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  • Rückblick auf den 23. Spieltag der Herren-Bayernliga: Ein Dino beißt ins Gras

    15.04.2015

    TSV Lohr nach 24 Jahren Bayernliga auch rechnerisch nicht mehr zu retten.

    Der vorletzte Spieltag in der Herren-Bayernliga war an Spannung kaum zu überbieten. Lediglich die beiden bereits vor dem Spieltag schon feststehenden Absteiger TSV Friedberg II (30:40 in Coburg) und TSV Ismaning (19:30 gegen Erlangen) mussten sich erneut deutlich geschlagen geben.

    Viel brisanter war da schon die Begegnung des TSV Lohr (12.) gegen die TG Landshut (10.). Denn nach der neuerlichen 30:31 (13:16)-Heimpleite stehen die Unterfranken nun auch rechnerisch nach 24 Jahren Bayernliga als dritter Absteiger in die Landesliga fest. Landshut hingegen verschaffte sich im Kampf um den rettenden zehnten Platz wieder etwas Luft und tauschte mit Aufsteiger SV Anzing (11.) die Plätze. Die Oberbayern zogen nämlich zeitgleich gegen den TSV Haunstetten (6.) erwartungsgemäß mit 23:27 (10:12) den Kürzeren und müssen weiter um den Ligaverbleib bangen. Nachdem sich die Tabellensituation für die gefährdeten bayerischen Teams aus Fürstenfeldbruck und Rödelsee in der Dritten Liga Süd eher verschärft hat, muss man auch weiterhin in der Bayernliga mit einem vierten Abstiegsplatz rechnen.

    Dementsprechend wichtig war der knappe Landshuter Auswärtssieg in Lohr. Doch bis die zwei Punkte unter Dach und Fach waren, hatten die Niederbayer (Axthaler 10/6 Tore, Müller 6) vor allem in der turbulenten Schlussphase einige knifflige Situationen zu überstehen. Dabei hatte die TG die Mainfranken bis zur 47. Minute relativ sicher im Griff und führte noch mit 27:24. Freilich verpasste man zuvor eine deutlichere Führung und so kam Lohr (Bardina 11/2, Horn 7), angetrieben durch eine immens durchschlagskräftige rechte Angriffsseite Tor um Tor heran. Außerdem stach die taktische Maßnahme des Lohrer Trainers, mit Stefan Axthaler und Dominik Abeltshauser gleich zwei Landshuter in Manndeckung zu nehmen. 20 Sekunden vor Schluss glich Lohr tatsächlich zum 30:30 aus und die Spessarttorhalle glich einem Tollhaus. Durch einen schnell ausgeführten Anwurf kam Landshut aber umgehend zum 31:30 und unterband den letzten Lohrer Angriff auf Kosten einer Roten Karte.

    Angesichts des Landshuter Sieges war es umso wichtiger, dass der HC Sulzbach (9.) sein Heimspiel gegen die starke Zweitligareserve DJK Rimpar (7.) erfolgreich gestalten konnte. Doch auch hier musste Sulzbach erst Nerven aus Stahl beweisen, ehe der 27:25 (11:9)-Sieg feststand. Während sich im ersten Durchgang noch die Torhüter auf beiden Seiten mehrfach auszeichneten, waren es auf Sulzbacher Seite in der entscheidenden Phase vor allem die Bankspieler, die für wichtige Impulse sorgen konnten. Gerade die beiden Ex-Bayreuther Florian und Benjamin Funke sorgten für Entlastung und halfen entscheidend mit, dass der zwischenzeitliche 14:16-Rückstand (39.) dann doch wieder zu einer 26:24-Führung umgewandelt wurde.

    Fast genauso überraschend wie wichtig war der Punktgewinn des zuletzt arg schwächelnden TSV Unterhaching (8.) beim Tabellenzweiten DJK Waldbüttelbrunn. Durch das 27:27 (13:14) bauten die Oberbayern (Schibschid 9/2, Bouasker 6/5) ihren Vorsprung auf drei Punkte zum vermutlich ersten Abstiegsplatz elf aus und halten jetzt an den letzten drei Spieltage alle Trümpfe in der Hand. Bis zum 7:7 (14.) legten die Unterfranken immer wieder vor. Alleine Thomas Schibschid war es in dieser Phase, der Unterhaching mit vier Treffern im Rennen hielt. Danach waren die Gäste am Drücker, verpassten jedoch eine noch höhere Pausenführung (14:13). Nach dem Seitenwechsel kam Unterhaching fulminant aus der Kabine und erhöhte dank Spielmacher Martin Dauhrer (3) schnell auf 21:16 (41.). Danach gelangen dem TSV in 15 Minuten allerdings nur noch drei weitere Treffer, so dass die DJK beim 23:24 (55.) wieder in Schlagdistanz war. Beim Stand von 27:27 und einer Restspielzeit von 30 Sekunden hatten die Hausherren dann noch einmal Ballbesitz, vergaben ihre Siegchance jedoch kläglich. berg