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    Leserbrief zum Artikel - Student: Sporthallen nicht ausgelastet

    25.09.2013

    Fast nur Schuhschachteln.

    Für alle Menschen in Bayreuth, die entweder wenig mit Sport zu tun haben, oder vielleicht keine Ahnung über erforderliche Rahmenbedingungen haben, führt ein solcher Artikel zu einer Fehleinschätzung.

    Ich gehe fest davon aus, dass lediglich kurze Passagen aus der Arbeit von Toni Kreyßig herangezogen wurden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass bei dieser Arbeit als Ergebnis zu verbuchen ist, dass für die Mannschaftshallensportarten genug Hallenkapazitäten vorhanden sind. Wir haben in Bayreuth sicherlich viele Hallen, aber das sind, gelinde gesagt, Schuhschachteln und weder für Volleyball noch für Basketball und schon gar nicht für Handball geeignet. So gibt es etwa nur eine zugelassene Halle für Handball – nämlich das Schulzentrum-Ost. Die Oberfrankenhalle hat nämlich keine entsprechenden Linien (mehr) und das Sportzentum ist deutlich zu schmal, und die bestandene Sondergenehmigung des Verbandes ist inzwischen erloschen.

    Übrigens haben die Basketballer auch das Problem, dass der Bundesverband ebenfalls für das Sportzentrum nur eine Sondergenehmigung erteilt hatte, weil die Halle nämlich auch zu niedrig ist! Es gibt noch mehr Sportarten (etwa Hockey – von Fußball im Winter ganz zu schweigen), die große Spielflächen benötigen.

    Soweit ich mich erinnern kann, war die Untersuchung im letztjährigen Herbst. Niemals standen zu diesem Zeitpunkt die großen Hallen zu 40 Prozent leer. Es sei denn, man rechnet die Zeit zwischen 22 Uhr bis 7 Uhr am nächsten Tag hinzu.

    Und ich betone, dass ich mir sicher bin, dass Toni Kreyßig hier falsch interpretiert wurde. Aber: Es regt die Diskussion an und das ist gut so.

    Jetzt gilt es nur noch, alle Fakten wirklich auf den Tisch zu legen, und gerne würde ich einen persönlichen Blick in die Arbeit werfen. Dabei rufe ich dem Stadtrat zu: Nehmt bei solchen Besprechungen und Überlegungen bitte Menschen hinzu, die wirklich an der Basis im Verein arbeiten und daher wirklich wissen, was dringend erforderlich ist.

    Nicht alles ist aus Papier und Vorschriften richtig abzulesen. Wir haben in Bayreuth bezüglich der Sporthallen genug Bausünden aus der Vergangenheit. Das ist für die Zukunft vermeidbar.

    Andreas Berghammer, Bayreuth
    Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 25. September 2013