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  • E-Jugend: Üben wie die Profis

    20.01.2015

    Besuch beim Training der E-Jugend von Haspo Bayreuth.

    Mit Bällen hat Timon schon immer gerne gespielt. Bei seinem ersten Handballtraining war der Neunjährige drei Jahre alt. „Das hat mir aber nicht so gefallen. Ich hatte ein bisschen Angst, weil die anderen größer waren als ich“, sagt Timon.

    Mit sechs Jahren versuchte Timon es noch einmal mit Handball. Seit drei Jahren spielt er bei der E-Jugend von Haspo Bayreuth. Timons großes Vorbild ist Jakob Hoffmanns, der in der A-Jugend von Haspo Bayreuth spielt. „Er hat ein gutes Auge und kann richtig gut werfen“, sagt Timon. Beim Handball besteht eine Mannschaft aus sieben Spielern. Einer steht im Tor, sechs auf dem Feld. Ziel ist es, den Handball in das gegnerische Tor zu werfen. Es gewinnt die Mannschaft mit den meisten Toren. Gespielt wird zweimal 30 Minuten, Jugendmannschaften spielen kürzer.

    Auch Nico spielt mit Timon in derselben Mannschaft. Die Lieblingsposition des Zehnjährigen ist auf dem Spielfeld außen links. „Ich spiele nicht gerne in der Mitte, dort bekommt man nicht so oft den Ball“, sagt Nico. Nico gefällt es auch, dass das Feld nicht so groß ist wie beim Fußball.

    Gerade findet die Handballweltmeisterschaft in Katar statt. Das Land liegt auf einer Halbinsel am persisch-arabischen Golf und grenzt an das Land Saudi-Arabien. Die deutsche Handballmannschaft hat schon gegen Polen und Russland gespielt und beide Spiele gewonnen. „Ich traue ihnen das Finale zu“, sagt Nico. Ein Sieg fehlt der Mannschaft noch, dann stehen sie im Achtelfinale. Im deutschen Team spielt auch Michael Müller. Er spielte in seiner Jugend bei Haspo Bayreuth.

    Matthias Fehn ist der Trainer von Timon und Nico. Seit 25 Jahren arbeitet er schon als Handballtrainer. „Das Training mit den Kindern macht mir am meisten Spaß. Die Kinder haben einfach Lust auf Bewegung“, sagt Fehn. Der Jugendsport habe sich in den letzten 30 Jahren stark verändert. Heute könne es passieren, dass Kinder neu zum Handball kämen und noch nicht einmal einen Ball fangen könnten. Fehn trainiert in der E-Jugend gemischte Teams. Die neun Jahre alte Amelie spielt seit vier Jahren Handball. „Im Tor stehe ich nicht besonders gerne, ich spiele lieber auf dem Feld“, sagt Amelie. Sie sei durch ihren Vater zum Handball gekommen.

    Karla hat schon eine Silber- und zwei Goldmedaillen gewonnen. „Manchmal ist Handball schon gefährlich. Besonders, wenn man von Größeren umgenietet wird“, sagt Karla. Auch sie habe sich daher beim ersten Training ein bisschen gefürchtet. Karla findet, dass Jungs beim Handball einen kleinen Vorteil haben. „Sie sind einfach ein bisschen stärker. Dafür können sie einem schnell auf die Nerven gehen.“

    Von Martina Bay
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 20. Januar 2015