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    Herren1 beginnen mit der Saisonvorbereitung

    13.06.2013

    Start zum nächsten Abstiegskampf

    Haspo eröffnet Saisonvorbereitung mit neuem Trainer Mathias Bracher
    Noch nicht alle Personalfragen geklärt

    Mehr als drei Monate vor dem Beginn der neuen Saison in der Männer-Bayernliga hat Haspo Bayreuth mit den Vorbereitungen begonnen. Der neue Trainer Mathias Bracher trat sein Amt dabei unter recht ungewöhnlichen Umständen an.

    Schließlich war der ehemalige Nürnberger Bundesligaspieler, der zuletzt die hochklassige Nachwuchsabteilung des Zweitligisten HC Erlangen geleitet hat, bei seiner Entscheidung für Bayreuth noch von anderen Voraussetzungen ausgegangen. Damals schien der Abstieg der Bayreuther in die Landesliga schon so gut wie besiegelt, ehe er bekanntlich kurz vor Ende der Saison durch den freiwilligen Rückzug des TB Roding doch noch abgewendet worden ist. Somit bereitet sich Bracher nun auf den nächsten Abstiegskampf vor: „Man muss festhalten, dass diese Mannschaft abgestiegen wäre. Und der Kader wird wohl kaum stärker. Das klingt nicht danach, als könnte man sich andere Ziele setzen, als vom ersten Tag an um den Klassenerhalt zu kämpfen.“ Dabei zeigt er sich von den ersten Eindrücken seines neuen Team aber durchaus angetan: „Die Mannschaft ist sehr nett und sehr willig mit einer kämpferischen Grundeinstellung. Damit kann man viel machen.“

    An der Qualität der Besetzung werde die höhere Liga allein jedoch nichts ändern: „Es kommt kein höherklassiger Spieler nach Bayreuth, nur weil hier alle so nett sind“, sagt der 51jährige. „Diese Zeiten sind vorbei.“ Bei Verstärkungen könne man nur hoffen, dass es jemanden „wegen des Studiums nach Bayreuth verschlägt“. Ansonsten müsse man auf „junge Leute mit Ehrgeiz“ bauen, die sich höherklassig bewähren wollen: „Es gibt da ein paar Interessenten, aber die muss man sich erst mal anschauen.“

    Das Haspo-Prinzip, keinen Spieler mit Geld anzulocken, war dem neuen Trainer natürlich schon bei seiner Amtsübernahme bewusst. Deswegen will er den Hinweis keineswegs als Klage verstanden wissen, auch wenn es seine Arbeit nicht erleichtert: „Wenn ein Spieler Geld bekommt, hat man einen ganz anderen Zugriff beispielsweise auf seine Trainingsbeteiligung oder seine Urlaubsplanung.“

    Auch deswegen sind bei Haspo noch nicht alle Personalfragen geklärt. „Der eine kommt erst nach Saisonbeginn, der andere geht schon vor dem Saisonende“, beschreibt Bracher die Schwierigkeiten mit den meist studienbedingten Plänen vieler seiner Schützlinge. Das betrifft mit Michael Neumaier auch den vielleicht wichtigsten aller Leistungsträger. Der Rückraum-Torjäger, dessen Kreuzbandriss entscheidend zum Sturz in die Abstiegszone beigetragen hat, wird aus Studiengründen in der ersten Saisonhälfte fehlen. Auch eine Trainingspause wird Bracher mit Rücksicht auf die Semesterferien noch einplanen müssen: „Dafür bekommen die Spieler dann aber wenigstens individuelle Trainingspläne mit, damit die zuvor geleistete Arbeit nicht umsonst war.“

    Umso wichtiger ist dem neuen Haspo-Trainer nun die erste Phase der Saisonvorbereitung, in der bis Ende Juli an den körperlichen Grundlagen gearbeitet wird: „In den ersten drei Wochen geht es vorrangig um die Ausdauer“, erklärt Bracher. „Also gibt es natürlich lange Läufe. Wir werden aber parallel dazu auch schon in der Halle mit dem Ball arbeiten, und zwar hauptsächlich mit Blick auf die Schnelligkeit.“ Nach dieser ersten Phase verschieben sich dann die Schwerpunkte: „Da werden die Intervalle kürzer, und es kommt immer mehr der Ball ins Spiel. Nach vier Wochen soll es dann auch schon die ersten Spiele geben.“ Die Urlaubspause will der Trainer so legen, dass danach noch mindestens vier Wochen bis zum Saisonstart bleiben.

    Eberhard Spaeth
    NK vom Donnerstag, 13. Juni 2013