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    Michael Müller wechselt zu den Rhein-Neckar Löwen

    23.06.2009

    Herausforderung bei einem Top-Club

    Ein Bayreuther Handball-Eigengewächs geht in der neuen Saison in der Champions-League gegen europäische Spitzenvereine auf Torejagd. Wie im KURIER richtig vermutet, wechselt Michael Müller (früher HaSpo) vom Bundesligisten TV Großwallstadt zu den Rhein-Neckar Löwen, der zu den Top-Clubs in Deutschland zählt. Der Transfer des 24-jährigen Nationalspielers wurde am gestrigen Freitag von beiden Vereinen bestätigt.

    „Ich hatte die Absicht, die neue Herausforderung bei einem Spitzenclub zu wagen und freue mich, dass sich beide Clubs ohne mein großes Zutun jetzt geeinigt haben“, kommentierte Müller gestern seinen Wechsel. „Ich hatte in Großwallstadt noch einen Vertrag bis 2010, danach hätte ich ohne Ablösesumme gehen können“, ergänzte der Nationalspieler gestern am KURIER-Telefon. Über die Höhe der Ablösesumme wurde nichts bekannt.

    Für Insider der Bundesliga-Szene kommt der Transfer nicht ganz überraschend, denn der unterfränkische Club hatte sich kürzlich die Dienste von Nationalspieler Steffen Weinhold (zuletzt Nordhorn/früher Erlangen) gesichert, der wie Müller seine Stärken auf der halbrechten Position auszuspielen versteht. Außerdem verlässt der polnische Nationalspieler Mariusz Jurasik (zurück nach Polen) den Verein, so dass diese Position bei den Rhein-Neckar Löwen offen war. Somit hatte sich der erneute Karriere-Sprung des Bayreuthers praktisch abgezeichnet, der sich innerhalb eines Jahres zu einem Leistungsträger in der Nationalmannschaft von Heiner Brand entwickelt hat.
    Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Philipp (zuletzt beim Bundesligisten HBW Balingen) war Michael Müller vor drei Jahren vom damaligen Regionalligisten HaSpo Bayreuth zu den Unterfranken gewechselt, für die er in der vergangenen Saison 164 Treffer in der Bundesliga erzielte. „Ich hatte eine tolle Zeit beim TV Großwallstadt und habe dem Verein viel zu verdanken“, meinte der 1,97 m große Rückraumschütze.
    „Großwallstadt war ein großer Meilenstein auf meinem sportlichen Weg“, wird Müller in der Presserklärung der Großwallstädter zitiert.
    Dabei erklärte TVG-Vorsitzender Georg Ballmann zur Vertragsauflösung: „Natürlich ist es sehr schade, dass wir einen Spieler wie Michael Müller verlieren. Vorzeitig abgeschlossene Verträge und die in der Regel damit verbundenen Vertragsauflösungen sind mittlerweile Usus in der Handball-Bundesliga. Auch der TVG bleibt davon nicht verschont. Wir freuen uns aber auch für Michael Müller und beglückwünschen ihn, da er zu einem Top-Club wechselt und in der nächsten Saison die Möglichkeit hat, in der Champions-League zu spielen.“

    Auf Wohnungssuche
    Müller weilte gestern im Kreis der Nationalmannschaft, die am heutigen Samstag nach Israel zum letzten Gruppenspiel der EM-Qualifikation fliegt. „Wir kommen am Montagabend zurück und dann beginnt für mich die Wohnungssuche im Bereich Heidelberg und Kronau. Obendrein will er sich einer Kernspinuntersuchung seines rechten Knies unterziehen, wo er nach der langen Saison mit Bundesliga und Nationalmannschaft eine Meniskusreizung vermutet. Während seines anschließenden Urlaubs will Müller auch in Bayreuth vorbeischauen.

    Vermutlich am 17. Juli steht bei den Rhein-Neckar Löwen, die ihre Bundesliga-Spiele bekanntlich in Mannheim veranstalten, das Auftakttraining auf dem Programm, wobei er mit Oliver Roggisch, Patrick Groetzki und Uwe Genzheimer drei Bekannte aus der Nationalmannschaft trifft.

    INFODie Qualifikation zur Europameisterschaft vom 19. bis 31. Januar in Österreich hat sich die DHB-Auswahl schon gesichert. Mit fünf Toren war Michel Müller zuletzt in Stuttgart gegen Weißrussland zweitbester deutscher Schütze.

    Quelle: Nordbayerischer Kurier