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  • An Überraschungen nicht arm

    12.02.2019

    Bayernliga-Spitzenreiter HSC Bad Neustadt war der Gewinner des 16. Spieltages

    Der große Gewinner des 16. Spieltag in der Herren-Bayernliga war Spitzenreiter HSC Bad Neustadt: Während die direkten Verfolger DJK Waldbüttelbrunn (2.), DJK Rimpar II (3.), Haspo Bayreuth (4.) und auch der TSV Friedberg (5.) überraschend Punkte ließen, gewannen die Saalestädter (Bötsch 6 Tore, Hines 5) das Spitzenspiel zu Hause gegen die Zweitligareserve der DJK Rimpar (B. Gräsl 6, Weinhardt 5 Tore/davon zwei Siebenmeter) durch ein hart erkämpftes 24:19 (10:10) und bauten damit ihre Führung auf vier Zähler aus.

    Bis der 15. Neustädter Sieg feststand, musste sich der unterfränkische Titelfavorit jedoch gegen den erbitterten Rimparer Widerstand durchsetzen. Nach einer recht ausgeglichenen Anfangsphase führten die Gäste gar mit 8:5 (18.) und waren auch beim 10:8 (25.) noch in Führung. In der zweiten Halbzeit wurde es extrem spannend, wobei sich die DJK auch von einem 14:17-Rückstand (43.) nicht entmutigen ließ und beim 17:18 (52.) immer noch an eine Überraschung glauben durfte. Bad Neustadt reagierte darauf aber mit kühlem Kopf und im Stile einer Spitzenmannschaft mit einem 4:0-Lauf zum vorentscheidenden 22:17 (57.).

    Dieser Erfolg wurde dann auch noch durch die sensationelle 23:24 (10:12)-Auswärtsniederlage des Tabellenzweiten DJK Waldbüttelbrunn (Stumpf 6, Tendera 5/1) beim ersatzgeschwächten Abstiegskandidaten TSV Rothenburg (Skaramuca 7/2) vergoldet. Die Rothenburger (12.), die vor einer Woche bei Haspo Bayreuth (19:27) noch chancenlos waren, profitierten dabei vor allem von der Nervenschwäche der Gäste beim Strafwurf. Gleich sieben Siebenmeter ließ Waldbüttelbrunn ungenutzt und war auch deshalb beim 4:3 (7.) schon letztmals in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen 13:17-Rückstand (41.) verkürzte der nächste Haspo-Gastgeber (Samstag, 19.30 Uhr) zwar noch einmal auf 19:20 (54.) und glich 52 Sekunden vor Schluss gar zum 23:23 aus, doch brachte Ivan Skaramuca sein Team 15 Sekunden vor dem Ende wieder in Führung und den Sieg damit unter Dach und Fach.

    Ebenfalls eine faustdicke Überraschung schaffte Schlusslicht HSG Würm-Mitte (Pickel 6) mit dem 27:26 (13:11)-Heimsieg gegen den TSV Friedberg (Abstreiter 11/3, Schneider 6/2). Bis zum 1:4 (9.) sprach jedoch nichts für den zweiten Saisonsieg des Aufsteigers. Davon war dann aber wohl auch Friedberg überzeugt und ließ ordentlich nach. Beim 7:6 (17.) drehte die HSG schon das Spiel und zog gar bis auf 15:12 (32.) davon. Beim 18:17 (40.) schien der TSV das Spiel dennoch wieder unter Kontrolle zu bringen, ehe Würm-Mitte mehrere Nachlässigkeiten der Friedberger wieder zur Wende beim 22:19 (48.) nutzte. Diesen Drei-Tore-Vorsprung verteidigte der Gastgeber bis zum vorentscheidenden 27:24 (58.).

    Tabellenführer Dachau erstmals bezwungen

    Auch in der Damen-Bayernliga gab es zumindest zwei kleinere Überraschungen. So setzte es für den bislang verlustpunktfreien Tabellenführer ASV Dachau (Niebert 9/8) im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten HG Zirndorf (Heyn 6/5, Kammerer 5) mit dem 23:24 (10:13) die erste Niederlage der Saison. Dabei schien beim 23:23 24 Sekunden vor dem Ende durch den achten Siebenmetertreffer von Dachaus Franziska Niebert bereits alles auf ein Remis hinaus zu laufen, ehe Maren Kammerer beinahe mit der Schlusssirene der umjubelte Siegtreffer gelang.

    Der kommende Haspo-Gastgeber Mintraching/Neutraubling (6.) wurde derweil seiner Favoritenrolle beim gefährdeten 1. FC Nürnberg (11.) nie gerecht und ging beim 16:25 (7:13) sogar unter. Vor allem Sandra Wild (8/2) und die Ex-Bayreutherin Tamara Glowienka (7/1) bekam die Gästeabwehr nicht unter Kontrolle und so zeichnete sich bereits beim 5:11 (22.) eine böse Überraschung an. Spätestens beim 13:19 (47.) gab sich der Gast geschlagen und dürfte gegen Haspo am Samstag um 17 Uhr hochmotiviert sein. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 12. Februar 2019, Seite 26