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  • Rückblick auf den 17. Spieltag der Herren-Bayernliga

    03.02.2015

    Abstieg scheint besiegelt: Bayernliga-Dino TSV Lohr muss in sauren Apfel beißen

    Das war es wohl: Nach dem 17. Spieltag und der neuerlichen knappen 28:29-(15:10)-Heimpleite gegen den SV Anzing muss man wohl davon ausgehen, dass das ehemalige Spitzenteam TSV Lohr (Zeleny 7/2 Tore, Gremzde, Bardina je 6) bei nur noch neun ausstehenden Spieltagen und bereits acht Punkten Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz elf kaum mehr vor dem Abstieg aus der Herren-Bayernliga zu retten ist.

    Dabei sah es gegen Anzing (Ball 7/1, J. Limbrunner 7/3, M. Limbrunner 6) lange Zeit sehr gut aus. Bis zum 23:15 (46.) schien der Gastgeber aus dem Spessart voll auf Kurs. Die Rückraumreihe um den wurfstarken Zeleny, Spielmacher Gremzde und Linkshänder Bardina stach und sorgte alleine für 19 Lohrer Treffer. Zudem glänzte der ungarische Schlussmann Tamas Szabo im TSV-Tor. Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Zwei vergebene Siebenmeter, zwei Rote Karten (gegen Abwehrchef Rahtz und Bardina) und schon zeigte Lohr wieder Nerven. Dennoch führten die Hausherren vier Minuten vor dem Ende noch mit 28:26, doch Anzings Linksaußen Philip Ball nutzte die Lohrer Konfusion im letzten Angriff zu einem Gegenstoßtreffer in wirklich aller letzter Sekunde zum 28:29-Endstand und besiegelte den kaum für möglich gehaltenen Abstieg des Bayernliga-Dinos.

    Weiterhin hochkonzentriert präsentierte sich die Zweitligareserve des HC Erlangen (4.): Gegen den TSV Unterhaching (7.) gelang ein über weite Strecken souveränes 30:25 (18:13), und somit bleiben die Unistädter mit nur drei Zähler Rückstand der härteste Verfolger von Haspo Bayreuth. Gestützt auf eine kompakte 6:0-Abwehr, legten die leicht favorisierten Erlanger (Pelka 9/7, Halota 7) schnell eine 5:2-Führung vor (7.). Die durch Verletzungen und Erkältung geschwächten Unterhachinger (Salger 6, Bouasker 5/3) konnten dem Tempo des nächsten Auerbacher Gegners (Sa. 18 Uhr) nur bis zum 14:13 (26.) folgen, danach scheiterten sie auch an ihrer extrem schwachen Chancenverwertung. Über den 18:13-Pausenstand führte der HCE beim 22:14 (40.) schon vorentscheidend.

    Auch der nächste Gastgeber von Haspo Bayreuth reitet nicht nur derzeit auf einer Welle der Euphorie. Beim zuletzt so starken HSC 2000 Coburg II (5.) ließ sich das Spitzenteam der DJK Waldbüttelbrunn (2.) erneut nicht aus der Fassung bringen und gewann beinahe ungefährdet mit 32:28 (19:12). Es war bereits der siebte Sieg in Folge für die Würzburger Vorstädter, wobei sie sich bei 32:2 Punkten erst ein einziges Mal – dem TSV Unterhaching mit 30:37 – geschlagen geben mussten. Somit bleibt die DJK auch am ebenfalls siegreichen und punktgleichen SV 08 Auerbach dran und fordert Haspo zum Spitzenspiel.

    In Coburg trat der Tabellenzweite (Kirchner 7, Grünert 5) erneut als echte Einheit auf und legte bereits in den ersten 30 Minuten den Grundstein zum ungefährdeten Auswärtserfolg. Dabei profitierte Waldbüttelbrunn vor allem von der Rückkehr ihres lange Zeit erkrankten Spielgestalters Manuel Feitz, der zwar noch etwas angeschlagen wirkte, aber bereits wieder viel Struktur ins eigene Spiel brachte. So war die Partie beim 19:12 zur Halbzeit quasi schon entschieden, wobei die Coburger bis zur Schlusssirene nie aufgaben, aber auch immer wieder am starken Gästetorwart David Sturm scheiterten.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 3. Februar 2015