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  • Wichtiger Beitrag zur Steigerung

    15.08.2019

    Vor allem in der Defensive überzeugt Julius Meyer-Siebert beim 33:25 gegen Argentinien im WM-Achtelfinale

    handball

    Julius Meyer-Siebert steht im Viertelfinale der U-19-Weltmeisterschaft in Skopje. Der für Leipzig spielende Bayreuther aus dem Haspo-Nachwuchs feierte mit der deutschen Auswahl im Achtelfinale gegen Argentinien nach abwechslungsreicher erster Halbzeit einen letztlich doch klaren und verdienten Sieg mit 33:25 (16:15).

    Die Deutschen waren auf einem guten Weg, als sie den 1:2-Rückstand in eine 7:4-Führung (11.) verwandelten. Vor allem Nils Lichtlein im rechten Rückraum (ein Neffe des langjährigen Nationaltorhüters Carsten Lichtlein) tat sich in der Anfangsphase gegen die argentinische 5:1-Abwehr hervor, musste allerdings nach einem harten Foul nach einer knappen Viertelstunde kurzzeitig ausgewechselt werden. Die Südamerikaner kämpften sich ins Spiel, profitierten dabei auch von Fehlwürfen der Deutschen und glichen zum 9:9 aus (14.). Die fällige Auszeit von DHB-Trainer Erik Wudtke schien zunächst wenig Wirkung zu zeigen, denn Argentinien kam weiterhin immer wieder durch die deutsche Deckung und ging sogar mit 12:11 in Führung, aber dann legten drei Tore in Folge doch immerhin den Grundstein für einen knappen Halbzeitvorsprung.

    Den klaren Sieg verdankten Meyer-Siebert und Co. dem deutlich besseren Auftritt im zweiten Spielabschnitt. Basis dafür war die wesentliche Steigerung in der Defensive, wozu der Bayreuther einen wichtigen Beitrag leistete. Beim 23:18 (40.) konnte sich Deutschland zum ersten Mal überhaupt in der Partie einen deutlichen Vorteil erspielen, der dann auch sicher behauptet wurde. Über 27:20 zog die DHB-Auswahl sogar vorentscheidend auf 30:22 (50.) davon. Meyer-Siebert traf dabei mit seinem einzigen Wurf zum 29:21. In den letzten zehn Minuten kam von Argentinien nicht mehr viel, und die Deutschen ließen das Spiel ein wenig vor sich hin trudeln.

    „Es war positiv, dass wir in den engen Phasen cool geblieben sind und unser Spiel weitergespielt haben“, sagte Meyer-Siebert gleich nach der Partie. „Als wir in der Abwehr nach der Pause mehr Kompaktheit herstellen konnten, haben wir uns abgesetzt und auch leichte Tore erzielt. Außerdem ist es gut, dass wir unsere Kräfte auf alle verteilen konnten, denn am Donnerstag steht im Viertelfinale auf jeden Fall ein Kracher an – egal ob Kroatien oder Ungarn.“

    Ungarn überrascht gegen Kroatien

    Am Abend wurde die Frage nach dem heutigen Gegner um 18.30 Uhr überraschend beantwortet: Un-garn als Vierter der Gruppe B gewann gegen die verlustpunktfrei in Gruppe A dominierenden Kroaten (Tordifferenz: plus 65) mit 27:23. In ihrer ausgeglichenen Staffel hatten die Magyaren allerdings nicht nur die Exoten Taipei (38:20) und Kanada (41:13) besiegt, sondern auch Frankeich (26:25). Nach Niederlagen gegen Schweden (28:29) und Ägypten (24:31) lagen sie nur zwei Punkte hinter dem Überraschungsersten aus Nordafrika.

    Weitere Ergebnisse im Achtelfinale: Ägypten – Slowenien 30:23, Island – Japan 39:34. ds


    Nordbayerischer Kurier vom Donnerstag, 15. August 2019, Seite 27