; 3), Hümpfer (4; 0; 6; 2), S. Berghammer (1; 0; 0; 2), Forster (0; 1; 0; 0), Hoffmanns (3; 0; 1; 2), Schreibelmayer (1; 2; 2; 0).

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Montag, 31. August 2015