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    Nachrichten aus der Herren-Bayernliga

    03.12.2013

    Zehn-Tore-Führung reicht gegen den TSV Rothenburg nicht zum Sieg / Kellerduell geht an Coburg II.

    Die Herren des TSV Lohr kommen in dieser Bayernliga-Saison einfach nicht in Tritt. Bei der 26:27-Heimniederlage gegen den abstiegsgefährdeten TSV Rothenburg erlaubten sie sich nach hoher Führung eine unerklärliche Schwächephase.

    Zunächst lief alles für die Lohrer alles nach Plan: Nach 32 Minuten führten die Hausherren mit 19:9 und die Rothenburger schienen am Boden. Doch was danach passierte, war für alle Lohrer Beteiligten unerklärlich. Bereits in der 41. Minute waren die Mittelfranken beim 20:16 wieder in Schlagdistanz, um dann einen 18:23-Rückstand in der 55. Minute tatsächlich in eine knappe Führung (25:24) zu verwandeln, die sie nicht mehr abgaben. Lohrs Spielertrainer Otto Fetser war dementsprechend angefressen: „Wir haben einfach das Handballspielen aufgehört. Rothenburg wurde aggressiver, und wir haben nichts mehr gemacht.“ Auch die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Leistungsträger Yannick Bardina und Janis Gremzde dürften bei einer derart hohen Führung nicht als Entschuldigung angeführt werden. Da der TSV Lohr mit dem TSV Unterhaching und dem TuS Fürstenfeldbruck vor Weihnachten noch ein hammerhartes Programm zu bestreiten hat, sollten sich die Unterfranken (9:13 Punkte, 9. Platz) langsam aber sicher mit dem Abstiegskampf beschäftigen.

    In eben diesem Abstiegskampf fuhr der Tabellenletzte HSC 2000 Coburg II einen enorm wichtigen Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten TSV Winkelhaid ein. Im Kellerduell der Bayernliga besiegten sie die Mittelfranken am Ende sogar deutlich mit 32:25. Dabei lieferten die Winkelhaider bis Mitte der zweiten Hälfte eine ordentliche bis gute Vorstellung ab: Nach der 9:8-Führung (17.) lagen die Gäste auch beim 22:19 (46.) noch komfortabel in Führung. Danach bekam der TSV jedoch Nervenflattern und geriet ins Wanken. Auch die bis dahin kompakte Deckung leistete sich eine Schwächephase. In der 50. Minute kam es dann zu gleich zwei Schlüsselszenen. Erst geriet der TSV in zweifache Unterzahl und dann verwarf Peter Zahn beim 22:24 einen Siebenmeter. Coburg kam zurück in das Spiel und erhöhte die Führung mit vielen Gegenstoßtreffern über 26:22 (55.) bis zum 32:25-Endstand.

    Mehr Mühe als erwartet, hatte Tabellenführer TuS Fürstenfeldbruck in seinem Gastspiel beim HC Sulzbach. Dabei sah es beim 22:30-Zwischenstand (52.) schon nach einem standesgemäßen Sieg für den Favoriten aus. Doch angetrieben vom starken Sulzbacher Spielmacher und Ex-Bayreuther Toni Kreyßig waren die Oberpfälzer durch sechs Tore in Folge beim 28:30 wieder in Schlagdistanz. Die Halle stand nun Kopf, doch ein TuS-Routinier behielt in dieser Atmosphäre einen kühlen Kopf. Torwart Robert Vuskovic hielt in der Schlussphase gleich zwei Gegenstöße der Sulzbacher und verhinderte so eine Sensation für die Gastgeber. Am Ende stand für den nächsten Auswärtsgegner von Haspo Bayreuth (Samstag, 19.30 Uhr) ein knapper 32:29-Auswärtssieg, wodurch auch nach dem elften Spieltag die Tabellenspitze der Bayernliga verteidigt werden konnte.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 3. Dezember 2013