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  • Haspo-Talente bei der Bayernauswahl

    06.03.2015

    Weltmeister Baur von Ruoff sehr angetan / Meyer-Siebert: Vorteil für nächstes Jahr.

    Völlig überraschend schaffte es die männliche Bayernauswahl des Jahrgangs 1999 bei der Sichtung des Deutschen Handballbundes (DHB) in Ruit nahe Stuttgart bis ins Finale. Die von Liane Lurz und Rastislav Jedinak trainierte Mannschaft um die Bayreuther HaSpo-Talente Johannes Ruoff und Julius Meyer-Siebert musste sich dann jedoch den Hessen geschlagengeben.

    In dem Turnier gegen andere Landesverbände bezwangen die 14- und 15jährigen Bayern die Auswahlteams aus Baden, Westfalen und vom Mittelrhein. Nur gegen das Saarland verloren sie in der Vorrunde. Die Spiele gingen über dreimal zehn Minuten und wurden notfalls im Penaltywerfen entschieden.

    Zudem mussten sich die Spieler Tests, etwa in der Ballsicherheit, unterziehen. Des weiteren absolvierten die Jungs verschiedene athletische Tests wie Hoch- oder Weitsprung und Turnen.

    Ruoff gehörte zu den Stammspielern in der bayerischen Auswahl. Er zeigte in den Spielen konstant gute Leistungen und kam insgesamt auf 19/4 Tore. „Es war eine tolle Erfahrung und eine schöne Zeit, aus der ich viel mitnehmen kann“, lautete sein Fazit. Obwohl der Bayreuther einer der auffälligsten Akteure der Bayern war, reichte es für ihn nicht zu einer Berufung zu einem Lehrgang des DHB. Zwar zeigten sich einige Experten wie etwa Markus Baur (2007 Weltmeister mit Deutschland) sehr angetan vom kleinen und wendigen Linkshänder. Jedoch war er dem Jugend-Nationaltrainer Christian Schwarzer (ebenfalls 2007 Weltmeister), der auf körperliche Größe viel Wert legt („Größe kann man nicht trainieren, Technik schon“) nicht nachhaltig aufgefallen. Trost für Ruoff: Er ist Ersatzmann für die Länderpokal-Endrunde des Jahrgangs 1998, die Mitte März stattfindet.

    Meyer-Siebert, der dem 2000er-Jahrgang angehört, kam in Ruit auf zwei Tore und erhielt nicht so viele Spielanteile wie sein Vereinskollege. Trotzdem zeigte er sich zufrieden mit seiner Leistung: „Insgesamt war es ganz gut. Die Trainer haben zu mir gesagt, dass ich mit mir zufrieden sein kann.“

    Die Nominierung des jungen Spielers für die Sichtung war schon eine tolle Auszeichnung gewesen. „Natürlich habe ich mir mehr Spielanteile gewünscht, aber ich denke, dass es eine sehr wichtige Erfahrung war und ein großer Vorteil für mich im nächsten Jahr sein wird, da ich dann schon weiß, wie alles abläuft“, sagte der ehrgeizige Meyer-Siebert im Rückblick auf die viertägige Sichtung.

    ds
    Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 4. März 2015