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  • BL-Quali wC: Glück? Pech? – Egal, ne Runde weiter!

    24.04.2007

    HaSpos neuformierte weibliche C-Jugend hat in der Qualifikation zur Bayernliga Nord den Schritt in die zweite und entscheidende Runde geschafft.
    Dazu langte dem jüngsten Team im Feld beim Turnier in Burgkunstadt ein 4. Platz unter 5 Mannschaften – doch es hätte auch ein 2.Platz sein können oder das Team von Hans-Peter Oertel hätte auch ausscheiden können.
    Glück? Pech? Egal, man ist nun in der erhofften zweiten Runde und das bei einem Turnier, in dem es mit den Mädchen vom 1. FC Nürnberg ein alle überragendes Team gab und vier Mannschaften, bei den das Quäntchen Glück, Kondition, Abgeklärtheit, spielerische Substanz und Schiedsrichterentscheidung das Zünglein an der Waage für die letztliche Platzierung war.
    Glück hatten die HaSpo-Girls insofern, als es ihnen im Auftaktspiel gegen die Gastgeberinnen der HG Kunstadt bei deutlicher Nervosität auf beiden Seiten nicht gelang, in einer torarmen Partie nach einer 4:2-Halbzeit-Führung die aufkommenden Kunstädterinnen trotz spielerischer Überlegenheit in der zweiten Hälfte im Schach zu halten. Wäre nicht kurz vor Schluss für die HaSpo-Girls der verdiente Ausgleich gefallen, dann hätte sie das Schicksal ereilt, das zum Turnier-Ende die Gastgeberinnen hinnehmen mussten: 5. Platz und Ausscheiden aus der Qualifikation. Doch darauf muss noch mit einem Plädoyer für das Zustandekommen einer Landesliga Nord zurückgekommen werden.
    Pech hatten die Mädchen von HaSpo-Trainer Hans-Peter Oertel, dass sie im letzten Spiel mit den Unterfränkinnen von der SG Dettelbach/Bibergau auf ein Team trafen, das im entscheidenden Moment mehr Entschlossenheit und Siegeswillen zeigte und eine 6:5-Halbzeitführung der HaSpos noch in einen 11:10-Sieg umbog. Allein ein Remis hätte den HaSpo-Girls schon zum 2.Platz im Turnier gereicht. Doch war die Niederlage andererseits ein Warnschuss für die Mannschaft, die sich schon vor dem Spiel im Kopf als Sieger wähnte. Und ein Beinbruch war es ebenfalls nicht, da es bereits vor dem Anpfiff klar war, dass man die zweite Runde erreicht hatte.
    Dazwischen lagen die beiden besseren Spiele der HaSpo-Girls, von denen einige im Turnierverlauf überhaupt nicht zur ihrer gewohnten Form fanden. Zunächst war es der 15:12-Sieg gegen die sehr inhomogene Mannschaft der TS Selb, die von einer starken, aber langsamen Werferin und von immer gleichen Spielzügen am Kreis lebte. Zwar lagen die Ostoberfränkinnen zur Halbzeit noch mit 7:6 vorne, vor allem weil einige HaSpos nicht diszipliniert genug in der Abwehr agierten, doch dann setzte sich die bessere Kondition und das schnelle Spiel der Bayreutherinnen mehr und mehr durch und man dominierte zunehmend eine deutlich resignierende Selber Mannschaft.
    Damit und mit drei Punkten aus zwei Spielen auf dem Konto war ziemlich klar, dass man schwerlich das Weiterkommen-Ziel noch verfehlen würde. Bezeichnend war dann, dass man gegen die überragenden Nürnbergerinnen vom 1. FC das beste Spiel des Turnierverlaufs hinlegten und den großen Favoritinnen zumindest während 10 Spielminuten annährend Paroli bieten konnten. Am Schluss hieß es zwar 17:9 nach „nur“ 9:4 zum Seitenwechsel für die Mittelfränkinnen, doch die HaSpos konnten für sich in Anspruch nehmen, gegen die überragende Mannschaft im Turnier am knappsten verloren zu haben.
    Ganz auffällig war, dass etliche HaSpos mit ihrem Nervenkostüm zu kämpfen hatten, dass man mit Neuling Anja Abert bei ihren ersten Einsätzen im HaSpo-Tor eine Alternative und Ergänzung zu Caro Grotjahn haranwächst, dass erfolgreiches Spiel schnelle und sichere Kombinationen und das Spiel nach vorne bedeutet und dort ebenso HaSpo-Nachholbedarf besteht wie bei der Verwandlung von Strafwürfen. Vier davon wurden den HaSpos zugesprochen und keiner fand den Weg ins Tor. Daran muss gewiss genauso gearbeitet werden wie an entschlosseneren Suchen und Durchstoßen der Abwehrlücken und an Täuschbewegungen.
    Insgesamt muss man festhalten, dass das Niveau des Turniers - ausschliesslich der Clubberinnen - allenfalls ausreichend war. Und noch dieses muss erwähnt werden. Es ist nicht nachvollziehbar, dass bei 13 Teams im Wettbewerb acht in die Bayernliga Nord gehen und fünf in die Bezirksoberligen zurückfallen sollen. Es ist kaum vorstellbar, dass in den beiden anderen Nord-Turnieren das Niveau so sehr viel besser war als bei dem in Burgkunstadt. Bei HaSpo hat man deshalb den Vorstoß beim BHV unternommen und angeregt, die ausscheidenden Teams in einer bisher nicht vorgesehenen Landesliga mit fünf Mannschaften und in einer eineinhalbfache Runde spielen zu lassen. Bei ähnlichem Niveau hätten diese Teams dann wirklich die Chance, sich spielerisch, taktisch und konditionell zu verbessern. In ihren Bezirksoberligen wird ihnen das nicht in diesem Maße gelingen, kann man prophezeien. Man darf gespannt sein, wie der BHV auf diesen Vorschlag reagiert. Aber er will ja fördern und fordern. Dann soll er das auch tun.
    Zu den möglichen Gegner in der zweiten und für die Teilnahme an der Bayernliga Nord entscheidenden Runde gehören neben den Gegnern aus der 1. Runde (TS Selb und SG Dettelbach/Bibergau) noch MTV Stadeln, TV Etwashausen, TV Weidhausen, TSV Cadolzburg, die SG Mintraching/Neutraubling und der VfB Forchheim.
    Als Turniersieger der 1. Runde bereits für die Bayernliga Nord qualifiziert sind die Teams des 1. FC Nürnberg, der HG Ansbach und der HG Marktsteft/Rödelsee). In der nächsten Runde finden zwei Turniere statt: eins mit fünf Mannschaften von den die drei ersten in die Bayernliga ziehen und eins mit vier Mannschaften, wobei hier die Siegermannschaft und zweite für die Bayernliga qualifiziert sind, die aus acht Mannschaften bestehen wird.

    Für HaSpo spielte:
    Carolin Grotjahn, Anja Abert – Britta Willacker (2/1/-/1), Kim Elschner (1/3/-/2), Elena Hauenstein (-/2/1/2), Anna Bauer (1/6/4/2), Maxime Möckel (-/-/1/2), Sophie Opel, Simone Zang (2/3/2/-), Sophie Engelhardt (-/-/-/1), Gabriele Obermeyer