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    Interview mit Michi Müller

    03.02.2009

    „Die Freude überwiegt“

    HANDBALL. Keinesfalls enttäuscht vom fünften Platz äußerte sich Bayreuths Nationalspieler Michael Müller nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft aus Kroatien in seine Heimatstadt. Wie der WM-Neuling im Interview mit KURIER-Sportredakteur Eberhard Spaeth durchblicken ließ, habe er in allen Situationen das Vertrauen von Bundestrainer Heiner Brand und der Mannschaft gespürt.


    Keinesfalls enttäuscht vom fünften Platz äußerte sich Bayreuths Nationalspieler Michael Müller nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft aus Kroatien in seine Heimatstadt.

    Keinesfalls enttäuscht vom fünften Platz äußerte sich Bayreuths Nationalspieler Michael Müller nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft aus Kroatien in seine Heimatstadt. Foto: Jens Wolf/dpa
    Frage: Wie fällt die Bewertung der WM-Bilanz im Rückblick aus? Überwiegt die Freude über das Erreichte, oder noch der Ärger darüber, was man knapp verpasst hat?

    Müller: Im Nachhinein überwiegt doch die Freude, dass es so gut geklappt hat. Der fünfte Platz ist ja wirklich nicht schlecht, und mit meiner persönlichen Leistung bin ich auch ganz zufrieden. Kurz danach waren alle natürlich eher etwas enttäuscht. Aber wenn man drei Matchbälle in der Hauptrunde hat und keines dieser Spiele gewinnt, ist man am Ende auch selbst schuld und muss sich nicht über die Schiedsrichter aufregen.

    Frage: Wie hat sich die Stimmung innerhalb der Mannschaft während des Turniers entwickelt vom Hoch nach der Vorrunde bis zur Enttäuschung am Ende der Hauptrunde? Wie unterschiedlich gehen die Spieler damit um?

    Müller: Viele haben das realistisch gesehen, dass in der Vorrunde einfach alles perfekt gelaufen ist und danach eben nicht mehr. Oliver Roggisch ist aber beispielsweise einer, der sich da einen extremen Kopf macht. Den sieht man nach solchen Niederlagen manchmal abends überhaupt nicht mehr. Die meisten sagen aber: Wir hatten es selbst in der Hand.

    Frage: Habt Ihr Euch nach der Niederlage gegen Dänemark noch das Spiel zwischen Polen und Norwegen angesehen, oder galt das dabei nötige Unentschieden für den Einzug ins Halbfinale schon nicht mehr als realistische Chance?

    Müller: Nach der Fahrt ins Hotel und dem Abendessen habe ich die letzten 20 Minuten auf dem Zimmer gesehen, zusammen mit Oliver Roggisch, Lars Kaufmann, Holger Glandorf und Sven-Sören Christophersen. Kurz vor dem entscheidenden Wurf bin ich rausgegangen. Wenig später kam Olli raus, und ich bin ihm lieber aus dem Weg gegangen – sonst hätte er mich vielleicht umgebracht.

    Das ausführliche Interview lesen Sie in der Dienstags-Ausgabe des Nordbayerischen Kuriers.