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    Rückblick auf den letzten Spieltag der Herren-Bayernliga

    05.05.2015

    Bayernliga-Vizemeister Waldbüttelbrunn gewinnt zum Saisonfinale beim Tabellenvierten HC Erlangen II.

    Schluss, Aus, Ende: Die diesjährige Bayernliga-Saison gehört der Vergangenheit an. Mit dem SV 08 Auerbach hat die Liga einen würdigen und hochverdienten Meister – und mit dem ehemaligen Spitzenteam TSV Lohr einen völlig überraschenden Absteiger.

    Da aus der 3. Liga Süd nun neben dem schon länger abgestiegenen TSV Friedberg auch noch entweder der TuS Fürstenfeldbruck oder der TSV Rödelsee die Liga verlassen müssen, müssen tatsächlich vier Teams in den sauren Abstiegsapfel beißen. Dies bedeutet für den starken Aufsteiger SV Anzing die sofortige Rückkehr in die Landesliga Süd, obwohl man sich mehr als achtbar und konkurrenzfähig schlug.

    Das letzte Topspiel entschied Vizemeister DJK Waldbüttelbrunn (Stumpf 7 Tore, Grünert, Kirchner je 6) mit 31:26 (12:10) beim Tabellenvierten HC Erlangen II (Pelka 9/6, Schletterer 5) für sich. Dabei hatten die Unterfranken auch gleich den besseren Start und führten nach zehn Minuten bereits mit 6:2. Danach entwickelte sich jedoch ein echtes Kampfspiel auf Augenhöhe. Und es schien sogar eine Wende für die Hausherren möglich. Erlangen schaltete immer wieder blitzschnell von Abwehr auf Angriff um und kam so zu zahlreichen Gegenstoßchancen. Einzig Waldbüttelbrunns Torwart David Sturm verhinderte mit tollen Paraden ein Kippen der Partie und so führten die Gäste zur Pause etwas schmeichelhaft mit 12:10.

    Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung deutlich härter, es hagelte Zeitstrafen. Diese Hektik nutzte der HCE zum erstmaligen Ausgleich (15:15/38.). Waldbüttelbrunn reagierte im Stile einer Spitzenmannschaft und zog, angetrieben durch ihren enorm durchschlagskräftigen Rückraum, mit einem 3:0-Lauf wieder auf 18:15 (43.) davon. Erlangen musste nun seinem Tempo Tribut zollen und ausgerechnet dem durchsetzungsstarken Ex-Erlanger Kreisläufer Matthias Grünert gelang spätestens beim 29:24 (55.) in Unterzahl die Vorentscheidung.

    Ordentlich verabschiedete sich der Bayernliga-Dino TSV Lohr (F. Schmitt 6/3, Zeleny, Avar je 3). Nachdem die Unterfranken überraschend nach 24 Jahren wieder den Gang in die Landsliga antreten müssen, versöhnte man das eigene Publikum in der Spessarttorhalle immerhin noch mit einem 22:17-(11:7)-Heimsieg gegen enorm dezimierte Gäste vom HSC 2000 Coburg II (Rivera, Baucke je 4, Kästner 4/1).

    Im Mittelpunkt des Geschehens standen jedoch nicht die bedeutungslosen 60 Minuten, sondern die vier Verabschiedungen vor der Partie. Neben Max Wirth und Gabor Farkas (beide zur TG Heidingsfeld) werden den TSV nämlich auch zwei echte Leistungsträger verlassen. Den erst vor der Saison vom HC Erlangen nach Lohr gekommenen Spielmacher Steffan Meyer zieht es wohl entweder zum Bayernliga-Aufsteiger TV Erlangen-Bruck oder zum bayerischen Meister SV 08 Auerbach. Zudem wurde der Lohrer Toptorschütze Bohuslav Zeleny (geht zur DJK Waldbüttelbrunn) nach sieben Jahren verabschiedet. So wurde die Partie gegen recht lustlose Coburger vollkommen zur Nebensache.

    Richtig spannend wurde es hingegen noch einmal beim 31:30 (17:15) zwischen dem TSV Unterhaching (Salger 6, Bouasker 5) und der SG DJK Rimpar II (Wagenbrenner 9/4, Rösner 8). Anfangs sah es beim 8:3 (9.) noch nach einer klaren Sache für die Hausherren aus, doch Rimpar steckte nie auf und war zur Halbzeit wieder in Schlagdistanz. Bereits zwei Minuten vor Schluss stand das Endergebnis auf der Anzeigetafel, ehe eine hektische Phase begann. 15 Sekunden vor dem Abpfiff verweigerte der Ex-Bayreuther Willi Becker einen Wurf aus aussichtsreicher Position, um noch mehr Zeit von der Uhr zu nehmen. Die Schiedsrichter ahndeten das mit Zeitspiel und die Unterfranken gingen in den Gegenstoß. Der finale Konterpass auf den eigentlich enteilten Rimparer Linksaußen wurde jedoch sichere Beute des 2,04 m großen Unterhachingers Mathias Salger. So konnte Unterhaching einen versöhnlichen Abschluss feiern, während Rimpar als bester Aufsteiger den achten Platz belegt.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 5. Mai 2015