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  • HaSpo legt nach: Mit Pavel Krizek der 3. Neuzugang innerhalb drei Wochen

    29.09.2006

    HaSpo legt nach und präsentiert mit dem Tschechen Pavel Krizek nun den dritten Neuzugang innerhalb von knapp drei Wochen. Der 27-jährige Pilsener ist bereits am Sonntag im Spiel gegen Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck spielberechtigt.
    HaSpo-Trainer Andreas Tam ist von den Fähigkeiten des Rückraumspielers überzeugt: „Er hat Spielverständnis, ein gutes Auge für die Nachbarposition und ist mit seinen Erfahrungen in unser Spielsystem einbaubar.“ Obwohl bekannt ist, dass Krizek kein Rückraumbomber ist, verspricht sich Tam „insgesamt mit ihm mehr Durchschlagskraft aus dem linken Rückraum“, wo er mit Kilian Ziglmaier für mehr Gefährlichkeit sorgen und die rechte Angriffsseite entlasten soll. „Insgesamt“ so Tam weiter, „werden wir taktisch flexibler, können auf Spielsituationen besser reagieren und bringen mehr Konstanz in unser Positions- und Abwehrspiel und können nicht zuletzt mehr Tempo gehen.“
    Eins bringt der Pilsener im Sicherheit mit: viel Erfahrung. Denn obwohl gerade mal im besten Handball-Alter, weist er bereits etliche Stationen auf. Nach der bekannt soliden tschechischen Handballausbildung spielte der gelernte Elektriker bereits früh in der 1. tschechischen Liga bei seinem Heimatverein HSC Pilsen und danach beim renommierten Klub Dukla Prag, ehe es ihn mit seiner Lebensgefährtin Hana, einer Torhüterin, in den Wüstenstaat nach Quatar zu Al Etehad verschlug. Doch Anpassungsschwierigkeiten führten zu einem Wechsel zum französischen Zweitligisten ASCA Wittelsheim im Elsass sowie zu US Altkirch in der 3. Liga des westlichen Nachbarstaates. Vor einem halben Jahr hat „Pablo“, wie er von seinen neuen Mannschaftskameraden genannt wird, dort sein Engagement beendet und ist in seine Heimat zurückgekehrt. Es habe Schwierigkeiten mit der Sprache und der Mentalität der Mitspieler gegeben, räumt der eher bodenständige Tscheche ein.
    „Das wird bei uns anders sein“, ist HaSpo-Vorstand Andreas Berghammer überzeugt, denn „mit seiner offenen und sympathischen Art haben ihn seine Mitspieler sofort angenommen.“ Auch Krizek, der seit August das HaSpo-Training und die Saisonvorbereitung großteils mitgemacht hat, betont, dass er sich in den Trainingseinheiten und auch im privaten Verhältnis zu den Mitspielern sehr wohl fühlt. „Das ist uns auch sehr wichtig und macht viel aus bei der Formierung einer Mannschaft“, weiß der HaSpo-Chef und langjährige Regionalliga-Spieler und –Trainer.
    Mit der Verpflichtung des Tschechen sei man auch nicht von der generellen Linie abgewichen, jüngeren Spielern eine Chance zu geben. „Das haben wir ja mit Michael Luderschmid, Kilian Zieglmaier und auch Robert Herling hinreichend bewiesen, auch wenn es im Fall von Robert ein bedauerlicher und kaum absehbarer Fehlgriff war“, Der Tipp, ein Auge auf den Pilsener zu werfen, sei von Ernst Werner gekommen, der als langjähriger Jugendtrainer nicht im Verdacht stehe, die HaSpo-Linie zu untergraben. „Nach den langwierigen, zeitraubenden und leider weitgehend vergeblichen Versuchen, uns sinnvoll zu ergänzen, standen wir gewiss unter Zugzwang“, räumt Berghammer ein. Doch bereits die ersten Trainingseinheiten mit Krizek hätten gezeigt, „dass er zu unserem Spielsystem, der Mannschaft und unserer Philosophie passt. Er wird uns stärken“, zeigt sich Berghammer überzeugt.