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    Nachrichten aus der Herren-Bayernliga

    17.12.2013

    Zahlreiche Überraschungen zum Vorrundenfinale der Herren-Bayernliga – Haspo-Filiale leistet Bärendienst.

    Sehr viel schlechter hätte es für den Bayernligisten Haspo Bayreuth am letzten Spieltag vor der Winterpause nicht laufen können. Als wäre es für die Wagnerstädter nicht schon schlimm genug gewesen, in letzter Sekunde zu verlieren (34:35), gelangen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gleich zwei große Überraschungen.

    Das sorgt für eine weitere Verschärfung der brenzligen und engen Situation im Tabellenkeller. Während sich der TuS Fürstenfeldbruck dank eines 29:26-Auswärtssieges beim TSV Lohr die Herbstmeisterschaft sichern konnte, schafften nämlich der TSV Rothenburg (9.) und der HSC 2000 Coburg II zwei nicht unbedingt eingeplante Heimsiege.

    Vor allem der Rothenburger 34:30-Erfolg über den Tabellenzweiten TSV Unterhaching dürfte die Sensation des letzten Vorrundenspieltags darstellen. Obwohl die Vorzeichen aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Spielmacher Hannes Kölle nicht unbedingt gut standen, lieferten die Tauberstädter gegen die Filiale von Haspo Bayreuth ihre beste Saisonleistung ab. Die Anfangsminuten gehörten jedoch noch dem Münchner Favoriten. Über 4:1 (4.) führten die Oberbayern bis zum 12:10 (17.) recht konstant. Fünf Rothenburger Tore in Folge sorgten jedoch für eine Trendwende im Spiel. Das 21:17 (37.) für die Gastgeber war also nur folgerichtig. Besonders Rückraumlinks Dennis Orf und Kreisläufer Max Hofmann waren kaum mehr zu stoppen. Zwar konnten die Hachinger beim beim 28:28 (54.) noch einmal ausgleichen, doch ein erneuter 3:0-Lauf der Hausherren sorgte beim 31:28 (57.) für die Vorentscheidung. Gerade in der zweiten Halbzeit hatte man Kreisläufer und Toptorjäger Johannes Borschel (acht Tore erste Halbzeit) fast ausschalten können. Zudem hatte Rückraumhüne Mathias Salger nicht die gewohnte Durchschlagskraft. Auffallend auch, dass sich beim TSV Unterhaching nur fünf Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten.

    Die zweite dicke Überraschung gelang dem HSC 2000 Coburg II (13.) in seinem Heimspiel gegen den TSV Ismaning (8.). Dabei war weniger der Sieg gegen den Tabellenachten die Sensation, als der unglaubliche Spielverlauf. Nach dem 1:1 spielten sich die Vestestädter nämlich in einen wahren Rausch. Der gipfelte in einer unfassbaren 10:1-Führung. Bis zum 15:3 setzten die Coburger ihr beinahe perfektes Tempo- und Kombinationsspiel fort. Gerade Linkshänder Lukas Lutz und Kreisläufer Martin Schmidt waren kurz vor Weihnachten in Galaform. Spätestens beim 26:14 (40.) war eine Vorentscheidung zugunsten der Drittliga-Reserve gefallen. Das änderte auch der nun deutliche Leistungsabfall der Oberfranken und der daraus resultierende 3:9-Lauf nicht mehr.

    Geht man von drei Absteigern am Ende der Saison aus, verspricht die Rückrunde unglaubliche Spannung. Denn den Tabellenachten TSV Ismaning (10:16 Punkte) und den Tabellen-Dreizehnten HSC 2000 Coburg II (8:18 Punkte) trennen bloß zwei Punkte.

    Für HaSpo Bayreuth kommt es somit bereits am ersten Spieltag der Rückrunde im Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV Winkelhaid am Samstag, dem 11. Januar, um 17:30 Uhr zu einem ersten Endspiel im Abstiegskampf der Bayernliga.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 17. Dezember 2013