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  • Rückblick auf den 12. Spieltag der Herren-Bayernliga

    09.12.2014

    Aufsteiger überrascht in Unterhaching mit 32:28

    Gewarnt vor dem abschließenden Vorrundenspieltag am kommenden Wochenende dürfte Bayernliga-Spitzenreiter SV 08 Auerbach sein. Zwar tritt der Titelfavorit „nur“ beim Aufsteiger und extrem abstiegsgefährdeten Kellerkind SV Anzing (11.) an, doch gerade dieser Außenseiter sorgte am vergangenen Samstag für eine knüppeldicke Überraschung. Im Nachbarderby beim hoch favorisierten TSV Unterhaching (5.) gewann der Neuling nämlich völlig überraschend mit 32:28 (14:14).

    Im vermutlich ersten Vater-Sohn-Duell der Bayernligageschichte (Vater Hubert Müller ist Trainer in Anzing, Sohn Marco in Unterhaching) triumphierte somit der krasse Außenseiter. Dabei sorgten die über 400 Zuschauer (100 Schlachtenbummler aus Anzing) in der voll besetzten Hachinger-Halle bereits vor Spielbeginn für absolute Derbyatmosphäre.

    Bis zum 4:3 (10.) hielten die nach wie vor stark ersatzgeschwächten Gastgeber die bis in die Haarspitzen motivierten Anzinger in Schach. Hier wurde aber schon deutlich, dass sich Unterhaching ohne seinen verletzten Rückraumschützen Mathias Salger gegen die äußerst aggressive Anzinger Deckung sehr schwer tun würde. Lediglich der Ex-Bayreuther Thomas Schibschid (12/4 Tore) war mit seinen bärenstarken Einzelaktionen immer wieder erfolgreich. Das erwähnte 4:3 sollte aber bereits die letzte Führung der merkwürdig verkrampft wirkenden Gastgeber sein. Danach übernahm der Gast aus Anzing die Initiative. Angetrieben vom jederzeit treffsicheren Linksaußen Philipp Ball (7) und Rückraumlinks Matthias Haberthaler (6) bog der Aufsteiger auf die Siegerstraße ein, von der er sich nicht mehr abbringen ließ.

    Auch der nächste Haspo-Gast (Sa., 19:30 Uhr, Schulzentrum Ost) reist mit einem Sieg im Rücken an. Die TG Landshut (9.) düpierte am zwölften Spieltag in eigener Halle die seit langer Zeit einmal wieder in Bestbesetzung angetretene Zweitligareserve des HSC 2000 Coburg mit 28:24 (10:12) und verschaffte sich so etwas Luft im Abstiegskampf. Dabei merkte man den Landshutern von Beginn an deutlich an, dass sie auf Wiedergutmachung für die nicht erwartete Niederlage in Ismaning (27:29) auswaren. Spielentscheidend war hierbei die sattelfeste Deckung der Gastgeber, die zum Beispiel den Coburger Rekordschützen Hajck Karapetjan (nur 2 Feldtore) fast komplett ausschaltete. Zu Beginn sah es aber nicht nach einem Erfolg für die Hausherren aus. Coburg hielt ordentlich dagegen und bewies bis zum 8:5 (20.) viel Geduld im eigenen Angriff. Vor allem der nach seiner langen Sperre erstmals wieder spielberechtigte Rückraumlinks Konstantin Singwald (5 Tore) sorgte dabei immer wieder für Entlastung. So hielten die Vestestädter bis zur Pause eine knappe Führung (12:10). Ein Landshuter 6:0-Lauf im zweiten Durchgang sorgte jedoch für die Wende zum 19:16 (44.). Coburg war nun sichtlich beeindruckt, und die Niederbayern (Gretsch und Böhner je 6) nutzten das zur endgültigen Entscheidung.

    Einen im Abstiegskampf äußerst wichtigen 31:28 (14:14)-Zittersieg feierte der sportlich arg kriselnde TSV Lohr (Zeleny 11/4, Bardina 5) in seinem Heimspiel gegen den TSV Ismaning (Nortz 9/1, Mundl 5).

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 9. Dezember 2014