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  • Rückblick auf den 16. Spieltag der Herren-Bayernliga

    27.01.2015

    Lohr verschenkt Sieg: 0:10-Serie in der Schlussphase beim HC Suzbach.

    Der Abstiegskampf in der Herren-Bayernliga spitzt sich nach dem 16. Spieltag für den Ligadino TSV Lohr (12.) weiter zu. Nach der 23:28-Auswärtsniederlage beim HC Sulzbach (9.) und dem gleichzeitigen 25:23-Heimsieg des SV Anzing (11.) gegen die TG Landshut (10.) haben die Unterfranken bereits sechs Punkte Rückstand auf den wahrscheinlich ersten sicheren Nichtabstiegsplatz elf – und das, obwohl sie als Mitfavorit auf den Titel in die Saison gestartet sind.

    Dabei verlief die Niederlage des TSV Lohr (Zeleny, Bardina je 5/1 Tore) beim HC Sulzbach (Smolik 7, Forster 5) nach einem in dieser Spielzeit allzu bekannten Muster ab. Während die erste Halbzeit (13:11) relativ ausgeglichen war, starteten die Unterfranken nach dem Seitenwechsel richtig durch. Sie nutzten die technischen Fehler und die schlechte Chancenverwertung der Sulzbacher um auf 23:18 (50.) zu enteilen. Doch erneut hatte der TSV seine Nerven nicht im Griff. Eine Sulzbacher Abwehrumstellung von 6:0-Deckung auf eine 5:1-Abwehr und zwei schnelle Treffer der Hausherren verunsicherten die Gäste. „Dann kassierst du zwei Tore und die nackte Panik bricht aus“, sagte TSV-Trainer Dieter Hess. Am Ende war es dann ein unfassbarer 10:0-Lauf der Sulzbacher zum 28:23-Endstand, mit dem die Gastgeber vorerst die größten Abstiegsängste vertrieben, während Lohr langsam für die Landesliga planen muss.

    Erneut chancenlos war der nächste Gegner des Tabellenführers SV 08 Auerbach: Beim zuletzt schwächelnden TSV Unterhaching (6.) musste Schlusslicht TSV Friedberg II mit 23:36 (9:17) seine 15. Niederlage im 16. Spiel hinnehmen und wird wohl auch am kommenden Wochenende nur auf Schadensbegrenzung aus sein. Dabei begannen die Augsburger (Pupeter 5/1, Basch, Kurtenbach je 3) recht forsch und führten bei den Oberbayern (Schibschid 11/9, Borschel 9) schnell mit 2:0 (2.). Nach dem zwischenzeitlichen 3:3 (7.) brachen bei den bisweilen überfordert wirkenden Gästen jedoch alle Dämme. Über 7:3 (12.) und 14:7 (24.) war der 17:9-Pauenrückstand bereits deutlich. Sehr stark war in dieser Phase die Vorstellung von Ex-Haspo Spielermacher Julian Ruckdäschel (5), dessen Einzelaktionen von der Friedberger Abwehr nie wirklich zu stoppen waren.

    Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Unterhaching traf nach Belieben und so war beim 33:18 die höchste Führung der Partie erreicht. Einige Wechsel und etwas nachlassende Konsequenz in der Abwehr nutzten die Friedberger noch zur leichten Ergebniskosmetik.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 27. Januar 2015