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  • Rückblick auf den 13. Spieltag der Herren-Bayernliga

    16.12.2014

    TSV Lohr bleibt im Tabellenkeller

    Nächster Haspo-Gegner verliert auch in Coburg / Rimpar II besiegt Unterhaching.

    Der TSV Lohr unter den Topteams, Haspo Bayreuth im Abstiegskampf – so schätzten viele Experten vor der Saison die Kräfteverhältnisse in der Herren-Bayernliga ein. Doch wenn am 10. Januar Lohr (12.) zum ersten Rückrundenspiel bei Haspo (3.) antritt, werden die Vorzeichen genau andersherum sein. Nach der 25:30 (13:14)-Auswärtsniederlage bei der Zweitligareserve des HSC 2000 Coburg (8.) stecken die Mainfranken weiter tief im Tabellenkeller fest.

    In Coburg legte Lohr beherzt los: Mit einer sehr offensiven 3:2:1-Abwehr hielt der TSV die starke Coburger Rückraumreihe unter Kontrolle und blieb so bis zur Pause in Schlagdistanz. Nach dem Seitenwechsel brachen die Lohrer (Zeleny 8/6, Bardina 5, F. Schmitt 5) jedoch vollkommen ein: Es kam zum „gewohnten Muster“, wie es der Lohrer Co-Trainer Gerald Schmitt nannte. Technische Fehler gepaart mit Konzentrationsmängeln in der Abwehr und zahlreiche überhastete Abschlüsse nutzten die routinierten Coburger nach der zwischenzeitlichen Lohrer 15:14-Führung (34.) zum vorentscheidenden 26:20 (51.) aus. Somit müssen sich die Lohrer nun auf einen längerfristigen Aufenthalt in der Abstiegszone einstellen.

    Für den Tabellenführer SV 08 Auerbach steht nach der kurzen Weihnachtspause eine große Herausforderung an. Dann gastieren die Oberpfälzer nämlich bei der Zweitligareserve der DJK Rimpar (6.). Der Aufsteiger spielt bislang eine bemerkenswerte Premierensaison in der Bayernliga und scheint mit der Vergabe der Abstiegsplätze nichts zu tun zu haben. Ihre Klasse stellten die Unterfranken auch beim 32:27 (12:13)-Heimsieg gegen den TSV Unterhaching (5.) eindrucksvoll unter Beweis. Verstärkt durch die Zweitligaspieler Dominik Schömig und Maximilian Drude, die die verletzten Leistungsträger Lukas Siegler und Mike Wagenbrenner mehr als nur ersetzten, bot man den eigentlich favorisierten Unterhachingern (Borschel 7/2, Dauhrer, Becker je 5), die ohne Thomas Schibschid und Mathias Salger auskommen mussten, von Beginn an einen großen Kampf. Zwar führten die Münchner schnell mit 9:4, doch zeigte sich die DJK davon kaum beeindruckt und egalisierte mit einem 5:0-Lauf zum 9:9. Bis zum 23:23 (44.) blieb die Begegnung ausgeglichen, wobei man den Gästen das Fehlen ihrer Leistungsträger schon deutlich anmerkte. Nach dem 25:24 (48.) verschärfte Rimpar (Büttner 7/1, Drude 6, Schömig 5) gegen die ersatzgeschwächten Oberbayern noch einmal das Tempo und zog dank ihrer druckvollen Abwehr und daraus resultierenden Gegenstoßtreffern unaufhaltsam davon.

    Ebenfalls enorm ersatzgeschwächt ging die DJK Waldbüttelbrunn (2.) in das Verfolgerduell gegen den HC Erlangen II (4.). So mussten die Unterfranken mit Joszef Szentgyörgyi (Knieverletzung) und Manuel Feitz (Lebensmittelvergiftung) auf ihre beiden etatmäßigen Spielmacher verzichten, konnten die Bundesligareserve aus Erlangen (Halota, Wunder, Pelka je 6) beim 31:27 (13:9)-Heimsieg aber dennoch in Schach halten. Bedanken konnten sich die Würzburger Vorstädter vor allem bei Lukas Tendera. Der 21jährige lenkte das Spiel der DJK von der Spielmacherposition sehr geschickt und war mit neun Treffern zudem selbst sehr treffsicher. Beim 9:4 (16.) sowie beim Pausenstand schien die DJK deshalb auch sicher auf der Siegerstraße. Doch anstatt den Sack zu zumachen, ließ man die starken Erlanger beim 23:23 (47.) sogar ausgleichen. Erneut Tendera und der ebenso treffsichere Kirchner (6) sicherten den Hausherren jedoch den wichtigen Erfolg.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 16. Dezember 2014