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    Rückblick auf den 18. Spieltag der Herren-Bayernliga

    10.02.2015

    Aus 3. Liga droht Gefahr: Rang elf der Bayernliga könnte Abstiegsplatz werden / Auerbach – Waldbüttelbrunn: Entscheidendes Spiel um die Meisterschaft?

    Obwohl sich der TSV Lohr (12.) mit der jüngsten 28:29-Heimniederlage gegen den SV Anzing (11.) quasi schon als dritter Absteiger aus der Herren-Bayernliga verabschiedet hat, könnte der Abstiegskampf noch einmal Fahrt aufnehmen. Mit dem TSV Friedberg (abgeschlagenes Schlusslicht) und dem TuS Fürstenfeldbruck (zwei Punkte Rückstand zum Nichtabstiegsplatz) straucheln derzeit nämlich gleich zwei bayerische Vertreter in der 3. Liga Süd bedenklich. Damit könnte sich die Zahl der Abstiegsplätze in der Bayernliga von drei auf vier erhöhen, so dass dann auch der elfte Rang nicht mehr zum Klassenerhalt reichen würde.

    Dort steht der SV Anzing (16:20 Punkte), obwohl er sich in der Rückrunde in hervorragender Form präsentiert. Seit der Pause zum Jahreswechsel holten die Münchner Vorstädter vier von fünf möglichen Siegen. Zuletzt distanzierten sie den TSV Ismaning überdeutlich mit 33:23 (15:11). Vor der Anzinger Rekordkulisse von 450 Zuschauern merkte man den Gastgebern (M. Haberthaler 8 Tore, Ball 7/3) vom Anpfiff an ihre Entschlossenheit an. Nach zehn Minuten führte der SV gegen die recht harmlosen Ismaninger (Neubauer, Nortz je 5) bereits mit 7:3. Diese Vier-Tore-Führung konservierten die Hausherren bis zum Seitenwechsel, um dann noch einmal richtig aufzudrehen. SV-Trainer Müller merkte lobend an: „Solche Spiele muss man erst einmal gewinnen, umso schöner ist ein klarer Derbysieg.“

    Durch die neue Konstellation in der 3. Liga steckt auch der nächste Gegner von Haspo Bayreuth (3.) wieder in Abstiegsgefahr. Nach der nun dreiwöchigen Pause empfangen die Bayreuther am 28. Februar um 19.30 Uhr den HC Sulzbach (9.) zum Nachbarderby. Die Oberpfälzer mussten sich nach einer kämpferisch starken Leistung beim HSC Coburg II (5.) mit 29:34 (13:17) geschlagengeben und stehen somit nur noch einen Punkt vor einem möglichen Abstiegsplatz. Die Sulzbacher (B. Kreyßig 8/3, T. Kreyßig 6) waren über 45 Minuten bis zum 25:25 absolut ebenbürtig. Danach merkte man ihnen jedoch den Kräfteverschleiß deutlich an.

    Zumindest vorerst vom nervenaufreibenden Abstiegskampf distanzieren konnte sich der mit vielen Ex-Bayreuthern gespickte TSV Unterhaching (6.). Den Oberbayern (Salger 7, Bouasker, Dauhrer je 4) glückte mit dem knappen 28:27 (13:10) gegen die TG Landshut (Gretsch 7, Axthaler 7/1) die Revanche für die empfindliche 27:35-Pleite im Hinspiel. Nach dem Seitenwechsel wehrte der TSV, angetrieben durch den treffsicheren Mathias Salger im linken Rückraum, die Aufholjagd der Niederbayern erfolgreich ab. Dabei schwächten sich die Gäste selbst, als ihr Spielmacher Dominik Abeltshauser nach einer rüden Attacke gegen Unterhachings Johannes Borschel die Rote Karte sah (41.). Von der höchsten Hachinger Führung (24:18/47.) erholten sich die Landshuter nicht mehr.

    Während Unterhaching durch den Sieg die Abstiegsängste erst einmal gebannt haben sollte, steckt Landshut nun punktgleich mit Anzing mittendrin im Abstiegskampf und dürfte sich angesichts der nächsten schweren Heimaufgabe gegen den Tabellenführer SV 08 Auerbach auch vorerst nicht befreien können.

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    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 10. Februar 2015


    Zweikampf um die Meisterschaft

    Schon seit Monaten hat sich abgezeichnet, dass dieses Spiel zum entscheidenden Duell um die Meisterschaft in der Männer-Bayernliga werden würde: Am Samstag um 17 Uhr kommt es zwischen SV 08 Auerbach und DJK Waldbüttelbrunn zum Gipfeltreffen zwischen dem Ersten und dem Zweiten der Tabelle.

    Dank der jüngsten Schützenhilfe des Nachbarn Haspo Bayreuth mit dem 23:22-Sieg in Waldbüttelbrunn gehen die Auerbacher mit zwei Punkten Vorsprung ins Rennen. Am Erfolgsdruck ändert das aber auch für die Gastgeber gar nicht so viel. Sollten sie nämlich gegen den Hauptverfolger verlieren, dann wären sie nach der Niederlage im Hinspiel (21:22) im direkten Vergleich im Nachteil, der am Ende bei Punktgleichheit den Ausschlag geben würde. Das wäre auch nach einem Unentschieden der Fall, so dass dann jeder Ausrutscher den Verlust der Tabellenführung bedeuten könnte. Mit einem Sieg würden die Oberpfälzer allerdings die Tür zur Rückkehr in die 3. Liga weit aufstoßen. Wenn sie gar mit mehr als einem Tor Unterschied gewinnen, könnten sie sich in den dann noch verbleibenden sieben Spielen sogar noch zwei Niederlagen leisten, ohne die Führung einzubüßen.

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    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 10. Februar 2015