• Damen
  • Herren
  • Jugend
  • Shop
  • Spielplan (Wochenende)

    Termine

    Die längsten Fahrten von allen

    20.07.2020

    Haspo Bayreuth trifft in 3. Liga Süd auf 15 Mannschaften aus Baden-Württemberg / Start am 3. Oktober

    Von Eberhard Spaeth

    Die Spielkommission der 3. Liga hat tatsächlich ihr ehrgeiziges Ziel erreicht, alle aktuellen Fragen zur kommenden Saison in der 3. Liga auf einmal zu beantworten: Die 72 Männer-Teams wurden in die bisherigen vier Staffeln eingeteilt, die auf je 18 Vertreter aufgestockt wurden, und als Termin für den Saisonstart wurde das Wochenende 3./4. Oktober festgelegt.

    Dabei ist den Verantwortlichen bewusst, dass nicht alle Details in ihrer Macht liegen: „Gewünscht ist, dass die Spiele mit Publikum stattfinden können, sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ermöglicht und entsprechende Hygienekonzepte vorliegen“, heißt es in der Mitteilung des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

    Für Haspo Bayreuth war die Gruppeneinteilung besonders spannend, weil aufgrund der geografischen Lage verschiedene Varianten denkbar waren. Überall hätte der Aufsteiger allerdings eine Randstellung eingenommen. Daher überrascht es nicht, dass er nun als Mitglied der Gruppe Süd mehr Reisekilometer vor sich hat als alle Konkurrenten.

    Nur zwei Gegner kommen aus Bayern

    Lediglich zwei der Ziele liegen in Bayern, und zwar wenn es zur zweiten Mannschaft des Bundesligisten HC Erlangen geht und zum Mitaufsteiger VfL Günzburg. Der HSC Bad Neustadt als vierter bayerischer Drittligist wurde der Gruppe Mitte zugeteilt, die bis zum Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld reicht. Dort bilden die Unterfranken die östliche Grenze.

    Alle anderen 15 Auswärtsfahrten führen Haspo nach Baden-Württemberg, wo traditionell die Dichte an Handball-Vereinen wesentlich höher ist als in Bayern. „Das ist das Los, wenn man in einer Handball-Diaspora zu Hause ist und noch dazu in einem Flächenstaat“, sagt Haspo-Vorsitzender Andreas Berghammer, der folglich auf entsprechende Kosten gefasst war. Im Vergleich zum Vorjahr sind fünf Mannschaften aus der 3. Liga Süd ausgeschieden, aber die hätten die Bayreuther Reisebilanz kaum verbessert. Abgesehen vom Meister und Zweitliga-Neuling TuS Fürstenfeldbruck, handelt es sich um drei Klubs aus Rheinland-Pfalz sowie einen aus dem Saarland, die nun der Staffel Mitte angehören. Im Gegenzug kamen von dort drei nordbadische Vertreter in den Süden, und zwar Vizemeister SG Leutershausen, HG Oftersheim/ Schwetzingen (6.) und TV Großsachsen (9.). Neu im Feld sind zudem neben den bayerischen Neulingen auch zwei Aufsteiger aus Baden-Württemberg: SG Pforzheim-Eutingen und HSG Konstanz II.

    Somit bleiben elf Mannschaften, die auch schon in der vergangenen Saison der 3. Liga Süd angehört haben. Zum Zeitpunkt des Abbruchs der Saison waren sie in dieser Reihenfolge platziert: 2. VfL Pfullingen, 4. HBW Balingen-Weilstetten II, 5. TSB Heilbronn-Horkheim, 6. HG Oppenweiler/Backnang, 8. Rhein-Neckar Löwen II, 9. SV Salamander Kornwestheim, 10. TGS Pforzheim, 12. HC Erlangen II, 14. TV Willstätt, 15. TV Plochingen, 16. TSV Blaustein.

    Mit der sportlichen Einschätzung der Gruppe hält sich Andreas Berghammer zurück: „Es hieß schon immer, dass der Süden besonders stark ist, aber gerade unter den aktuellen Umständen kann sich viel ändern.“ Kein Nachteil sei sicher, dass Trainer Mathias Bracher nach wie vor gute Beziehungen zum HC Erlangen habe: „Da wird man sich austauschen können.“ Geheimnisse gebe es aber ohnehin nicht: „Alle Vereine müssen Videos von ihren Spielen zur Verfügung zu stellen.“

    Nachträgliches Duell um Bayerische Meisterschaft

    Dass dem Haspo-Vorsitzenden trotzdem eine andere Gruppe etwas lieber gewesen wäre, hat einen anderen Grund: „Ganz neue Mannschaften hätten noch mehr Reiz gehabt.“ Im Süden der dritthöchsten Spielklasse, die damals noch Regionalliga hieß, spielte Haspo schließlich schon vor gut 15 Jahren, als die Mannschaft um die späteren Nationalspieler Michael und Philipp Müller den dritten Platz erreichte. Auf ein Duell freut sich Berghammer aber trotzdem ganz besonders: „Es ist schön, dass wir mit Günzburg in einer Gruppe sind. Da können wir den Bayerischen Meister doch noch ausspielen.“


    Nordbayerischer Kurier vom Montag, 20. Juli 2020, Seite 20