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    Turniersieg knapp verpasst

    25.08.2015

    Kleiner Haspo-Kader überzeugt in Waldbüttelbrunn
    Als der erhoffte Härtetest für das Männer-Team von Haspo Bayreuth erwies sich das Blitzturnier des Bayernliga-Rivalen DJK Waldbüttelbrunn. Abgesehen von der Qualität der Gegner, war schon die Spielzeit von insgesamt 100 Minuten eine konditionelle Herausforderung, denn die Bayreuther konnten zeitweise nur neun Feldspieler aufbieten. Somit war es respektabel, dass Haspo den Turniersieg im Finale gegen den gastgebenden letztjährigen Vizemeister und Titelfavoriten der kommenden Saison nur knapp mit 25:26 verpasste.

    Zum Auftakt trafen die Bayreuther mit der SG/DJK Rimpar II genau auf jenen Gegner, der ihnen die bisher einzige Niederlage im Jahr 2015 beigebracht hat. Entsprechend engagiert ging das Haspo-Team zu Werke und führte schnell mit 3:0 (4.). Dabei entpuppte sich die neu formierte 6:0-Abwehr gegen die flinken, aber eben klein gewachsenen Rimparer sogar als Bollwerk. „Die 6:0-Abwehr war schon überraschend wirkungsvoll“, freute sich Bernhard Müller, der Mathias Bracher auf der Trainerbank vertrat. Vor allem der starker Kreisspieler Nicolas Gräsl wurde auf diese Weise gut kontrolliert. Nach dem 9:4 (19.) führte Haspo zur Pause aber trotzdem nur mit 11:8, weil die Durchschlagskraft im Positionsangriff noch einige Wünsche offen ließ. Sobald das starke Bayreuther Tempospiel gestoppt wurde, wirkte der Angriff recht überhastet.

    Dennoch geriet der Sieg auch nicht in Gefahr, als im zweiten Durchgang wie geplant auf die gewohnte 5:1-Abwehr umgestellt wurde. Ein 4:0-Lauf zum 15:8 (32.) bedeutete sogar schon eine frühe Vorentscheidung, am Ende stand es 22:16. Dabei zeigte Haspo Torgefahr von allen Positionen. Lediglich Abwehrspezialist Steffen Tscheuschner blieb ohne Torerfolg.

    Im Finale erwartete die Bayreuther erwartungsgemäß Gastgeber DJK Waldbüttelbrunn, der sich ebenso deutlich gegen den letztjährigen Tabellenachten der Hessenliga, HSG Kahl/ Kleinostheim durchgesetzt hatte. Die besonders in den ersten 25 Minuten überaus schnelle Partie entwickelte sich zunächst vollkommen ausgeglichen. Bis zum 7:8 (15.) hielten die Bayreuther mit, die auf Michael Neumaier (Kniebeschwerden) komplett verzichteten. Danach zog die tiefer besetzte DJK allerdings über 14:8 bis zum 15:10-Pausenstand davon. Dabei nutzten die Unterfranken die Abspracheprobleme in der 6:0-Deckung vor allem durch die Rückraumschützen um Lukas Tendera und Markus Kirchner (je 4 Tore).

    In der zweiten Halbzeit verbesserte sich die Lage der Gäste zunächst auch mit der 5:1-Abwehr nicht. Nun fanden die druckvoll spielenden Hausherren immer wieder ihren bulligen Kreisläufer Matthias Grünert (4), der maßgeblich an der höchsten Führung beim 20:13 (33.) beteiligt war.

    Doch auch beim 16:22 (38.) gab sich Haspo nicht geschlagen und erzwang mit einer 7:1-Serie den 23:23-Ausgleich (47.). Neben einigen sehenswerten Paraden von Torwart Hannes Lehnard fielen dabei zwei letztjährige Jugendspieler auf: Jakob Hoffmanns gelangen auf der vorgezogenen Abwehrposition mehrere Ballgewinne, und David Schreibelmayer erzielte seine sechs Treffer allesamt in der zweiten Halbzeit. „Die Moral der Mannschaft war schon beeindruckend“, lobte Müller. Die Chance zur Führung wurde dann jedoch bei einem Gegenstoß vertan, so dass die DJK Waldbüttelbrunn einen knappen Vorsprung ins Ziel retten konnte. berg

    Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – Schalk (3 Tore gegen Rimpar; 4/3 gegen Waldbüttelbrunn), Neumaier (3; -), Herrmannsdörfer (1; 2), Hümpfer (4; 5), Tscheuschner (0; 0), Hauenstein (2; 0), S. Berghammer (3; 1), Schmidt (2; 4), Hoffmanns (1; 3), Schreibelmayer (3/1; 6).

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 25. August 2015, Seite 28