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    Trick-Training am Ball – Mehr als 70 Kinder beim Ostercamp

    26.04.2014

    Ferien! Entspannen, lesen, Computer spielen, ausschlafen, Freunde treffen, in den Urlaub fahren oder einfach ein bisschen herumhängen und faulenzen. So sehen doch für die meisten von euch ideale Ferien aus. Oder?

    Aber es gibt Jungen und Mädchen, die das anders sehen. Ganz anders. Und diese stellen sich dann an einigen ihrer Ferientage in eine Sporthalle und trainieren und spielen den ganzen Tag Handball. Freiwillig und voller Begeisterung. Selbst von einem Gipsarm lässt sich ein Mädchen nicht stoppen. „Am Ostercamp wollte sie trotzdem auf jeden Fall dabei sein“, lacht der Vater.

    Die Halle Schulzentrum-Ost wirkt voll, es wuselt in jeder Ecke. Bälle prallen laut auf dem Boden auf, andere klatschen mit einem lauten Knall an Pfosten oder Latte der Tore. Trainer und Trainerinnen geben Anweisungen, kleine Gruppen versuchen sich an den unterschiedlichsten Übungen. Eine Horde aufgedrehter Jungs versucht, lachend und schreiend die Motorikleiter in schnellen, kleinen Schrittchen zu bewältigen. Andere eifern einfach den größeren Handballern nach und üben deren Tricks mit dem Ball.

    Mehr als 70 Kinder nehmen an dem Oster-Camp, wie der Handball-Verein HaSpo Bayreuth diese Ferien-Trainingstage getauft hat, teil. Sie sind zwischen sechs und 14 Jahre alt und passen eigentlich so gar nicht zusammen. „Nachdem es von Jahr zu Jahr mehr wurden, haben wir inzwischen auch Gruppen eingeteilt“, erklärt Lena, die Jugendleiterin des Vereins.

    Zwei Tage trainieren also nur die kleineren Handballspielerinnen und Handballspieler, zwei Tage die Größeren. Und am fünften Tag gibt es für beide Gruppen jeweils ein Turnier mit Spielen.

    Das Ostercamp gibt es bei HaSpo schon ewig. Jugendleiterin Lena hat als Mädchen selbst daran teilgenommen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins, das auch den Zusammenhalt der Nachwuchsspieler stärken soll. Und nebenbei manchen arbeitenden Eltern die Betreuung ihrer Kinder während der Ferien vereinfacht. Daher übernehmen Spielerinnen und Spieler der Damen- und Herrenmannschaften einzelne Trainingseinheiten. Die Geschäftsstellenleiterin kocht das warme Mittagessen für alle Kinder und Betreuer. Eltern sorgen für genügend Nachschub an Salaten, Kuchen und Süßigkeiten.

    Natürlich wird auch ernsthaft trainiert. Wobei dabei eher die Übungsleiter an ihre Grenzen stoßen als die Kinder. „Für einige, die sonst nur Erwachsene oder Jugendliche trainieren, ist es wirklich schwer einzuschätzen, was die Kleineren schon können.“ Und auch schwer, die Nerven zu behalten, wenn man sechs Stunden lang über 30 Flöhe hüten muss. Missen möchte das Ostercamp dennoch niemand bei HaSpo Bayreuth. mic

    Nordbayerischer Kurier vom Samstag, 26. April 2014