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    Bernhard Müller wird nächster Trainer der Bayernliga-Herren

    10.03.2009

    Er ist der „dicke Fisch“, den man so gerne, aber auch so selten an der Angel hat: A-Lizenz-Trainer, der als Bundestrainer der Frauennationalmannschaft bei Olympia in Los Angeles nur knapp die Bronzemedaille verpasste, 5 mal bei einer Weltmeisterschaft dabei war und als beste Platzierung einen 3. Platz vorweisen kann, der die Frauen der HG Quelle Fürth in die Bundesliga und die zweite Mannschaft in die Oberliga führte, Lehrwart und Trainer in Bayern mit über 40 Meisterschaften im Gepäck, davon vier Süddeutsche und mehr als zehn Bayerische Meisterschaften, der mehr als eine Handvoll Nationalspielerinnen formte und etwa 15 süddeutsche Auswahlspielerinnen und, und, und.... Der Mann, der sich hinter dieser eindrucksvollen Trainerbilanz verbirgt, ist der Zirndorfer Bernhard Müller, Realschullehrer, bald 61 Jahre alt und ab Mai Trainer der HaSpo Bayernliga-Herren.
    „Es ist ein Glücksfall und das Beste was uns in unserer derzeitigen Situation passieren kann“, zeigt sich HaSpo-Vorstand Andreas Berghammer, der derzeitiger Trainer des Bayernligisten „total erleichtert“. Denn Müller ist auch als enthusiastischer Jugendtrainer bekannt, der sich selbst als Ausbilder sieht, wie er bekennt, und mit dem das HaSpo-Jugendkonzept weiter Fahrt aufnehmen soll. So will Bernhard Müller bereits beim traditionellen Ostercamp der HaSpo-Jugend dabei sein, will Stützpunkttraining anbieten und Jugendtrainern mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Unser Jugendkonzept hat ihn auch bewogen, das Engagement bei uns einzugehen“, zeigt sich Andreas Berghammer zufrieden.
    Auch seine handballerische Philosophie kommt bestens bei HaSpo an. Sein Ziel ist ein schneller, moderner Handball aus einer stabilen Abwehr heraus. Und sein Credo ist, Spielfreude und individuelle Stärken zu fördern und die mannschaftliche Entwicklung voranzutreiben.
    „Ich freu mich auf Bayreuth“, bekennt der Vollbluttrainer Bernhard Müller, der zuletzt Trainer des Landesligisten HG Kunstadt war. Ihm gelang es, die dortige im Umbruch befindliche Mannschaft in der Landesliga zu halten und in die zweiteilige Landesliga zu führen. In Kunstadt attestierte man Müller eine hervorragende Arbeit mit einem „bemerkenswerten persönlichen Einsatz“ und einem „unbändigen Willen“, Talente zu fördern. Der Ausstieg war dann aber definiert und erfolgte im beiderseitigen Einvernehmen.
    Man wird Bernhard Müller nicht gerecht, wenn man die internationale Seite des Sport-Entwicklungshelfers verschweigt. Im Auftrag des Nationalen Olympischen Komitees und des Auswärtigen Amtes und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Handball Bund verbreitet der omnipotente Trainer seine handballerische Philosophie bei Aufenthalten in Afrika (9x), Syrien (3x), Portugal, Armenien und Georgien (je 2x) sowie zuletzt 2008 in Burkina Faso.
    Und Andreas Berghammer? „Ich sehe meine handballerische Mission als erfüllt an“, bemerkt der langjährige Bayernliga-Trainer und frühere Regionalliga-Spieler kurz und bündig. Ihm sei es darum gegangen, zusammen mit Marc Brückner den absehbaren Regionalliga-Abstieg so zu gestalten, dass die Mannschaft durch die Misserfolgs-Serie nicht beschädigt und gleichzeitig fit gemacht wird für die Bayernliga und dort bestehen kann.
    „Das ist gelungen“, zeigt sich Berghammer zufrieden, der daran erinnert, dass das Gros seiner Mannschaft damals aus der Bezirksoberliga direkt in das Fegefeuer der Regionalliga satte drei Spielklassen darüber geworfen wurde. Das dürfe man nicht ausblenden, erinnert der HaSpo-Gründungsvorstand, der im übrigen eine weitere Trainertätigkeit bei anderen HaSpo-Teams noch offen hält. Nun sei es aber darum gegangen, der Mannschaft durch einen anderen Trainer neue Impulse zu bieten. „Und da bin ich sehr froh, dass wir Bernhard Müller gewinnen konnten“, betont Berghammer, „Das ist ein Glücksfall für HaSpo, da bin ich überaus zuversichtlich.“
    Bild: HG Kunstadt