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    Rückblick auf den 9. Spieltag der Herren-Bayernliga

    18.11.2014

    Ab Platz sechs beginnt der Abstiegskampf.

    Waldbüttelbrunn gewinnt Derby gegen Rimpar II / Friedberg II holt erste Punkte.

    In der Tabelle der Herren-Bayernliga sind nach über einem Drittel der Saison einige Tendenzen zu erkennen: Klar dürfte sein, dass sowohl die DJK Waldbüttelbrunn als auch der ebenfalls noch verlustpunktfreie SV 08 Auerbach die Meisterschaft wohl unter sich ausmachen. Dahinter kommt es derzeit zu einem sehr kleinen gesicherten Mittelfeld. Haspo Bayreuth (14:4 Punkte), HC Erlangen II (13:5) und der TSV Unterhaching (11:7) haben bereits einen recht komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Danach beginnt der beinahe schon traditionell spannende Überlebenskampf in der Bayernliga. Der Tabellensechste, die SG DJK Rimpar II, hat nur zwei magere Zähler Vorsprung auf den vermutlich ersten Abstiegsplatz elf, den derzeit der SV Anzing belegt.

    Die Anzinger mussten am vergangenen Wochenende bei der deutlichen 23:32 (10:13)-Auswärtsniederlage beim Tabellennachbarn HC Sulzbach (10.) einen gehörigen Rückschlag hinnehmen. Dabei hatten sich die Anzinger Löwen gegen die zuletzt schwächelnden Sulzbacher einiges ausgerechnet, doch in der mit 500 Zuschauern besetzten Krötenseehalle zeigten die Anzinger vor allem im zweiten Durchgang eine schwache Vorstellung. Zwar erwischte der Aufsteiger dank seines Rückraumschützen Jonathan Limbrunner (10/3) den besseren Start (0:2), doch ab dem 7:6 (15.) übernahmen die Hausherren das Kommando. Als sich die Sulzbacher in der zweiten Hälfte auf die unangenehme 3:2:1-Abwehr der Gäste eingestellt hatten und vor allem über die rechte Angriffsseite (T. Kreyßig 8, Forster 6) zum Erfolg kamen, war die Partie schnell entschieden. Über den Zwischenstand von 24:18 (46.) verkam die Schlussphase dann schon fast zum Sulzbacher Schaulaufen.

    Eine enge Sache war dagegen das Nachbarschaftsderby zwischen dem verlustpunktfreien Tabellenzweiten DJK Waldbüttelbrunn und dem gut gestarteten Aufsteiger SG DJK Rimpar II (6.). Der Außenseiter aus Rimpar war der favorisierten DJK zeitweise sogar ebenbürtig, musste sich aber knapp mit 21:24 (10:12) geschlagen geben.

    Ausschlaggebend für den Favoritensieg war der in der zweiten Halbzeit der kaum mehr zu überwindende Waldbüttelbrunner Torwart Matyas Varga und der wie aufgedreht wirbelnde ungarische Spielmacher Joszef Szentgyörgyi. Dennoch zeigte die Begegnung, dass auch die bislang so dominanten Waldbüttelbrunner durchaus ihre Probleme in der Bayernliga bekommen können.

    Die ersten Punkte in der Bayernliga fuhr der dritte Aufsteiger ein. Im Kellerduell beim TSV Ismaning (14.) gewann das bislang punktlose Schlusslicht TSV Friedberg II etwas überraschend mit 29:26 (15:13). Dabei waren die Augsburger von Beginn an die bessere, weil zielstrebigere Mannschaft. Dank ihrer an diesem Tag sattelfesten 6:0-Abwehr lagen die Schwaben nur einmal beim Stand von 7:9 (17.) in Rückstand. Über den Pausenstand von 15:13 zog Friedberg zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 21:16 (38.) davon. Einige überhastete Aktionen im Angriff und aufkommende Nervosität ließen die Hausherren beim 24:22 (47.) jedoch noch einmal an der Wende schnuppern. Angetrieben von den starken Rückraumschützen Björn Heekeren (8) und Jan Pupeter (8/2) war kurz darauf beim 29:25 (58.) aber dann doch die Entscheidung für die Gäste gefallen. „Es war wichtig, der Konkurrenz zu zeigen, dass wir noch leben. Das ist uns heute eindrucksvoll gelungen“, zeigte sich Friedbergs Trainer Marcus Wuttke nach der Partie begeistert von der Leistung seiner Mannschaft.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 18. November 2014