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    20.09.2006

    Verstärkung für Rückraum

    HaSpo verpflichtete regionalliga-erfahrenen Landshuter Kilian Zieglmaier

    Von Eberhard Spaeth

    Eine Woche nach der Verpflichtung von Jörn Ilper meldet HaSpo Bayreuth einen weiteren Neuzugang: Kilian Zieglmaier verspricht als Distanzwerfer genau jene Verstärkung für den Rückraum, die in den beiden bisherigen Saisonspielen in der Regionalliga Süd gefehlt hat.

    „Jetzt muss ich aber erst einmal fit werden”, schränkt der 24-Jährige ein. „Dann könnte ich schon so ein Spieler sein, wie er gesucht wird.” Schließlich hat er in den letzten fünf Monaten nicht trainiert, um sich ganz auf sein erstes juristisches Staatsexamen vorbereiten zu können. Umso mehr will er sich jetzt aber wieder dem Handball widmen, bevor im März sein Referendariat beginnt: „Nach dieser Pause habe ich richtig Lust, mich wieder in der Sporthalle auszutoben und mich handballerisch weiter zu entwickeln.” Wenn sich die entsprechende Arbeitsstelle in Bayreuth finden lässt, würde der 1,93 m große Rechtshänder gleich für drei Jahre zur Verfügung stehen, was HaSpo-Trainer Andreas Tam als wertvollen Planungsfaktor betrachten würde: „Kilian wird uns sicher weiterhelfen können, auch wenn er zunächst aufgrund des Trainingsrückstands und der erforderlichen Zeit zur Integration noch keine Impulse setzen kann. Aber langfristig wird er unseren Rückraum deutlich verstärken.”

    Regionalliga-Erfahrung bringt Zieglmaier immerhin schon mit. Der gebürtige Niederbayer, der bei der TG Landshut schon als Jugendlicher in der Bayernliga gespielt hat, trug in der dritten Liga ein Jahr lang das Trikot des TSV Ottobeuren, den er aber nach dem Abstieg wieder verließ. Danach stand das Studium im Mittelpunkt, aber trotzdem war er immer noch der erfolgreichste Torschütze der TG Landshut in der Landesliga Süd mit einem Schnitt von mehr als acht Treffern pro Spiel.

    Über die Verhältnisse in Bayreuth informierte sich Kilian Zieglmaier am vergangenen Wochenende bei einem ersten Probetraining und dann als Zuschauer beim Spiel gegen den HSC Bad Neustadt (28:30): „Die Mannschaft wirkt sehr homogen und kampfstark und kann zweifellos eine gute Rolle in der Liga spielen.” Auch außerhalb des Spielfeldes zeigte sich der HaSpo-Neuzugang sofort angetan: „Das Umfeld wirkt professionell. Alles wurde schnell und gut geregelt.” Die vielleicht Ausschlag gebenden Informationen über den Verein hatte Zieglmaier aber schon vor seinem ersten Bayreuth-Besuch eingeholt: „HaSpo hat einen guten Ruf dafür, dass man hier Erfolg und Spaß gleichzeitig haben kann.”

    Somit scheint auch den Niederbayern auszuzeichnen, was HaSpo-Vorsitzender Andreas Berghammer schon nach der Einigung mit Jörn Ilper als Erfolgserlebnis am Ende einer lange Zeit vergeblichen Suche nach Verstärkungen hervorgehoben hatte: „Es ist schön zu sehen, dass es doch noch ein paar Leute gibt, die nicht nur aufs Geld schauen, sondern honorieren, wie es bei uns läuft.”