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  • „Wir wurden vorsätzlich betrogen” (Andreas Tam)

    03.11.2006

    HaSpo-Trainer Andreas Tam verzichtete auf Diplomatie gegenüber Schiedsrichtern

    Auf die übliche Diplomatie bei der Bewertung von Schiedsrichter-Leistungen verzichtete HaSpo-Trainer Andreas Tam nach dem Spiel gegen den TSV Deizisau vollständig: „Wie wir hier betrogen worden sind - das war vorsätzlich! Es ging los, als wir beim 23:20 gerade auf einen guten Weg zu kommen drohten.”

    Diesen drastischen Standpunkt begründet er auch mit anderen Eindrücken aus dem bisherigen Saisonverlauf: „Was wir in dieser Saison schon einstecken mussten, ist hanebüchen. Das kann einfach nicht normal sein, und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir uns wehren müssen.” Einen Antrag auf Verbandsaufsicht gehöre zu den vorstellbaren Konsequenzen: „Wir wollen nichts weiter als normale Schiedsrichter, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen.” Als Motivation der Schiedsrichter komme regionale Verbundenheit in Betracht: „Warum müssen extra Schiedsrichter aus Südbaden anreisen, wenn der Gegner aus Württemberg kommt? Da habe ich immer den Eindruck: Man kennt sich, und man versteht sich.”

    Allerdings verdrängte Tam auch spielerische Ursachen für die Niederlage keineswegs: „Wir haben uns von der langsameren Spielweise der Gäste oft einlullen lassen und waren dann in den Zweikämpfen oft zu spät dran. Da fehlte vier Tage nach dem Kraftakt in Langenau auch etwas an Frische. In der zweiten Halbzeit bekamen wir Fritz etwas besser in den Griff, aber dafür kam Grundler oft viel zu einfach zu seinen Toren.

    Deizisaus Trainer Steffen Rost hielt sich aus der Schiedsrichter-Diskussion heraus: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, das bis zum Schluss in beide Richtungen hätte gehen können. Ein Remis wäre vielleicht gerecht gewesen. Wir hatten kurz vor dem Spiel das Problem, dass uns ein wichtiger Mann für den Mittelblock ausgefallen ist. So hatte unsere Abwehr große Schwierigkeiten mit den dynamischen Aktionen der Bayreuther, die trotz unserer 6:0-Formation immer wieder Lücken gefunden haben. Trotz unserer beiden Haupttorschützen möchte ich von einer Mannschaftsleistung sprechen. Steffen Grundler ist schließlich Rechtsaußen und könnte ohne die Vorbereitung seiner Nebenleute gar nicht viel ausrichten.” es