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    Weibliche A-Jugend qualifiziert sich für Bayernliga

    13.06.2010

    Überraschung gelungen: HaSpos junges A-Jugendteam von Trainer Hans-Peter Oertel hat sich in der dritten Runde der Bayernliga-Qualifikation in Röthenbach mit einem dritten Platz durchgesetzt und spielt in der kommenden Saison - wie in der abgelaufenen Saison in der B-Jugend - in der höchsten bayerischen Spielklasse. (Bild: Matthias Pernet/Röthenbach - ein Klick auf das Bild vergrößert es)
    Entscheidend war ein deutlicher 17:7-Auftaktsieg gegen den oberfränkischen Rivalen HG Kunstadt, der später seinerseits die mit um den dritten Platz konkurrierenden Hausherrinnen von TSV Röthenbach schlugen und den "HaSpo-Schnecken" damit die Tür zur Bayernliga weit öffneten. Gegen die Kunstädterinnen war die direkte Deckung gegen deren Hauttorschützin ebenso der Erfolgsgarant wie die sehr gute Abwehrleistung und das geduldige von Julia Fischer organisierte Angriffsspiel. Da zudem Isabel Diehl im HaSpo-Tor auf dem Posten war, hatten die HaSpo-Girls keine Schwierigkeiten, gegen die zunehmend resignierenden Kunstädterinnen einen für das Torverhältnis wichtigen 10-Tore-Vorsprung herauszuwerfen.
    Das war dann auch schon mehr als die halbe Miete, denn die Trainerstrategie war es, im Fünfer-Feld den für das Erreichen der Bayernliga reichenden dritten Platz zu erobern. Insofern wurden die Kräfte gegen die beiden Turnierfavoriten vom TSV Ismaning und dem 1. FC Nürnberg 09 geschont und den Bankspielerinnen Gelegenheit gegeben, sich auszuzeichnen und Spielpraxis zu sammeln. Gegen die Ismaningerinnen, die durch eine sehr bewegliche und offensive Abwehr glänzten und nach Ballgewinnen überfallartige erste und zweite Wellen liefen, gelang das bei der 7:19-Niederlage weniger gut, als gegen die Nürnbergerinnen, die von dem zähen Widerstand der HaSpo-Schnecken sichtlich überrascht waren und sich erst in der Schlussphase der 2 x 15 Minuten zum 15:12 absetzen konnten. Allerdings setzte in diesem Spiel Trainer Oertel auch wieder vermehrt Spielerinnen der ersten Sieben ein.
    Vor dem letzten Spiel gegen die Hausherrinnen, die man bereits in der ersten Turnierrunde knapp geschlagen hatte, war die Ausgangslage klar: Man durfte sich im äußersten Fall eine Niederlage mit maximal sieben Toren Unterschied leisten, um bei Punktgleichheit und im direkten Vergleich zwischen Kunstadt, Röthenbach und HaSpo sich dennoch direkt für die Bayernliga zu qualifizieren. Doch die HaSpo-Schnecken ließen nichts anbrennen, kontrollierten das Spiel und gewannen am Schluss sicher mit 16:13.
    Hans-Peter Oertel lobte die Gesamtleistung seiner Mannschaft, bei der jede der Spielerinnen ihre Fähigkeiten zum Erreichen des Bayernliga-Ziels eingesetzt hätten, hob allerdings auch vier Spielerinnen als zentrale Stützen hervor: Isabel Diehl habe ihre Sache im Tor ausgezeichnet gemacht, Julia Fischer ihre Fähigkeiten als Spielgestalterin und in der eins-zu-eins-Situation unter Beweis gestellt, Lisa Haberkorn mit ihre Unbekümmertheit und Wurfkraft überzeugt und Britta Willacker habe die taktischen Vorgaben sehr gut und diszipliniert umgesetzt.
    Die neue A-Jugend Bayernliga setzt sich aus fünf fränkischen Teams (1. FC Nürnberg, HG Erlangen, TuSpo Heroldsberg, HG Zirndorf und HaSpo Bayreuth), den Schwäbinnen vom TSV Haunstetten sowie den oberbayerischen Mannschaften von Titelverteidiger TSV Ismaning und der HSG Würm-Mitte zusammen. Für das HaSpo-Team wird es darauf ankommen, sich in den Spielen gegen die favorisierten und meist älteren Teams spielerisch weiter zu entwickeln.
    Die HaSpo-Schnecken erreichten die Bayernliga beim Turnier in Röthenbach mit
    Isabel Diehl, Carolin Grotjahn – Kim Elschner (3 Tore), Simone Zang (3 Tore), Julia Fischer (9 Tore), Britta Willacker (3 Tore), Lisa Haberkorn (15 Tore), Anna Bauer (13 Tore), Janice Radtke (4 Tore), Gabriele Obermeyer (1 Tor), Friederike Pfeifer (1 Tor), Sophie Opel, Carmen Persau und Julia Rieger
    Über 100 Bilder vom Turnier in Röthenbach, auf denen auch HaSpo-Spiele zu sehen sind, findet man auf den Handballseiten des TSV unter