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    Schlüsselspiel für Bayernliga-Herren am Samstag

    13.09.2013

    Wie die Damen beim TSV Winkelhaid gegen Aufsteiger.

    Nach fast viermonatiger Vorbereitungsphase wird es für Männer-Bayernligist HaSpo Bayreuth am Samstag ernst. Gleich im ersten Spiel steht dabei das Team um Neu-Trainer Mathias Bracher schon unter Siegzwang, denn um 17 Uhr gastieren die Oberfranken beim Aufsteiger und Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, TSV Winkelhaid. Will HaSpo nicht wieder von Beginn an in der Abstiegszone stehen, ist ein Auswärtssieg Pflicht.

    Winkelhaid schaffte den Wiederaufstieg in die Bayernliga als Tabellenzweiter der Landesliga Nord erst über den Umweg Relegationsrunde: In zwei hochdramatischen Partien schalteten die Mittelfranken den Tabellenzweiten der Landesliga Süd, TSV Trudering, aus. Nachdem sie das Hinspiel noch mit 25:29 in Trudering verloren hatten, erzwang man vor heimischer Kulisse durch ein 28:24 nach 60 Minuten eine Verlängerung. Dort setzten sich der TSV am Ende sogar recht deutlich mit 35:28 durch.

    Eine der wichtigsten Stützen der letzten Saison war im Team um Trainer Csaba Szücs der Linkshänder Ingo Kundmüller. Ausgerechnet der sehr torgefährliche Rückraumspieler steht den Nürnberger Vorstädtern in der neuen Saison aber nicht mehr zur Verfügung. Er wechselte nach Herzogenaurach. Dafür kehrte ein anderer Rückraumschütze zurück: Mit dem Halblinken Sebastian Piller will der TSV versuchen, die entstandene Lücke, die Kundmüller hinterlässt, zu schließen. Immerhin konnte Piller in seiner bisher letzten Saison für Winkelhaid (2010/2011) 142 Tore vorweisen, was für ihn den sechsten Platz der Bayernliga-Torschützenliste bedeutete.

    Bei HaSpo Bayreuth herrscht Vorfreude auf die neue Saison. Schließlich wollen die Wagnerstädter beweisen, dass sie zu recht in der höchsten bayerischen Liga spielen, und die verkorkste letzte Saison vergessen machen. Die Bayreuther können dabei – wie berichtet – auf altbewährte Qualität vertrauen. Julian Ruckdäschel soll dem HaSpo-Spiel als Backup für den jungen Tim Herrmannsdörfer auf der Spielmacherposition die nötige Geduld und Zielstrebigkeit verpassen. Umso wichtiger war die Verpflichtung, da mit Moritz Kauffmann (fehlt die gesamte Vorrunde aufgrund eines Praktikums in Kassel) und Moritz Beck (fehlt in den ersten beiden Spielen) potentielle Alternativen zu Herrmannsdörfer fehlen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Ruckdäschel nach zwei Wochen Training mit der Mannschaft bereits voll integriert ist und wann er seine Trainingsrückstand aufgeholt hat. Zum Neuzugang aus Simbach sagt Mathias Bracher: „Wir sollten noch keine Wunderdinge von Julian erwarten. Er wird noch ein paar Wochen brauchen, bis er seine volle Leistungsstärke zeigen kann.“

    Sicherlich müssen die Bracher-Schützlinge von Beginn der Saison an hellwach sein. Denn ein Auftaktsieg in Winkelhaid wäre Balsam auf die HaSpo-Seele und würde sicher zusätzliches Selbstvertrauen freisetzen. Auf jeden Fall wird man gleich sehen können, in welche Richtung es in der neuen Saison für HaSpo Bayreuth gehen wird.

    Deshalb sagt auch Mathias Bracher über seine persönliche Premiere als HaSpo-Trainer: „Ich erwarte auf jeden Fall ein ganz schweres Spiel in Winkelhaid. Wir wissen noch nicht, wo wir stehen und treffen auf einen Aufsteiger, der sicher mit einer gewissen Euphorie in die Saison starten wird. Zudem werden wir gegen die massive und defensiv ausgerichtete Winkelhaider 6:0-Deckung in deren enger Halle viel Geduld brauchen, um erfolgreich zu sein.“ berg

    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 13. September 2013

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    Optimaler Start

    Haspo gewinnt in Winkelhaid überraschend sicher 25:19

    Der Start in die neue Saison der Männer-Bayernliga ist Haspo Bayreuth optimal gelungen. Beim Aufsteiger TSV Winkelhaid gewann der sportliche Absteiger der Vorsaison überraschend sicher mit 25:19 (14:7) und warb damit für die Heimpremiere am kommenden Samstag gegen den TSV Ottobeuren.

    Über 50 mitgereiste Schlachtenbummler sahen eine von Beginn an hochkonzentrierte und hochmotivierte Bayreuther Mannschaft, die schnell mit 4:1 (5.) führte. Besonders die Abwehr mit dem gut aufgelegten Torwart Alexander Wittmann stellte den Gegner in den ersten 30 Minuten vor viele unlösbare Aufgaben. So kam der TSV Winkelhaid in der ersten Halbzeit lediglich auf drei (!) Tore aus dem Positionsangriff. Dazu kamen nur noch zwei Gegenstöße und zwei Siebenmeter. Besonders gut eingestellt zeigte sich Haspo auf den Rückraumschützen Sebastian Piller, der viele Fehlwürfe verzeichnete und nur zweimal ins Schwarze traf. Zwar nutzte der robuste Spielmacher Andreas Kneer (5) ab und an die dadurch entstandenen Freiräume, aber ein verlässliches Mittel war das nicht.

    Über die Zwischenstände 9:4 (19.) und 12:5 (23.) schien bei Halbzeit bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein. Großer Trumpf im HaSpo-Spiel war die Geduld, wirklich auf die hundertprozentige Chance zu warten. Hierbei zeigte vor allem Spielmacher Tim Herrmannsdörfer, dass er aus der letzten Saison viel gelernt hat. Er führte geschickt Regie und verschaffte seinen Nebenleuten immer wieder gute Torchancen. Außerdem wirkte der HaSpo-Angriff sehr variabel und hatte immer eine passende Antwort.

    Das ansprechende spielerische Niveau der ersten Halbzeit konnten die Gäste dann nicht mehr halten. Vielleicht lag es an der Verunsicherung aus der vergangenen Saison, dass sich trotz einer immer noch soliden 16:12-Führung (40.) zunehmende Unsicherheit einschlich. Der TSV Winkelhaid verstärkte das mit der Umstellung von der defensiven 6:0-Abwehr auf eine deutlich offensivere 5:1-Formation, die den Bayreuthern wesentlich mehr Schwierigkeiten bereitete. Zudem trieb Linkshänder Marek Bajdos das Angriffsspiel der Gastgeber an.

    In dieser schwierigen Phase war es besonders dem durchschlagskräftigen Marius Hümpfer zu verdanken, dass das Spiel nicht doch noch kippte. Er sorgte durch Einzelaktionen, unter anderem zweimal bei angezeigtem Zeitspiel, für ganz wichtige Treffer. Zwar fanden die Gäste nicht mehr zur spielerischen Linie der ersten Hälfte zurück, aber spätestens beim 22:15 (49.) hatten sie den Gegner wieder im Griff.

    Zu den erfreulichen Aspekten für Haspo gehörte der erste Auftritt von Julian Ruckdäschel, obwohl der Rückkehrer noch Trainingsrückstand hat. Allgemein scheint Haspo in dieser Saison breiter aufgestellt zu sein. Alle Leistungsträger können Verschnaufpausen bekommen, ohne dass es zu einem großen Leistungsabfall kommt. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Mathias Bracher: „Wichtig war, dass wir gut ins Spiel gekommen sind und im Angriff clever gespielt haben. Gerade die erste Halbzeit war richtig gut.“

    Haspo Bayreuth: Wittmann, H. Lehnard – Abel, Ruckdäschel (2), Hümpfer (8), Tscheuschner (3), S. Berghammer (3), Fricke, B. Funke, Schmidt (1), F. Funke (3), Hansen, Y. Berghammer.

    berg

    Nordbayerischer Kurier vom Montag, 16. September 2013