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    Björn Kreyßig wird mit bayerischer Polizeiauswahl deutscher Vizemeister

    15.05.2009

    Großer Erfolg für HaSpo-Linksaußen Björn Kreyßig und die bayerische Auswahl: Bei den 17. Deutschen Polizeimeisterschaften der Handballmänner, die vom 12.-15: Mai im badischen Graben-Neudorf bei Bruchsal stattfanden, wurde vollkommen unerwartet und fast schon sensationell die deutsche Vizemeisterschaft errungen. Außerdem hat der Polizeioberwachtmeister, der derzeit in Würzburg ausgebildet wird, gute Chancen, wegen seiner sehr guten Leistungen zu einem Lehrgang der deutschen Polizeiauswahl, dem amtierenden Polizei-Europameister, eingeladen zu werden, dem als bisher einziger bayerischer Spieler Tim Abel angehört.
    Das Team des Trainergespanns Klaus Eckl und Roland Nixdorf, in dem auch die beiden Ex-HaSpos Christoph Baumgärtel (jetzt Landesligist HC Sulzbach) als Kreisläufer und Tim Abel (jetzt Landesligist TSV Unterhaching) als Rückraum Mitte eine sehr gute Rolle spielten, hatte sich als krasser Außenseiter und weitgehend mit Akteuren aus Landesligen und Bezirksoberligen antretend vorgenommen, die mit Spielern aus der Oberliga bis hin zur 2. Bundesliga besetzten Spitzenteams von Titelverteidiger Baden-Württemberg , Hessen und Nordrhein-Westfalen zu überraschen und ins Halbfinale vorzudringen. Das große Ziel war jedoch, so Trainer Klaus Eckl, „eine Medaille zu erringen“
    Im ersten Spiel gegen die Auswahl Niedersachsens kamen die bayerischen Polizisten schwer ins Spiel, legten aber nach dem Halbzeit-Remis (13:13) spielerisch und kämpferisch zu und gewannen auch Dank einer deutlichen Leistungssteigerung des jungen oberfränkischen Torwarts Sebastian Schelter (HSG Fichtelgebirge) mit 32:25.
    Gegen die Auswahl Nordrhein-Westfalens, die sich im Turnierverlauf ohnehin als überlegenes Team präsentierte, hatten die Bayern jedoch keine Chance und lagen nach wenigen Minuten bereits deutlich zurück. Die Trainer gaben dann auch mehr der zweiten Reihe Gelegenheit zum Einsatz, da durch die deutliche Niederlage der Niedersachsen gegen die NRW-Truppe das Minimalziel bereits erreicht war und alle Kräfte auf das Halbfinale gegen die Auswahl Hessens gerichtet werden sollte. Insofern war die 39:22-Niederlage gegen die NRW-Polizisten ohne weitere Bedeutung.
    Gegen die Hessen, die überraschend in einem hochklassigen und spannenden Spiel die Titelverteidiger und Gastgeber aus Baden-Württemberg geschlagen hatten, wussten sich die von rund zehn Fans aus Roßtal und Bayreuth lautstark angefeuerten Bayern am zweiten Turniertag deutlich zu steigern. Das Team steckte die Manndeckung für Tim Abel mit taktischen Varianten weg und gewannen nach einem Halbzeitrückstand und einer kämpferisch wie spielerisch überzeugenden Leistung gegen die mit drei in der 2. Bundesliga aktiven Spielern angetreten Hessen in einem wahren Krimi verdient mit 30:29. Das ersehnte Ziel der Endspielteilnahme und der Gewinn einer Medaille war damit gesichert.
    Der Traum vom Titel blieb am Donnerstag bei den Platzierungsspielen jedoch unerfüllt. Gegen die nordrhein-westfälischen Polizisten reichten den Bayern weder die Kräfte noch die spielerischen Mittel, den physisch deutlich überlegenen Endspielgegner Paroli zu bieten. Die stabile 6:0-Abwehr und deren hervorragender Torwart waren kaum zu überwinden. Und da zudem die Bayern-Abwehr offen war wie ein Scheunentor, hatte der wieder gut parierende Schelter immer wieder das Nachsehen. So lagen die bayerischen Polizisten bereits zur Halbzeit mit 11:4 aussichtslos zurück. In der zweiten Hälfte ging jedoch wieder ein Ruck durch die Mannschaft, die nun sicherer in der Abwehr stand und auch im Angriff nicht nur Einzelaktionen sondern spielerisch Mittel bemühten, um den NRWlern näher zu kommen. Doch weniger als vier Tore Abstand war nicht drin und als der kommende deutsche Polizeimeister wieder das Tempo anzog und das Spielgeschehen bestimmte, war das Spiel gelaufen und die 30:21-Niederlage dennoch aller Außenseiter-Ehren wert.
    In der sehenswerten Halle in Graben-Neudorf war der Jubel bei dem Bayern-Team über die vollkommen unerwartete Vizemeisterschaft dennoch groß und die anschließende, würdevolle Siegerehrung mit der fairen Anerkennung der Leistung des Siegerteams eine weitere Werbung für den Handballsport. Die Sympathien und der meiste Beifall des Publikums – rund 400 Fans waren zu den Platzierungsspielen gekommen – lagen aber deutlich bei den underdogs aus Bayern, die ihre Farben bestens vertreten hatten.

    Zum Bild: Nicht immer sattelfest war die Abwehr der bayerischen Polizisten – hier im ersten Spiel gegen die Auswahl Nordrhein-Westfalens. Das Bild zeigt vorne rechts Björn Kreyßig, links daneben Herbert Tschugg (15) und Christoph Baumgärtel und im Hintergrund von links Sebastian Schuh (8), Tim Abel (2) und Roland Heilmeier (11)