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    Bundesliga bleibt in Reichweite: mA überzeugt mit zweitem Platz in zweiter Qualifikationsrunde / Verletzungspech bereitet Sorgen

    12.05.2015

    Nach der zweiten Runde der Qualifikation zur Bundesliga der männlichen A-Jugend erscheinen die Aussichten für Haspo Bayreuth wieder ein wenig besser als nach der ersten. Mit dem zweiten Platz beim Turnier in Rimpar gelang recht überzeugend der Sprung in die dritte von vier möglichen Runden.

    Sorgen bereitet den Bayreuthern allerdings ihr Verletzungspech. Erik Hammer spielte bereits mit einem Bänderriss am Sprunggelenk und bekam genau dort hin einen erneuten Schlag. Lars Baldauf schied mit einer noch nicht näher diagnostizierten Schulterverletzung aus, ebenso Fabio Nicola im letzten Spiel nach einem schmerzhaften „Pferdekuss“. Am schwersten erwischte es aber wohl Johannes Ruoff, als er sich das Knie verdrehte. Erste Befürchtungen einer Kreuzbandverletzung wurden in der Uni-Klinik ausgeschlossen, seit Montag ist der Linkshänder bei Vereinsarzt Max Keil in der Klinik Hohe Warte in Behandlung.

    Der erste Turniertag verlief für Haspo optimal. Zum Auftakt gelang gegen den Gastgeber DJK Rimpar mit 22:16 die Revanche für die 16:18-Niederlage in der bayerischen Vorqualifikation. Die Bayreuther zeigten in den zweimal 25 Minuten den stärkeren Willen und setzten sich nach ausgeglichener erster Halbzeit (10:9) von 13:11 auf 19:14 ab.

    Der zweite Gegner HSC Schmiden-Oeffingen erwies sich als sehr schnell und spielstark. Trotzdem hatten die Bayreuther die Begegnung von Anfang an unter Kontrolle und führten durchgehend. Mit 13:8 ging es in die Halbzeitpause, und der Vorsprung wuchs über 17:11 auf 19:12. Dann folgte zwar eine Krise, wie man sie schon in der ersten Runde erlebt hatte, aber nach einer Auszeit beim 20:18 legte Haspo schnell wieder vier Tore vor und gewann schließlich doch sicher mit 25:21.

    Aus den Ergebnissen des ersten Tages ließ sich klar ableiten, dass es am zweiten zwischen Haspo und HG Oftersheim-Schwetzingen zum Endspiel um den Gesamtsieg kommen würde. In diesem sehr kampfbetonten Spiel lag lange Zeit der Schwerpunkt auf den beiden Abwehrreihen – Haspo mit einer sehr offensiven 3:2:1- bis 3:3-Deckung, die körperlich und technisch starken Württemberger mit einer defensiven 6:0-Formation. Bis zur 20. Minute war die Partie völlig ausgeglichen (5:5), doch dann gingen die Oftersheimer mit einer 8:5-Führung in die Pause, die sie mit starkem Angriffsdruck bis auf sieben Tore ausbauten. Aufgrund der eigenen Probleme im Angriff hatten die Bayreuther keine Chance mehr auf eine Wende, aber mit den letzten vier Toren vom 10:19 zum 14:19-Endstand bewiesen sie ungebrochene Moral.

    Der zweite Platz war den Bayreuthern schon vor dem abschließenden Spiel sicher. So mangelte es zunächst an der Einstellung an der Abwehr gegen den punktlosen TuS Helmlingen, der das gesamte Turnier mit nur acht Feldspielern bestritt, von denen auch noch einer am ersten Tag verletzt ausgeschieden war. Bei Halbzeit führte Haspo nur 14:13, aber dann ließen die Kräfte des Gegners endgültig nach, und der 32:24-Sieg war ungefährdet. Bei Haspo kamen in dieser Partie vermehrt bzw. durchgehend die Akteure zum Einsatz, die zuvor weniger Spielanteile hatten. Dabei konnten alle zeigen, dass sie das nötige Entwicklungspotenzial haben.

    Unter den erfreulichen Aspekten für die Bayreuther ragte die wohl persönliche Bestleistung von Sven Goeritz am ersten Turniertag ebenso heraus, wie der lauffreudige und wurfsichere Paul Saborowski und der variabel einsetzbare Jakob Pritschet. Damit hat sich Haspo in der Spielfeldbreite verbessert, wovon langfristig auch der Rückraum profitieren sollte. Dort fehlte es noch an Durchschlagskraft für „leichte“ Tore.

    Ein Sonderlob verdiente zudem Torwart Niklas Pfeifer, vor allem für die überragende Leistung in der engen Begegnung gegen HSC Schmiden-Oeffingen. Auch der junge David Meurer ließ sein Potenzial immer wieder aufblitzen. Besonders wertvoll für die Mannschaft waren auch Yannik Meyer-Siebert in Abwehr und Angriff sowie Patrick Willacker vor allem in der Defensive.

    Haspo Bayreuth:
    Meurer, Pfeifer (1 Tor gegen Schwetzingen) – Goeritz (3 gegen Rimpar; 5 gegen Schmiden-Oeffigen; 1 gegen Schwetzingen; nicht eingesetzt gegen Helmlingen), Nicola (2; 5; 2/1; 0), Baldauf (0; 1; 0; 0), Pritschet (5; 1; 0; 5), Ruoff (2; 2/1; 0; –), Willacker (1; 0; 3; 1), Saborowski (3; 4; 4; 9), J. Meyer-Siebert (0; 0; 0; 7), Pankraz (– ; – ; – ; 3); Hammer (2; 2; 0; – ),Y. Meyer-Siebert (4/4; 4/1; 3/1; 4/2), Wilke (0; 1; 0; 3).

    aber
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 12. Mai 2015