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    Nur der Kampfgeist stimmt

    17.07.2015

    Haspo Bayreuth müht sich zum 25:24-Testspielsieg gegen Bayernliga-Aufsteiger TV Erlangen-Bruck
    Knapp an einer Niederlage vorbeigeschrammt sind die Bayernliga-Herren von Haspo Bayreuth bei ihrer Testspiel-Heimpremiere gegen den künftigen Liga-Konkurrenten TV Erlangen-Bruck. Nach einem 10:13-Rückstand zur Halbzeit mühten sich die Bayreuther gegen den Aufsteiger in einer weitgehend zerfahrenen Partie noch zu einem 25:24-Erfolg.

    Anders als noch vor knapp zwei Wochen beim Vorbereitungsturnier in Auerbach, als Haspo die damals ersatzgeschwächten Mittelfranken deutlich dominierte, waren die Bayreuther von Beginn an vor allem im Angriff zu ungenau und luden die flinken Gäste somit immer wieder zu einfachen Gegenstoßtoren ein. So lag die Mannschaft von Trainer Mathias Bracher über 2:0 (3.) letztmals beim 3:2 (6.) in Führung, ehe Erlangen, das kaum Probleme mit den teilweise unkreativen Bayreuther Angriffen hatte, das Blatt wendete. Hinzu kam eine Haspo-Abwehr, die gegen die guten Erlanger Rückraumschützen schlichtweg zu passiv agierte und somit ihren Torwart Alexander Wittmann immer wieder im Stich ließ.

    Das wusste besonders Spielmacher Steffan Meyer (6/2 Tore) für sich zu nutzen. Der Erlanger Neuzugang vom letztjährigen Überraschungsabsteiger TSV Lohr brachte so seine gefürchteten Schlagwürfe ein ums andere Mal im Bayreuther Tor unter. Ebenso bekam Haspo in den ersten 30 Minuten den sprunggewaltigen Rückraumlinks Thomas Schmautz (4 Tore) nicht unter Kontrolle. Nicht von ungefähr gingen die Gäste mit einer beinahe schon komfortablen 13:10-Führung in die Pause.

    Auch im zweiten Durchgang änderte sich erst einmal nichts am Spielgeschehen. Im Gegenteil. Erlangen enteilte zwischenzeitlich sogar auf 15:11 (35.). Dieses Zwischenresultat schien jedoch die Kämpferqualitäten der Gastgeber geweckt zu haben. Aus einer nun sattelfesteren Abwehr und den daraus resultierenden Ballgewinnen kamen die Bayreuther bereits beim 16:16 (43.) wieder zum Ausgleich. Bis zur ersten Führung seit der Anfangsphase verging jedoch noch einige Zeit. Erst kurz vor dem Schlusspfiff erzwangen die Gastgeber beim 23:21 (55.) wieder eine Zwei-Tore-Führung, die sie bis zum Ende nicht mehr abgeben sollten.

    „Wir haben heute viel ausprobiert, und da kommt dann schon auch einmal ein solch zerfahrenes Spiel zustande“, spielte Haspo-Trainer Mathias Bracher auf die vielen Wechsel an. In der Tat agierte Haspo, beinahe wie beim Eishockey, mit zwei Blöcken, die sich die Spielzeit ungefähr teilten. „Außerdem ist mir das Ergebnis in einem Testspiel wirklich egal. Viel wichtiger war, dass ich gesehen habe, woran wir noch arbeiten müssen“, zeigte sich Bracher mit der Testspiel-Heimpremiere durchaus zufrieden. Dabei dürfte dem Bayreuther Coach unter anderem der A-Jugendliche Paul Saborowski aufgefallen sein, der dank seiner couragierten Abwehrarbeit zahlreiche Ballgewinne verbuchen konnte, die letztendlich erst den Umschwung im Spiel ermöglichten. berg

    Haspo Bayreuth: Wittmann, Kropf; Schalk, Neumaier (4/1), Beck (2), Herrmannsdörfer (1), Tscheuschner (1), Hauenstein (1), S. Berghammer (1), Schmidt (4), Hoffmanns (4), Woitaschik (1), Schreibelmayer (2), Y. Berghammer, Meyer-Siebert, Hümpfer (3), Saborowski (1).

    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 17. Juli 2015, Seite 35