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    Fester Bestandteil des Profikaders

    10.07.2020

    Bayreuther Julius Meyer-Siebert hat sich beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig etabliert

    Die Geschichte von Bayreuthern in der Bundesliga setzt sich nahtlos fort: Nachdem die Zwillinge Michael und Philipp Müller kürzlich im Alter von 35 Jahren ihre Profilaufbahn nach 14 Erstliga-Spielzeiten beendet haben, hat der 15 Jahre jüngere Julius Meyer-Siebert nun in der kommenden Saison einen festen Platz im Bundesliga-Kader des SC DHfK Leipzig.

    Vor drei Jahren hatte Meyer-Siebert seinen Heimatverein Haspo Bayreuth in Richtung Sachsen verlassen. Nachdem er bereits in der vergangenen Runde regelmäßig im Training der Profis dabei war, wurde er nun vor seiner erst zweiten Saison im Seniorenalter in den 17-köpfigen Bundesligakader von Trainer André Haber aufgenommen – früher als erwartet. „Es war von Beginn an mein Wunsch und Ziel, das zu erreichen“, betont der Bayreuther, der Anfang dieser Woche seinen 20. Geburtstag gefeiert hat. „Ich habe mir immer Zwischenziele gesteckt, nichts erzwungen und nie zeitlichen Druck gemacht.“

    Beim Rückblick auf seine bisherige Zeit in Leipzig fällt vor allem die Konstanz seiner Entwicklung auf. Schritt für Schritt ging es nach oben: Zunächst sammelte Meyer-Siebert parallel zu seinem ersten Jahr in der A-Jugend-Bundesligajahr schon erste Erfahrung im Lager der Männer beim Sachsenligisten und SC DHfK-Kooperationspartner SG Zwenkau. In seinem letzten Jugendjahr gehörte er dann schon fest zum Kader der U 23 des SC DHfK Leipzig in der 3. Liga, wo er sich spätestens in der vergangenen Spielzeit als Leistungsträger etablierte.

    Das alles blieb auch den Leipziger Bundesliga-Verantwortlichen nicht verborgen, und so kam der über zwei Meter große Halblinke schon in der Saison 2018/19 zu seinem ersten Einsatz in der höchsten Spielklasse, als die Sachsen einige Verletzte zu beklagen hatten. In der Folge war sicher auch die Teilnahme bei der Junioren-WM im Sommer 2019 ein wichtiger Entwicklungsschritt, als er wesentlich zum Gewinn der Silbermedaille beitrug.

    Trainer Haber hebt den Profivertrag für das Bayreuther Talent auf der Homepage des Klubs als Beleg für die Qualität der Nachwuchsarbeit hervor: „Es ist großartig, dass wir es geschafft haben, den nächsten Spieler aus unserer Handball-Akademie in den Bundesligakader zu überführen. Ich finde, es ist für alle Sportler in unserer Akademie und ihre Nachwuchstrainer ganz wichtig zu sehen, dass so etwas beim SC DHfK Leipzig möglich ist.“ Zu dieser Einschätzung passen die Schlüsselfaktoren, die Meyer-Siebert für seine Entwicklung anführt: „Mein Umfeld hat mich immer gut unterstützt, sowohl privat als auch im Verein. Ich habe mich dann in Leipzig von Beginn an wohl gefühlt und bin allen Verantwortlichen, Trainern, Betreuern und Physiotherapeuten dankbar, die mir alle enorm geholfen haben.“

    Startschuss der Vorbereitung auf die Saison, die nach aktuellem Stand im Oktober beginnen soll, war vor einer Woche. Gut drei Monate bleiben Meyer-Siebert, um sich weiter in den Fokus der Trainer zu bringen. Denn klar ist auch, der Bayreuther möchte sich Spielanteile verdienen: „Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst und möchte jetzt alles investieren, um der Mannschaft maximal zu helfen.“

    Ohne Absteiger nach der abgebrochenen Saison ist das Feld der Bundesligisten mit 20 Mannschaften größer als gewohnt. Neben vier Spielen mehr als sonst, ist damit zu rechnen, dass der Spielplan aufgrund des späteren Saisonstarts enger getaktet sein wird. Sicherlich wird Trainer Haber, der in der Vergangenheit schon gezeigt hat, dass er jungen Spielern im richtigen Zeitpunkt Vertrauen und Verantwortung geben kann, die höhere Belastung auf alle Spieler verteilen. ds


    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 10. Juli 2020, Seite 20