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    Livestream-Premiere: Ton gut, Bild schlecht

    12.10.2020

    So gut wie die sportliche Heimpremiere in der 3. Liga lief der erstmals produzierte Livestream aus dem Schulzentrum Ost nicht für Haspo Bayreuth. Zwar wurde der Kommentar von Dirk Feustel mit Marc Brückner als Experten an seiner Seite den eigenen hohen Ansprüchen durchaus gerecht (auch wenn er doch ein wenig lokalpatriotischer ausfiel als angekündigt), aber die bewegten Bilder bewegten sich zu keinem Zeitpunkt wie gewünscht. Der Film wirkte vielmehr wie eine Abfolge von Einzelbildern im Sekundenabstand.

    „Wir wissen bisher nicht, woran das lag“, sagt Feustel, der sich schon während der Übertragung mehrfach für die unzureichende Bildqualität entschuldigte. „Die Ursache könnte bei sportdeutschland.tv ebenso liegen wie bei der Internetverbindung der Halle. Aber es genügt auch schon eine wacklige Steckverbindung.“ Auf dem Monitor an seinem Kommentatorenplatz habe er die Störung gar nicht wahrnehmen können: „Da habe ich das Signal gesehen, das aus der Kamera rausgeht, bevor es ins Sendeprogramm einfließt – und das war vollkommen in Ordnung.“ An der Aufnahme von Kameramann Redi Redetzky habe es somit sicher nicht gelegen. Rätselhaft sei zudem, dass ein Testlauf der gesamten Technik eine Woche zuvor beim ersten Heimspiel der Damen keinerlei Schwachstellen aufgedeckt habe: „Da lief alles perfekt.“

    Dem Team um Dirk Feustel bleibt somit für den Moment nicht viel mehr übrig, als das Bemühen um Besserung beim nächsten Heimspiel am 24. Oktober gegen den SV Salamander Kornwestheim zu versprechen: „Wir können uns nur entschuldigen und alles versuchen, um es beim nächsten Mal besser zu machen.“ Dabei wird dem Medien-Profi klar sein, dass die zahlenden Kunden nicht noch viel mehr Chancen gewähren werden. es


    Nordbayerischer Kurier vom Montag, 12. Oktober 2020, Seite 24