• Damen
  • Herren
  • Jugend
  • Shop
  • Nur zwei bayerische Gegner

    02.07.2014

    A-Jugend von Haspo in die Bundesliga „Ost“ eingeteilt / Duelle mit Gummersbach, Großwallstadt und Erlangen.

    Klangvolle Namen, ein aktueller deutscher Meister, jede Menge Jugend-Nationalspieler – die A-Jugend von Haspo Bayreuth ist für die kommende Saison in die Oststaffel der Jugendbundesliga (JBLH) eingeordnet worden. Dort warten reizvolle, aber auch sehr schwere Aufgaben. Insgesamt stehen knapp 3000 Reisekilometer bevor.

    Die vier Staffeln mit insgesamt 48 Teams sind im Vergleich zum Vorjahr ordentlich durcheinandergewirbelt worden. So erstaunt es, dass der VfL Gummersbach zur Ost-Staffel gehört. Die Anreise zum Duell mit dem Traditionsverein aus dem Rheinland ist mit etwa 440 Kilometern und fünf Stunden Busfahrt die weiteste für die Bayreuther. Nur zwei Auswärtsfahrten sind kürzer als 200 Kilometer (Erlangen und Aue), viermal müssen mehr als 300 gefahren „Der DHB sollte sich überlegen, die JBLH in 1, 2, 3 und 4 umzubenennen. Mit Ost oder West hat das nichts zu tun“, sagt Haspo-Trainer und -Vorsitzender Andreas Berghammer.

    Zu den Haspo-Konkurrenten gehören neben Gummersbach zwei weitere Nachwuchsteams von Erstligisten: die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Nachwuchs der HSG Wetzlar) und HC Erlangen. Die Erlanger kennt der Haspo-Nachwuchs aus vielen Bayernligaduellen. Das gilt auch für das HBLZ Großwallstadt (2. Liga), das als drittes Team aus Bayern im Osten antreten wird.

    Ein richtig schwerer Gegner wird auch die Jugend des Zweitligisten SC DHfK Leipzig, die Sachsen sind aktueller deutscher B-Jugend-Meister. Auch die künftigen Ligenkollegen aus Gummersbach und Großwallstadt standen in dieser Altersklasse im Halbfinale. Würden eigentlich nur noch die Füchse Berlin fehlen, die gehen aber in der kommenden Saison in der Nord-Staffel an den Start. Die JBHL-Ost komplettieren die Nachwuchsmannschaften der Zweitligisten EHV Aue, TV Hüttenberg, GSV Eintracht Baunatal und ThSV Eisenach. Hinzu kommen die A-Jugend des Drittligisten HSG VfR Eintracht Wiesbaden und die als Nachwuchsschmiede bekannte HSG Hanau, deren erste Herren-Mannschaft als einzige neben Haspo Bayreuth „nur“ in der Oberliga spielt.

    „Wir haben eine sehr schwere Gruppe erwischt“, sagt Berghammer. „Aber das bringt uns nicht aus der Ruhe. Man darf nur die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, denn unsere Gegner haben wohl alle ein deutlich höheres Niveau als diejenigen beim Qualifikationsturnier hier bei uns in Bayreuth.“ Aber sein Team solle das Abenteuer Bundesliga einfach genießen. Das neue Spielniveau werde den Haspo-Nachwuchs definitiv weiterbringen. Die Devise lautet: Unbeschwert aufspielen und die eine oder andere Überraschung schaffen. „Eigentlich gibt es doch nichts Besseres, als in jedem Spiel der Außenseiter zu sein“, erklärt Berghammer. „Und wir werden sicherlich gut vorbereitet Mitte September in die Saison starten.“

    ds
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 1. Juli 2014